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Krumbach

07.09.2019

Das plant die neue Doppelspitze für die Krumbacher Grundschule

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3 Bilder
Das neue Führungsduo an der Spitze der Krumbacher Grundschule: Simone Micheler (Rektorin, links) und Alexandra Krehut (Konrektorin). Die beiden haben auf einer alten Schulbank Platz genommen, die im Gebäude ausgestellt ist.
Bild: Peter Bauer

Simone Micheler hat die Leitung der Krumbacher Grundschule übernommen. Mit ihrer Stellvertreterin Alexandra Krehut verbindet sie so manche Lebensparallele.

Barbara Mirbach ist mit einem kleinen Geschenk ins Sekretariat der Krumbacher Grundschule gekommen. Es entwickelt sich ein geradezu herzliches Gespräch zwischen ihr, Rektorin Simone Micheler und Konrektorin Alexandra Krehut. Und dabei ist zu spüren, dass es da eine besondere Verbindung gibt. Simone Micheler erzählt von ihrem ersten Schultag, 1983 in der Krumbacher Grundschule. Ihre Klassenlehrerin war – Barbara Mirbach. „Es war ein schönes Gefühl damals“, erinnert sich Simone Micheler. Nun gibt es für sie erneut einen ganz besonderen ersten Schultag. Erstmals organisiert sie diesen Tag in der Krumbacher Grundschule als Leiterin und Nachfolgerin des langjährigen Schulleiters Wolfgang Fendt. Neue Konrektorin (bisher Simone Micheler) ist Alexandra Krehut.

Wenn die beiden über sich erzählen, wird schnell deutlich, dass es in ihrem Leben durchaus bemerkenswerte Parallelen gibt. Die Eltern der heute 42-jährigen Krumbacherin Simone Micheler waren beide im Bereich der ländlichen Entwicklung in Krumbach beschäftigt. Bei Alexandra Krehut war dies auch ihr aus dem Allgäu stammender Vater. Sie selbst ist 1970 in München geboren. Aber als die Familie nach Krumbach kam, wurden Krumbach und insbesondere Niederraunau schnell zu Lebensmittelpunkten der Familie. Sowohl Simone Micheler als auch Alexandra Krehut haben nach dem Abitur in Krumbach Grundschullehramt in Augsburg studiert. Für Simone Micheler waren die Grundschulen Weißenhorn und Buch im Kreis Neu-Ulm weitere berufliche Stationen. Bei Alexandra Krehut waren dies Roggenburg und Illertissen – ebenfalls im Landkreis Neu-Ulm. Simone Micheler kam 2005 an die Krumbacher Grundschule, 2016 wurde sie Konrektorin. Alexandra Krehut ist seit über 20 Jahren an der Krumbacher Grundschule.

404 Schüler an der Grundschule

Wie ist die Lage zum neuen Schuljahr? Genau 404 Schüler werden unterrichtet. Und es könnten in etwa fünf Jahren möglicherweise gar rund 500 sein. Die wieder höhere Zahl an Geburten, aber auch der Zuzug in attraktive Kleinstädte wie Krumbach macht sich hier bemerkbar. Mit Lehrkräften ist die Krumbacher Grundschule, wie die beiden berichten, gut ausgestattet. Doch was die Gesamtlage im schulischen Bereich angehe, zeichne sich ein Lehrermangel ab. Ihr 19-jähriger Sohn möchte eventuell Grundschullehramt studieren, erzählt Alexandra Krehut. Ein junger Mann in diesem Fachbereich – das ist nach wie vor durchaus selten. Simone Micheler und Alexandra Krehut hoffen, dass es hier eine Trendwende gibt.

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Die digitale Durchdringung des Lebens hat auch den Alltag in den Schulen massiv verändert. Für Kinder ist der Handyumgang Alltag geworden, neue Formen des Unterrichts haben sich entwickelt. Kinder, die selbst intensiver ein Handy nutzen wollen? Meist würde sich ein solcher Wunsch erst im Alter von etwa zehn Jahren entwickeln, erklärt Simone Micheler, die zusammen mit ihrem Ehemann selbst eine zehnjährige Tochter (und einen 14-jährigen Sohn) hat. In der Grundschule gebe es im Unterricht vielfältige technischen Möglichkeiten wie Dokumentenkameras und die zunehmende Nutzung von Laptops und Tablets. Aber das Schreiben und Malen mit Stiften spiele nach wie vor eine zentrale Rolle. Und Simone Micheler und Alexandra Krehut heben hervor, dass dieses Erlebnis für Kinder nach wie vor sehr wichtig sei.

Immer wichtiger wird auch im schulischen Bereich das Thema Ganztagesbetreuung. In Krumbach wurde hier in den vergangenen Jahren das Modell der „offenen Ganztagesschule“ entwickelt – mit der Möglichkeit eines Mittagessens und der Hausaufgabenbetreuung. Rund 100 Schüler würden dieses Angebot nutzen.

Die Unterstützung durch die Eltern ist wichtig

Eine wichtige Aufgabe im schulischen Bereich ist das Thema Integration. Die beiden berichten, dass rund 30 Prozent der Schüler in der Krumbacher Grundschule einen Migrationshintergrund hätten. Die Qualität der Deutschkenntnisse schwanke zwischen sehr gut bis schlichtweg nicht vorhanden. Wichtig sei der regelmäßige Kontakt zu den Eltern. Es sei immer wieder spürbar, dass Kinder den Schulalltag besser meistern, wenn sie die Unterstützung ihrer Eltern haben.

Wenn Alexandra Krehut und Simone Micheler über ihre eigene Schulzeit erzählen, zeigt sich, wie viel sich in den vergangenen Jahrzehnten im Schulalltag verändert hat. Aber damals wie heute gab es eine Konstante: Viele Kinder gehen in ihrer Freizeit gerne ins Krumbacher Freibad. Dort sind auch Simone Micheler und Alexandra Krehut immer wieder anzutreffen. Und hier begegnen sie auch immer wieder der begeisterten Schwimmerin Barbara Mirbach, zu der es sozusagen einen ganz besonderen „Grundschuldraht“ gibt.

Weitere Informationen zum Wechsel an der Krumbacher Grundschule finden Sie hier:

Krumbach, Wolfgang Fendt und die „längsten Ferien“

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Bei den Schulen in Krumbach und Umgebung tut sich derzeit einiges. In den folgenden Artikeln gibt es dazu umfassende Informationen:

FOS/BOS Krumbach: Umzug in den Herbstferien

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