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Kinsau/Apfeldorf

20.02.2018

Die Lechbrücke ist vier Monate gesperrt

Auftausalze haben der Stahlkonstruktion der Lechbrücke zwischen Apfeldorf und Kinsau stark zugesetzt. Zwischen Anfang Juni und Ende September soll sie deswegen aufwendig saniert werden. Der Verkehr muss deswegen umgeleitet werden.
Bild: Thorsten Jordan

Die Lechbrücke zwischen Apfeldorf und Kinsau ist ein Sanierungsfall. Ab Pfingsten rücken die Baufirmen an. Bis Herbst müssen sich Autofahrer gedulden.

Ab Pfingsten sind Apfeldorf von Westen und Kinsau von Osten her nicht mehr erreichbar. Das Staatliche Bauamt saniert zwischen den beiden Orten die Lechbrücke der Staatsstraße 2055. Die Bauarbeiten, bei denen neben dem Fahrbahnbelag auch die Gehwege erneuert werden, sollen bis Ende September dauern. Eine teilweise Nutzung wie sie der Apfeldorfer Bürgermeister Georg Epple ins Spiel gebracht hatte, wird es nicht geben. Der Verkehr wird vermutlich über Birkland und Reichling umgeleitet.

Vor allem das Auftausalz macht der Brücke zu schaffen

Die Sanierung der Lechbrücke zwischen Apfeldorf und Kinsau stand schon länger auf der Agenda des Staatlichen Bauamts in Weilheim. Insbesondere die aggressiven Auftausalze, greifen die Stahlkonstruktion einer Brücke an. Neben Geländern und dem Widerlager ist vor allem der Armierungsstahl der Betonbauwerke betroffen, sagt Christoph Prause, Leiter der Abteilung Ingenieurbau. So müssten die Brückenbauwerke regelmäßig untersucht, Schadstellen ausgebessert und die Betonkonstruktion saniert werden. Das sei ein aufwendiges Unterfangen. „Die vorhandenen Brückenkappen werden abgebrochen und ersetzt“, sagt der Diplom-Ingenieur. „Wir müssen vor allem gewährleisten, dass keine Abbruchmaterialien in den Lech geraten.“ Dafür sorgen soll ein Schutzgerüst, das für die Bauarbeiten an der Brücke errichtet wird.

Im Vorfeld waren die Gemeinden in die Planungen involviert und man hatte über den Bau eines Geh- und Radweges zwischen Apfeldorf und Kinsau diskutiert. Nicht zuletzt auch deshalb hatte man am Bauamt beschlossen, die neuen Brückenkappen zu verbreitern und die Gehwegbreite entlang der Brücke von aktuell 0,75 Meter auf 1,50 Meter zu erhöhen. Damit können Fahrradfahrer und Fußgänger zumindest gefahrlos den Lech überqueren. Bis dorthin wird es aber auf absehbare Zeit keinen entsprechenden Fuß- und Radweg geben, zumindest auf Apfeldorfer Seite. Dort hatte man sich in nicht öffentlicher Sitzung dagegen entschieden.

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Wie kommen die Schüler in den Unterricht?

Doch auch in anderer Hinsicht muss man dort in einen sauren Apfel beißen. Hatte Apfeldorfs Bürgermeister Georg Epple zuletzt noch davon gesprochen, dass es eine Lösung für den Schulbus geben werde, da man ansonsten die Schüler nicht rechtzeitig zum Unterricht bringen könne, stellt Prause klar: „Da es die Baumaßnahmen nicht erlauben, Fußgänger- oder Busverkehr während der Arbeiten über das Brückenbauwerk zu führen, [..] wird jeder Individualverkehr umgeleitet.“ Prause erklärt auch warum: Zunächst werde der Fahrbahnbelag abgefräst, anschließend die Fahrbahnübergangskonstruktion, also die Dehnungsfuge zwischen dem Brückenbauwerk und dem Brückenkopf, die Temperaturschwankungen ausgleichen muss, mit Hilfe eines Hochdruck-Wasserstrahlverfahren freigelegt und zurückgebaut.

Man habe die Gemeinde Apfeldorf vorab intensiv eingebunden und hinsichtlich des Schulbusverkehrs mit den zuständigen Stellen gesprochen, so Prause. Aufgrund der Arbeiten gebe es aber keine Bauzeitenfenster, die eine zeitlich beschränkte Befahrbarkeit für den Schulbus ermöglichen würden. So nichts Unvorhergesehenes passiert, kann der Verkehr ab Freitag, 28. September, wieder über die Brücke rollen.

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