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Landkreis Landsberg

21.05.2019

Hochwassergefahr: Erste Keller laufen voll, Dießen ist am meisten betroffen

Am Landsberger Lechwehr bietet das Hochwasser ein beeindruckendes Schauspiel.
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Am Landsberger Lechwehr bietet das Hochwasser ein beeindruckendes Schauspiel.
Bild: Thorsten Jordan

Der Dauerregen im Landkreis Landsberg sorgt für die ersten Feuerwehreinsätze. Auch eine Straße ist wegen der Wassermassen gesperrt.

Tief "Axel" hat uns in den vergangenen 24 Stunden ordentlich Regen beschert. Im Landkreis Landsberg steigen die Pegel von Bächen und Flüssen. Vereinzelt können Wiesen das Wasser nicht mehr aufnehmen. So musste am Dienstagmorgen die Kreisstraße zwischen Dießen und Entraching wegen einer überfluteten Fahrbahn gesperrt werden. Dort war auf einer Breite von zehn Metern und einer Höhe von 20 Zentimetern Wasser vom Gruberberg geflossen und hatte sich in einer Senke gesammelt. Auch bei Rott wurde eine Straße überflutet.

Die Ammer schwillt stark an

Die Feuerwehren mussten immer wieder ausrücken, weil Keller vollliefen. Die Ammer, der Zulauf des Ammersees, erreichte am Vormittag in Weilheim die Meldestufe 3. Das meldete der Hochwassernachrichtendienst Bayern.

Im Landkreis selber sieht Kreisbrandinspektor Robert Waldhauser die Lage derzeit eher entspannt. "Es hat in erster Linie viel geregnet", sagte er auf Nachfrage des LT. Nicht ganz 100 Liter pro Quadratmeter fielen nach dem Aufzeichnungen der Landsberger Wetterstation zwischen Sonntagabend und Dienstagmittag. "Bisher gab es aber keine besonderen Vorkommnisse", sagte Waldhauser. An Lech und Windach wurde die Hochwasser-Warnstufe 1 erreicht. Der Windachspeicher sei abgelassen worden, um Rückhalteraum zu schaffen, falls sich die Hochwasserlage verschärfen sollte, berichtete der Kreisbrandinspektor. Auch am Lech fließe deshalb zurzeit mehr Wasser ab. Die Ammer bringt zwar zurzeit viel Wasser in den Ammersee. Seit der Nacht von Sonntag auf Montag stieg der Seespiegel bis Dienstagnachmittag um rund 31 Zentimeter auf 533,31 Meter über dem Meer, die erste Hochwasser-Meldestufe wäre bei 533,50 Metern erreicht. An Pfingsten 1999 lag der Seespiegel bei 534,88 Metern.

Hochwassergefahr: Erste Keller laufen voll, Dießen ist am meisten betroffen

Was 1999 beim Pfingsthochwasser anders war

Laut Wetterbericht wird der Regen am Mittwoch aufhören. Am Wochenende könnte neuer Regen kommen, allerdings nicht mehr so viel wie jetzt. Danach könnte das Wetter wechselhaft bleiben. Parallelen zum Pfingsthochwasser 1999 sieht Waldhauser derzeit nicht: Damals hatte es noch mehr als jetzt geregnet (an zwei Tagen rund 170 Liter pro Quadratmeter) und auch schon in den Wochen zuvor war viel Regen gefallen, dazu wurde es an Pfingsten sehr warm, was zu einer verstärkten Schneeschmelze in den Bergen geführt habe, so der Kreisbrandinspektor weiter.

Das wetterbedingte Einsatzgeschehen bei den Feuerwehren spielte sich am Dienstag vor allem im Raum Dießen ab. Acht Einsätze meldete Kommandant Florian König bei der Dießener Wehr, weitere Einsätze habe es in den Ortsteilen gegeben. Die Helfer seien zu überschwemmten Kellern gerufen worden, das Wasser sei in meisten Fällen etwa knöcheltief gestanden, in einem Haus jedoch rund eineinhalb Meter hoch.

"Alles ruhig", meldete Stadtbrandinspektor Christian Jungbauer mittags aus dem Landsberger Feuerwehrhaus. Es habe keinen wetterbedingten Einsatz gegeben. Ansonsten wusste er nur, "dass die alte B 17 bei der JVA leicht überflutet" sei.

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