Newsticker

Konjunkturpaket: Familien erhalten Geld wohl in drei Raten
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Erneute Verzögerung überrascht nicht

Elektrifizierung

19.10.2012

Erneute Verzögerung überrascht nicht

Durch die Verzögerung der Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau könnte auch der rasche Ausbau der S4 aufs Abstellgleis geraten.
Bild: Andreas Lode

Landrat Walter Eichner hofft jetzt auf raschen Ausbau der S4 zwischen Geltendorf und Pasing

Die Nachricht hat eigentlich niemand mehr überrascht. Schließlich hatte sich schon abgezeichnet, dass die Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau länger dauert, als geplant (LT berichtete). Unverständnis ruft dagegen die Kostensteigerung von 88 Millionen Euro hervor und die Tatsache, dass die Deutsche Bahn derzeit keinen überarbeiteten Zeitplan für das Projekt nennen kann. Landrat Walter Eichner hofft nun zumindest auf einen raschen Ausbau der S4 zwischen Geltendorf und Pasing: „Das wäre wichtig.“

Wie berichtet, soll es am Rande des CSU-Parteitags in München zu einem Gespräch zwischen oberbayerischen Abgeordneten und Verkehrsminister Peter Ramsauer kommen, bei dem über die Finanzierung des viergleisigen Ausbaus der S-Bahn gesprochen werden soll. Denn ohne Beteiligung des Bundes wird Bayern das Projekt nicht finanzieren. Der rasche Ausbau der S4 hängt aber mit der geplanten Elektrifizierung zusammen. Mit der Elektrifizierung wird eine Verdopplung des Fernverkehrs auf der Strecke München-Lindau erwartet. Das könnte den schon jetzt überbeanspruchten Abschnitt zwischen Geltendorf und Pasing zum Überlaufen bringen, sagen die Befürworter des viergleisigen Ausbaus.

Offiziell nennt die Deutsche Bahn derzeit keinen Termin, wann die Elektrifizierung abgeschlossen werden soll. Bei einer Informationsveranstaltung zum Bau des Bahnhofs in Lindau soll ein Vertreter der Bahn allerdings gesagt haben, dass mit der Elektrifizierung der Strecke München-Lindau erst 2020 zu rechnen sei. Das meldet die Schweizer Zeitschrift Eisenbahn Revue in ihrer jüngsten Ausgabe. Der Grüne Landtagsabgeordnete Adi Sprinkart aus Niedersonthofen im Allgäu hatte daraufhin Anfang Oktober im Landtag eine Anfrage gestellt. Die Antwort aus dem Wirtschaftsministerium: „Informationen über eine Verschiebung auf das Jahr 2020 sind der Staatsregierung nicht bekannt.“

Für Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil sind die Mehrkosten für den Lärmschutz im Interesse der Anwohner entlang der Strecke und damit unabdingbar. Tatsächlich bietet sich für die Betroffenen mit der Elektrifizierung erstmals überhaupt die Chance, dass Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden – auch in Igling, Kaufering, Epfenhausen, Untermühlhausen, Schwabhausen und Geltendorf. Kauferings Bürgermeister Erich Püttner nennt einen weiteren Aspekt. „Die Elektrifizierung ist wichtig, Hauptthema in Kaufering ist aber der barrierefreie Ausbau unseres Bahnhofs.“ Dass das eine vom anderen abhängt, glaubt er allerdings nicht. Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe des LT.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren