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Neu-Ulm / Illertissen

13.11.2019

Landratswahl: Was macht die SPD?

Kann auch die SPD einen aussichtsreichen Kandidaten ins Rennen schicken? „Wir überlegen in alle Richtungen“, sagt Kreisvorsitzender Karl-Heinz Brunner
Bild: Andreas Brücken

CSU-Landrat Thorsten Freudenberger könnte Konkurrenz von den Sozialdemokraten bekommen: Die Kandidatenfrage soll in Illertissen beantwortet werden.

Die CSU setzt bei der Landratswahl im März 2020 auf Amtsinhaber Thorsten Freudenberger – die Freien Wähler setzen mit Susanne Oberdorfer-Bögel eine Bewerberin aus dem Süden dagegen. Ein wohl überlegter Zug, denn der Ärger um die kreisweite Klinikreform, deren Auswirkungen auf das Illertisser Krankenhaus und um den nicht umgesetzten Bürgerentscheid pro Geburtenstation dürfte einige Stimmen bringen. Kann auch die SPD einen aussichtsreichen Kandidaten ins Rennen schicken? „Wir überlegen in alle Richtungen“, sagt Kreisvorsitzender Karl-Heinz Brunner und bleibt dabei nebulös. Wohlweislich.

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SPD im Landkreis Neu-Ulm: Kreistagsliste wird in Illertissen aufgestellt

Denn am Mittwoch, 20. November, steht in Illertissen die Nominierungsveranstaltung an. Dabei wird die Kreistagsliste aufgestellt. Ein Punkt auf der Agenda: Die Kür eines Landratskandidaten. Warum steht der drauf, wenn es keinen Bewerber gibt? Reine Formsache, sagt Brunner. Somit stünden dem SPD-Kreisverband „alle Optionen“ offen. Denkbar sei laut Brunner grundsätzlich die Nominierung eines Bewerbers aus den eigenen Reihen – aber auch die Unterstützung eines geeigneten Kandidaten, womöglich in einem Bündnis mit einer anderen Partei oder Gruppierung. Prinzipiell gehöre es zum Selbstverständnis der SPD, sich bei demokratischen Wahlen zu bewerben, so Brunner. „Wahl bedeutet Auswahl.“ Ob die Sozialdemokraten bereits einen Bewerber ausgemacht haben, dem sie eine Chance gegen CSU-Amtsinhaber Freudenberger einräumen, lässt Brunner offen. Nur so viel: „Gespräche werden immer geführt.“

Noch nicht schlüssig sind sich derweil die Grünen im Landkreis: „Wir haben verschiedene Personen angefragt, aber momentan niemanden im Blickfeld“, sagt Vorstandssprecherin Mechthild Destruelle. Ganz sicher sei man sich in der Kandidatenfrage aber noch nicht. Es sei denkbar, einen Bewerber einer anderen Gruppierung zu unterstützen, falls er die Ziele der Grünen verkörpere, so Destruelle. Wenn es nicht dazu komme, sei das „kein Drama“.

Landratswahl: Was macht die SPD?

Ob die SPD das ähnlich sieht, ist offen. Vor der Nominierungsversammlung (Schützenheim Illertissen, 19 Uhr) will Brunner sich dazu nicht näher äußern. Im Gespräch betont er allerdings, dass es sich ja auch um eine „Kandidatin“ handeln könne. Vielleicht doch so etwas wie ein Hinweis? Dem Vernehmen nach soll es vor der Versammlung in Illertissen noch eine Sitzung des Kreisverbandsvorstands geben. Möglicherweise geht es dabei dann auch um die Kandidatenfrage.

Diese Bewerber für das Amt des Landrats im Kreis Neu-Ulm stehen bereits fest:

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