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Corona-Fall in Asylunterkunft: Die Infopolitik überdenken

Corona-Fall in Asylunterkunft: Die Infopolitik überdenken
Kommentar Von Thomas Wunder
28.04.2020

In einer Asylunterkunft in Geltendorf gibt es mindestens einen Corona-Fall. Das Landratsamt schweigt dazu. Ein Fehler, meint LT-Redakteur Thomas Wunder.

Der Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte sind ein heikles Thema. Im Landratsamt in Landsberg hat man die Regelung getroffen, im Falle einer Corona-Infektion oder eines Corona-Todesfalls so wenig Daten wie möglich zu veröffentlichen. Andere Landratsämter sind da weniger vorsichtig.

Nun haben sich in einer Asylunterkunft in Geltendorf offenbar mehrere junge Männer mit dem Coronavirus angesteckt. Dass es sich dort, auf so engem Raum, schneller verbreitet als anderswo, war zu erwarten. Das Gelände wurde umzäunt, ein Securitydienst bewacht Ein- und Ausgänge und die Bewohner werden offenbar räumlich getrennt. Das alles können Außenstehende sehen, Anwohner erleben es live mit – auch die Polizeieinsätze.

Es gibt derzeit viele Spekulationen

Warum hält sich das Landratsamt in diesem Fall mit klaren Aussagen zurück? Bürger sind besorgt, kritisieren, dass die Bewohner immer noch im Ort einkaufen und in der Unterkunft keine Schutzmasken tragen. Es gibt derzeit viele Spekulationen in Geltendorf. Einiges ist wahr, einiges aber auch nicht. Das sorgt für Verunsicherung und für Unverständnis bei den Bürgern. Daher sollte das Landratsamt seine Infopolitik überdenken.

Mehr zum Thema: Polizeieinsatz in Asylunterkunft in Geltendorf

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