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Freizeit

18.07.2011

Radeln mit Promille-Brille

Wilhelm Rödder (rechts) bei der Beratung eines interessierten Radfahrers. Beim Bundesprogramm „FahrRad...aber sicher“ konnten sich die Radler über Sicherheitsmaßnahmen informieren.
Bild: Foto: Patrick Schmid

So fährt man sicher durch den Sommer. Bundesprogramm erstmals in Vöhringen

Vöhringen Wie fährt es sich eigentlich betrunken Fahrrad? Ist mein Rad verkehrssicher? Und wie kann man finanziellem Schaden entgegenwirken, wenn ein Unfall geschieht? Fragen, die die Kreisverkehrswacht Neu-Ulm e.V. zusammen mit der Ortsverkehrswacht Vöhringen am Samstag am Parkplatz bei der „Grünen Lunge“ neben dem Iller-Radwanderweg den Bürgern anschaulich beantwortete.

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Ein „Rauschbrillenparcours“ simulierte eine Radfahrt in alkoholisiertem Zustand. Mit einer sogenannten Promille-Brille auf der Nase fühlte man sich so, als hätte man 0,8 Promille im Körper, was ein fehlerfreies Fahren fast unmöglich machte.

Eine Wassermelone mit Fahrradhelm

Radeln mit Promille-Brille

Wie wichtig Fahrradhelme sind, demonstrierte Wilhelm Rödder, der stellvertretende Vorsitzende der Verkehrswacht Neu-Ulm, anhand einer Wassermelone: „Wirft man die Wassermelone mit einem Helm auf den Boden, dann bleibt sie ganz. Ist sie allerdings ungeschützt, wird sie zermatscht“, erklärte er.

Sein Sohn Thomas Rödder von der Versicherungskammer Bayern, der Fragen zu den finanziellen Folgen eines Unfalls beantwortete, erzählte von einer Mutter, die dank ihrer Tochter wieder Helmträgerin ist: „Das Kind fragte seine Mama: Warum musst du eigentlich keinen Helm tragen, hast du etwa einen anderen Kopf? Jetzt tragen beide einen Helm. So soll es sein, schließlich haben Eltern einen Vorbildcharakter.“ Außerdem beriet die Verkehrswacht junge Eltern bezüglich Kindersitzen und Anhängern. Es sei zum Beispiel wichtig, mit einem Kinderanhänger nicht zu nah am Randstein zu fahren, sagte Rödder.

In der Fahrradwerkstatt, betrieben vom Fahrradhandel Kohl aus Senden, konnte man sein Rad kostenlos überprüfen und kleinere Mängel fachgerecht beheben lassen. Dies kam einem Radfahrer sehr entgegen, dessen Pedale auf seiner Tour beschädigt wurden und der deshalb sein Gefährt bis nach Senden hätte schieben müssen. „Man hilft natürlich, wo man kann“, sagte Rödder. Insgesamt sei Rödder sehr positiv angetan vom Bundesprogramm „FahrRad...aber sicher“, das die Deutsche Verkehrswacht mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung seit 1999 durchführt: „Wir veranstalten dieses Programm mindestens einmal im Jahr. Zuletzt waren wir zum Beispiel in Elchingen und in Pfuhl und der Zuspruch der Bürger war immer sehr zufriedenstellend.“ Deshalb seien auch weitere Programme dieser Art in Planung.

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