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Fußball

22.05.2017

Die Meister haben es richtig krachen lassen

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Die Kauferinger haben es geschafft: In der nächsten Saison spielt Trainer Christian Ziegler mit seinem Team wieder in der Bezirksliga.
Bild: Ziegler

Kaufering kann bereits die Pause genießen. Scheuring und Jahn durften sich über Schützenhilfe freuen. Nur in Penzing war die Freude nicht ungetrübt.

Gut möglich, dass gestern einige Mitarbeiter in den Firmen mit kleinen Augen aufgetaucht sind: Vier Fußball-Mannschaften aus dem Landkreis konnten am Wochenende den Aufstieg feiern -  der VfL Kaufering und der FC Penzing in die Bezirksliga, die FT Jahn Landsberg in die Kreisliga und der FC Scheuring in die Kreisklasse.

Schon einen richtigen Feiermarathon haben die Kicker des VfL Kaufering hinter sich. Und als Meister traten sie zum letzten Spiel beim Schlusslicht Margertshausen an. Mit einem großen Bus und Banner reisten die Kauferinger an und erst war sich Ziegler gar nicht sicher, wie das beim Gastgeber ankommen würde, ob das nicht „arrogant wirken könnte“. Doch Margertshausen habe sich als sehr fair erwiesen und den Kauferingern die Freude gegönnt.

Schon in Göggingen habe eine tolle Atmosphäre geherrscht. „Einige Fans haben den Liveticker verfolgt“, erzählt der Kauferinger Trainer. Und als Schwabmünchens Zweite kurz vor Schluss in Rückstand geraten war, brach bei Kaufering schon der Jubel aus. „Aber das Spiel war noch nicht aus“, sagt Ziegler – er musste daran denken, als Schalke einmal vorzeitig den Meistertitel feierte... doch so weit kam es nicht. Eine richtige Feierwoche brachten die Kauferinger vor dem letzten Punktespiel hinter sich – jetzt denkt Ziegler auch schon an die nächste Saison. „Der Großteil der Mannschaft bleibt. Ein, zwei Fragezeichen gibt es, vermutlich auch den einen oder anderen Neuzugang, außerdem kommen wieder A-Jugendspieler zu den Herren und da haben wir auch gutes Potenzial“, ist Ziegler vor der neuen Herausforderung nicht bange.

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Für ihn war der Aufstieg übrigens ein ganz besonderer Moment. „Ich war vor fünf Jahren Spielführer, als der VfL aus der Bezirksliga abgestiegen ist. Danach bin ich nach Hurlach als Spielertrainer und jetzt kann ich als Trainer mit dem VfL wieder den Aufstieg feiern.“ Das, gibt er zu, sei ihm „schon nahegegangen“.

Der zweite Bezirksliga-Aufsteiger ist der FC Penzing – allerdings fiel dort die Feier verhalten aus, wie Peter Rief, Abteilungsleiter der Penzinger, sagt. Grund dafür ist die schwere Verletzung von Marco Leszczynski. „Er hat multiple Kiefer- und Jochbeinbrüche“, teilte er mit, gestern wurde Leszczynski auch bereits in München operiert. „Natürlich hat diese Verletzung die Freude überschattet.“ Vorbereitet hatten die Penzinger nichts. „Erst musste mal gespielt werden“, meinte Rief – Musik und Bier war danach schnell organisiert.

Er muss sich jetzt schon mal Gedanken machen, wie es weitergeht. Einige Änderungen könnte es durchaus geben, aber eines steht für ihn fest: „Wir werden nicht verstärkt auf externe Kräfte bauen.“ Sicher soll es die eine oder andere Verstärkung geben, aber in erster Linie will man auf die eigenen Spieler bauen.

Mit einem Tag „Verspätung“ konnten auch die Spieler von Jahn Landsberg feiern. Das 0:0 am Samstag im Stadtderby gegen den TSV reichte noch nicht für die vorzeitige Meisterschaft – die Niederlage des SV Igling brachte den Jahnlern am Sonntag dann doch den Titel. Viele Spieler und Trainer Dominik Piotrowski schauten sich das wichtige Spiel in Igling an – und feierten hernach unter anderem mit einem Autokorso zum Hauptplatz. „Die Iglinger erwiesen sich als ausgesprochen faire Sportsmänner“, betont Piotrowski – sie zählten zu den ersten Gratulanten.

Auch wenn der Aufstieg in die Kreisliga nun sicher sei: „Wir werden die restlichen Spiele ernst nehmen“, betont Piotrowski. Schließlich würden die Gegner noch im Abstiegskampf stecken und es solle nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung kommen.

Schützenhilfe zum Meistertitel erhielten auch die Scheuringer. Durch das 2:2 am Freitagabend zwischen Finning und Issing war klar, dass die Lechrainer nicht mehr abgefangen werden konnten. „Wir waren mit der ganzen Mannschaft in Finning“, sagt Scheurings Trainer Christian Wanner. Und sie wurden lange auf die Folter gespannt, denn erst in der 95. Minute gelang Finning doch noch der Ausgleich, der Scheuring auf den Meisterthron setzte. „Danach haben wir die ganze Nacht gefeiert“, erzählt Wanner – und der eine oder andere Spieler wohl auch noch am Samstag, denn bei der Niederlage in Erpfting habe man doch gemerkt, dass nicht alle Spieler ihren besten Tag gehabt hatten.

Am kommenden Wochenende sind die Scheuringer spielfrei, am letzten Spieltag geht es dann nach Prittriching. Und dieses Spiel soll wieder ganz konzentriert angegangen werden, schließlich geht es da aller Wahrscheinlichkeit nach noch um den Klassenerhalt für die Gastgeber. „Und anschließend findet unsere Abschlussfeier statt“, freut sich Wanner, der selbst über den Erfolg überrascht ist. „Wenn mir das jemand zu Beginn der Saison gesagt hätte, hätte ich nur geschmunzelt.“

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