Bezirksliga-Topspiel

11.04.2016

Sendener Dauerfeuer

Daniel Langner hatte alle Hände voll zu tun. Hier klärt der Torhüter des SV Oberroth vor dem einschussbereiten Wolfgang Erhard.
Bild: Horst Hörger

Der Titelanwärter meldet sich nach der Pleite vom Donnerstag mit sechs Toren zurück. Die Oberrother Abwehr hilft dabei nach Kräften mit

Der FV Senden hat sich gestern im Titelkampf der Fußball-Bezirksliga eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach dem arg enttäuschenden 0:1 am Donnerstag gegen den SV Jungingen fegte Senden gestern den SV Oberroth mit 6:1 aus der Illerau. Am Ende waren die Gäste mit diesem Ergebnis sogar noch gut bedient.

Oberroth wollte gestern wie schon in der Vorwoche beim 0:2 gegen den TSV Neu-Ulm mit einer Fünferkette und zwei Sechsern davor Beton anrühren. Allerdings ging Trainer Roland Jegg mit einer schweren Hypothek ins Spiel: Stefan Dietrich und Steven Natter mussten verletzungsbedingt passen, Marcel Zender und Valentin Dopfer rückten nach. Diese Änderung verkraftete der SV Oberroth in keiner Phase der Partie. Er stand viel zu hoch, war ungewohnt schlecht organisiert und die Abwehr präsentierte sich vor allem vor der Pause löchrig wie ein Schweizer Käse.

Sendens Trainer Michael Ott muss seinerseits nach der Niederlage gegen Jungingen deutliche Worte gefunden haben. Seine Mannschaft präsentierte sich gestern vom Anpfiff weg deutlich engagierter, ballsicherer und spielfreudiger. Vor der Pause kamen die Sendener, vor allem unmittelbar nach dem Führungstreffer des starken Wolfgang Erhard (16.), zu Chancen im Minutentakt. Oberroth hatte Glück, dass nur noch Filippo Moscatello (35.) und Francesco Gencarelli (36.) trafen. Eine 6:0-Pausenführung wäre durchaus möglich und auch nicht unverdient gewesen.

Nachdem erneut Erhard zu Beginn der zweiten Hälfte eine Chance der Sendener liegengelassen hatte (51.), riss aber plötzlich der Faden. Oberroth kam auf und durch Johannes Stiepan folgerichtig zum Anschlusstreffer (63.). Die Defizite in der Rückwärtsbewegung bekamen die Gäste aber auch weiterhin nicht in den Griff. Den weiteren Sendener Treffern durch Florian Steck (72.) und Nick Brandolini (84.) sowie dem Eigentor von Rudi Lissek (85.) waren ungewohnt klare Einladungen der Oberrother Hintermannschaft vorausgegangen.

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