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30.11.2019

Nach Insolvenz: Räuchle gilt als saniert

Automobilzulieferer in Dietenheim will Umsatz steigern

Der zuletzt in eine Krise geratene Automobilzulieferer Räuchle in Dietenheim ist saniert: Das meldet das Team von Beratern, das die Firma seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Dezember 2018 unterstützt hat. Offenbar mit Erfolg: Nachdem die mehr als 300 Gläubiger dem Insolvenzplan zugestimmt hatten, entließ das Amtsgericht Ulm Räuchle kürzlich aus der Insolvenz. Der Betrieb wird fortgesetzt, heuer soll das Unternehmen sein Umsatzniveau von rund 50 Millionen Euro halten, heißt es.

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Ein beachtenswertes Ergebnis ist aus Sicht der Berater (Juristen der Kanzleien Schneider Geiwitz in Neu-Ulm und „Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte“ in Ulm) eine Insolvenzquote von 50 Prozent: Gläubiger dürfen also damit rechnen, die Hälfte der geforderten Summen erstattet zu bekommen. Damit könnten sie im Vergleich zu anderen Fällen sehr zufrieden sein, teilt Insolvenzsachverwalter Matthias Hofmann mit. Zu den Sanierungsmaßnahmen gehörte die Suche nach einem Investor, der im März 2019 in der Finanzholding Dubag in München gefunden wurde, heißt es weiter.

Die Räuchle-Kunden hätten die selbst verwaltete Insolvenz kaum zu spüren bekommen, so Hofmann. Die Zusammenarbeit habe reibungslos funktioniert, teils seien sogar neue Aufträge erteilt worden. „Trotz des schwierigen Marktumfelds in der Automotive-Branche konnten wir Räuchle im gesamten Verfahren gut auslasten und für die Zukunft aufstellen“, wird dazu Rechtsanwalt Christian Plail von der Kanzlei Schneider Geiwitz zitiert.

Nach Insolvenz: Räuchle gilt als saniert

Als Zulieferer für die Automobilindustrie produziert die Räuchle GmbH jährlich rund 150 Millionen Präzisionsteile aus Stahl und Aluminium. Sie werden hauptsächlich in Fahrwerken, Motoren und Lenkungen verbaut. Räuchle beschäftigt rund 300 Mitarbeiter.

Zum Geschäftsführer bestellt wurde Mark Haberkorn, der Räuchle gemeinsam mit den Managern von Dubag in die Zukunft führen wolle, heißt es weiter. Entgegen dem Markttrend seien Umsatzsteigerungen geplant. (caj)

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