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Vöhringen

20.11.2019

Was die Vöhringer über die Arbeit der Stadt denken

Bei der Bürgerversammlung im Vöhringer Kulturzentrum standen Bürgermeister und Stadtverwaltung den Bürgern Rede und Antwort.
Bild: Ursula Katharina Balken

Bei der Bürgerversammlung im Kulturzentrum stehen Bürgermeister und Verwaltung Rede und Antwort. Janson verweist auf laufende Projekte und blickt auf seine 24-jährige Amtszeit zurück.

Die Bürger in Vöhringen scheinen zufrieden mit der Arbeit, die die Stadt leistet. Bürgermeister Karl Janson und die Stadtverwaltung ernteten bei der Bürgerversammlung im Vöhringer Kulturzentrum Lob. „Ich habe mich immer gut aufgehoben gefühlt“, sagte ein Zuhörer und dankte Janson für dessen 24-jährige Amtszeit. Er tritt zur Kommunalwahl im März 2020 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat an.

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So gab Janson bei seiner „letzten Bürgerversammlung“, wie er sagte, nicht nur einen Überblick über aktuelle Projekte, sondern blickte auch auf seine Zeit als Rathauschef zurück. Die Entwicklung der Vöhringer Innenstadt nannte er als ein wichtiges Anliegen. Die Errichtung der Ortsumfahrung im Jahre 2001 habe die Innenstadt von Lärm und Abgasen entlastet, die Neugestaltung der Vöhlinstraße das Stadtzentrum belebt. Um dem wachsenden Siedlungsdruck nachzukommen, wurden neue Baugebiete ausgewiesen. Bis heute gilt allerdings der Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“, betonte Janson. Für mehr bezahlbaren Wohnraum werde in Illerberg ein Mehrfamilienhaus gebaut, ein ähnliches Projekt mit fünf Wohneinheiten sei in Illerzell geplant.

Stadt hat Betreuungsplätze ausgebaut

Die Betreuungsplätze für Kinder seien in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut worden. Aktuell gibt es in Vöhringen sieben Kindertagesstätten mit 21 Gruppen und sieben Krippengruppen. Neu hinzu kamen in diesem Jahr der Waldkindergarten in Illerberg und die Großtagespflege im ehemaligen Knaur-Haus. Die Errichtung einer weiteren Kita im Norden der Stadt ist in Planung.

Was die Vöhringer über die Arbeit der Stadt denken

Mit dem Ausbau des Caritas-Cetrums an der Vogelstraße habe die Stadt auch für Senioren viel geleistet, sagte Janson. Ein weiteres Pflegeheim soll errichtet werden. An der Falkenstraße unterstützt die Stadt außerdem den Bau eines Hauses für Menschen mit Behinderung.

Janson erinnerte bei der Bürgerversammlung auch an besondere Ereignisse wie das Hochwasser an Pfingsten 1999, die Einweihung des Rathauses, die Begründungen der Städtepartnerschaften mit Vizille in Frankreich und Venaria Reale in Italien oder die Neugestaltung der Dorfplätze in Thal und Illerzell.

Auch beim Thema Klimaschutz wurden neue Maßnahmen angestoßen

Bei seinem Rechenschaftsbericht verwies er auf Maßnahmen, die die Stadt plant oder in diesem Jahr umgesetzt hat. Zu den größeren Vorhaben zählt demnach der Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Vöhringen, der mit 1,2 Millionen Euro veranschlagt ist. Der Trinkwasserspeicher der Stadt soll für 1,3 Millionen Euro erweitert werden. In der Region einzigartig dürfte nach Ansicht von Janson der digitale Naturspielplatz sein, der aktuell an der grünen Lunge errichtet wird.

Als langjähriges Mitglied im Klimaschutzbündnis habe die Stadt auch bei diesem Thema einiges umgesetzt. So wurden Ladestationen für E-Bikes und E-Autos errichtet, es sollen 80 neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden. Außerdem beteiligt sich die Stadt am Carsharing-Modell der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. „Ein Angebot, was von den Bürgern noch stärker genutzt werden könnte“, sagte Janson und blickte der anschließenden Fragerunde gelassen entgegen. „Jetzt kann ich ja alles versprechen“, sagte er mit einem Lachen.

So blieb es am Ende bei drei Fragen. Welche Herausforderungen auf die Stadt zukommen, wollte ein Zuhörer wissen. Die Egoismen in der Gesellschaft werden größer, sagte Janson. Plakative Forderungen seien leicht gestellt, aber oft schwer umzusetzen. Als Beispiel nannte Janson den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Die Umsetzung in der Praxis und die finanziellen Mittel blieben an den Kommunen hängen.

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