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07.07.2017

Regio-S-Bahn: Mehr Haltestellen

Sechs neue Stationen zwischen Memmingen und Ulm geplant

Mit der Regio-S-Bahn zwischen Memmingen und Ulm sollen insgesamt sechs neue Bahnhalte in Pleß, Fellheim, Heimertingen, Buxheim und Memmingen entstehen, das teilte jetzt das Landratsamt mit. Voraussetzung für die Regio-S-Bahn sei allerdings, dass sich der Bau der Haltepunkte rechnet. Ob das der Fall ist, sollen nun Vorplanungen klären. Der Landkreis Unterallgäu streckt dafür nach dem Willen des Kreisausschusses des Unterallgäuer Kreistags 246000 Euro vor, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Haltepunkte könnten laut Maria Bachmaier, Abteilungsleiterin am Landratsamt Unterallgäu, nur gebaut werden, wenn die wirtschaftliche Bewertung positiv ausfalle. Im Rahmen der sogenannten Stationsoffensive Bayern haben der Freistaat und die Deutsche Bahn vereinbart, die Investitionskosten für 20 neue Stationen in Bayern je zur Hälfte zu tragen. Doch wegen zu hoher Kosten war die Regio-S-Bahn auf der Illertalbahn zwischen Memmingen und Ulm laut Landratsamt zwischenzeitlich als nicht realisierbar eingestuft worden. Daraufhin hatten sich Politiker aus der Region im Innenministerium für das Vorhaben starkgemacht.

Gelinge es, unter 15 Millionen Euro Gesamtinvestitionskosten zu bleiben, könne die Regio-S-Bahn mit den dafür erforderlichen neuen Haltepunkten nun doch kommen, heißt es vonseiten des Landratsamtes. Ob der Kostenrahmen eingehalten werden kann, sollen die Vorplanungen zeigen, die zur Hälfte vom Freistaat finanziert werden. Die andere Hälfte muss die Region vorschießen. Der Vorschuss wird laut Bachmaier, von der Deutschen Bahn erstattet, wenn der Nachweis der Wirtschaftlichkeit erbracht sei.

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Landrat Weirather sprach in der Pressemitteilung von einem „zähen Ringen“ um die Regio-S-Bahn auf der Illertalbahn. „Wir müssen aufpassen, dass uns dieses Projekt nicht flöten geht.“ Nur wenn der Landkreis bereit sei, sich an den Kosten zu beteiligen, könne man zeigen, wie sehr man hinter dem Vorhaben stehe. Auch, wenn man möglicherweise auf den Kosten für die Vorplanungen sitzen bleibe, sollte der Bau der Bahnhalte doch teurer als 15 Millionen Euro sein. Andernfalls sei das Projekt schon gestorben.

Um das Geld für die Vorplanungen vorstrecken zu können, will der Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller die Beiträge seiner Mitglieder, zu denen auch der Landkreis gehört, anpassen. Insgesamt fallen für die Vorplanungen rund 810000 Euro an, davon 246000 Euro für den Kreis. (az)

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