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22.06.2014

Elektrifizierung wird ein Stück konkreter

Die Bahnstrecke zwischen Geltendorf und Lindau soll bis 2020 elektrifiziert werden.
Bild: Julian Leitenstorfer

Projekt offenbar doch Teil des Bundesverkehrswegeplans. Wie Fernverkehr und S-Bahn künftig abgestimmt werden, ist offen

Anfang Juli sollen betroffene Bürgermeister und Abgeordnete aus dem Landkreis Landsberg von Vertretern der Deutschen Bahn über den aktuellen Stand der Planungen zum Ausbau und der Elektrifizierung der Bahnlinie Geltendorf-Lindau informiert werden. Die zweite Runde dieses regionalen Dialogforums findet am 3. Juli im Landratsamt statt. Neuigkeiten gibt es einige: So scheint das Projekt Teil des neuen Bundesverkehrswegeplans zu sein, wie aus einem Papier aus dem Bundesverkehrsministerium hervorgeht. Offenbar hat der Bund auch zugesagt, eventuelle Mehrkosten zu übernehmen.

Eigentlich sollten für den neuen Bundesverkehrswegeplan alle Projekte neu bewertet werden, die 2015 noch nicht im Bau sind. Die Elektrifizierung der Strecke Geltendorf-Lindau fiele darunter. Doch aus der Anfang Mai veröffentlichten Liste aus dem Ministerium geht hervor, dass das Projekt wohl doch nicht infrage gestellt wird. In dem Papier heißt es: „Aufgrund ihres Baufortsschritts werden zahlreiche Bedarfsplanprojekte ... nicht erneut untersucht, sondern als bereits realisiert unterstellt.“ Allerdings sei ein „substanzieller Baubeginn“ bis spätestens Ende 2015 entscheidend. Für die Elektrifizierung Geltendorf-Lindau wird dieser Bezugsfall offenbar angenommen. Unter der laufenden Nummer 27 des Bundesverkehrswegeplans ist das Projekt aufgeführt, obwohl der Baubeginn erst 2017 anvisiert wird. Es folgen Hinweise auf den Staatsvertrag mit der Schweiz und Finanzierungsvereinbarungen zwischen Bund und Bahn.

Der finanzielle Aspekt des Projekts war auch Inhalt einer Anfrage des Landsberger Landtagsabgeordneten Ludwig Hartmann (Grüne) an den zuständigen Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. Der antwortet: „Der Bund hat zugesagt, die Übernahme der Mehrkosten im Bundeshaushalt 2014 zu berücksichtigen.“ Wenn dies erfolgt sei, könne die Finanzierungsvereinbarung angepasst werden.

Weiteres Thema der Anfrage Ludwig Hartmanns waren mögliche Trassenkonflikte zwischen dem Fernverkehr und der S-Bahn zwischen Pasing und Geltendorf. Wie bereits berichtet sollen mit der Fertigstellung des Projekts, frühestens ab 2020, alle zwei Stunden Züge zwischen München und Zürich verkehren. „Der Staatsregierung ist bewusst, dass die Fahrpläne zwischen dem Fernverkehr und der S-Bahn in diesem Abschnitt eng abgestimmt werden müssen“, antwortet Innenminister Herrmann. Wenn im Jahresfahrplan 2021 die minutengenauen Fahrlagen feststehen, könne der genaue Fahrplan in diesem Streckenabschnitt erarbeitet werden. Im Rahmen des Entwicklungskonzeptes für den Bahnknoten München bleibe es Ziel der Staatsregierung, die Strecke zwischen Pasing und Geltendorf für mehr Flexibilität abschnittsweise mit einem dritten Gleis zu versehen.

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