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Vöhringen

05.01.2019

Bahnhofsgelände: Neue Gestaltung lässt auf sich warten

Der baufällige Vöhringer Bahnhofskiosk ist weg, er musste aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Bis die zukünftige Bahnhofsplanung Gestalt annimmt, kommen auf das Gelände Unterstände für Fahrräder.
Bild: Ursula Katharina Balken

Plus Der Kiosk am Vöhringer Bahnhof wurde abgerissen. Wie es sonst auf dem Gelände weitergeht, ist unklar. Fest steht: Das Areal soll schöner werden.

Das Umfeld des Vöhringer Bahnhofs hat sich verändert. Noch vor Weihnachten wurde der seit Längerem leer stehende Kiosk abgerissen. Grund dafür war der schlechte Zustand der Bausubstanz, die Decke war stellenweise abgesackt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit fiel dann das Gebäude der Spitzhacke zum Opfer, wie Bürgermeister Karl Janson auf Anfrage mitteilt.

Das frei gewordene Gelände würde die Stadt gerne nutzen, um dem Areal rund um den Bahnhof ein ansprechendes Aussehen zu geben. Das Unterfangen kann aber nicht umgesetzt werden, weil es keine Planungssicherheit gibt. Das wiederum liegt an der Deutschen Bahn, die die Illertalbahn elektrifizieren will, um somit den Dieselverkehr auf den Schienen zu reduzieren. Aber das Gutachten zu dieser Verbesserung der Strecke liegt noch nicht vor, lässt Janson wissen. Also kann die Stadt kein Zeitfenster nennen, wann sie mit der Verschönerungskur beginnen kann.

Bürgermeister Janson will eine kleine Grünfläche anlegen lassen

Doch das Kiosk-Gelände soll zwischenzeitlich sinnvoll genutzt werden. So könnten noch in diesem Jahr überdachte Fahrradstellplätze errichtet werden, die sich ohne Schwierigkeiten an eine andere Stelle versetzen ließen. Janson denkt auch an eine kleine Grünfläche, die dem gesamten Erscheinungsbild des Bahnhofes nur guttun würde. Auch das Aufstellen von Informationstafeln mit Stadtplan und Veranstaltungsplakaten ist angedacht. Die Haushaltsberatungen, die bald anstehen, werden Aufschluss darüber geben, was gemacht wird.

Ein Thema, das eng mit der Gestaltung des Bahnhofsgeländes verknüpft ist, könnte die Alte Poliere sein, die ein Filetgrundstück der Stadt ist. Bleibt sie durchgängig und für den Autoverkehr offen oder soll sie ein Park werden, tabu für den Verkehr? Die Alte Poliere, früher Bestandteil der Wieland-Werke, gilt für Bewohner der östlichen Baugebiete als willkommene Abkürzung, um von der Rue de Vizille in die Innenstadt zu gelangen. Im Augenblick wird die provisorische Straße auch von Bussen genutzt und die seitlichen Flächen dienen als Parkraum. Der Mühlbach mit dem begleitenden Grün ist zudem ein Pfund mit dem sich städtebaulich wuchern ließe.

Der Bahnhof in Vöhringen soll attraktiver werden

Bei einer Neugestaltung wird es auch um die Frage gehen, ob eine moderat gebaute Straße dem Gelände dienlich wäre. Vor etlichen Jahren führte die CSU eine Umfrage durch. Die Fragestellung war einfach: Wer spricht sich für die Schließung der Poliere aus und wer befürwortet ihre Durchgängigkeit für Autos? Die nicht-repräsentative und mehr auf dem Zufallsprinzip beruhende Aussage war eindeutig – die damals in der Poliere anwesenden Bürger wollten diesen Weg in die Innenstadt nutzen, damit sie nicht erst über den Prem-Kreisel fahren müssen, um ins Stadtzentrum – sprich Ulmer Straße – zu gelangen. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagt der Rathauschef, das Bahnhofsgelände sollte zu einem attraktiven Ort werden. Aber so lange nicht über das Wie der Elektrifizierung das letzte Wort gesprochen ist, sind der Stadt die Hände gebunden. Janson weist auch darauf hin, „dass eine einzige Kommune die Thematik Ausbau der Illertalbahn und die konkrete Zweigleisigkeit von allein nicht stemmen kann.“ Deshalb wurde der Verein Regio-S-Bahn und die IG Illertalbahn gegründet. „Dieser Verein wird die genannte Thematik gemeinsam vorantreiben.“

Wie berichtet, wurde der Verein 2015 gegründet. Mittlerweile gehören 91 Städte, Landkreise und Verbände, so auch der Landkreis Neu-Ulm und die Stadt Vöhringen, dem Regio-S-Bahn-Verein Donau-Iller an.

Die Illertalbahn von Ulm nach Memmingen gehört – vor allem zwischen Neu-Ulm und Senden sowie Vöhringen – zu den meist befahrenen eingleisigen Bahnstrecken Deutschlands. Da tut Abhilfe not. Janson weiß auch schon wie. Es müsse auf gewissen Abschnitten Begegnungsverkehr möglich sein. Das würde das Problem lösen.

Erst vor Kurzem gab es in Senden und Neu-Ulm Probleme mit der Bahn. Mehr dazu lesen Sie hier:Städte Senden und Neu-Ulm machen Druck auf die Bahn

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