Newsticker

Zahl der Neuinfektionen in Italien stabilisiert sich - mehr als 100.000 bestätigte Fälle in New York
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Schusswechsel bei Geltendorf: Getöteter war wohl der "Waldläufer"

Kreis Landsberg

27.05.2013

Schusswechsel bei Geltendorf: Getöteter war wohl der "Waldläufer"

In diesem Fahrzeug waren die Waffen, damit war der Angreifer offenbar unterwegs.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der am Samstag bei einem Schusswechsel bei Geltendorf Getötete ist offenbar identifziert. Der Mann stammt aus einem Nachbarort - und ist mit großer Wahrscheinlichkeit der gesuchte Serienräuber.

Der am Samstag bei einem Schusswechsel in einem Waldstück bei Geltendorf getötete Mann ist offenbar identifziert. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um den 49-jährigen Halter des Fahrzeugs handelt. Der Mann stammt aus Türkenfeld im Kreis Fürstenfeldbruck. Endgültige Sicherheit soll aber eine DNA-Analyse schaffen. Der Getötete wurde noch am Samstag obduziert.

Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise, dass es sich bei dem Getöteten um den "Waldläufer" handelt, gegen den die Kriminalpolizei seit 2010 ermittelt. Noch am Samstag durchsuchten Ermittler die Wohnung des Mannes. Dabei wurde laut Polizei belastendes Material gefunden.

Der Serienräuber soll in der Vergangenheit mehrere Raubüberfälle in der Gegend rund um Geltendorf begangen haben. Die Ermittlergruppe bei der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und der Verbrecher erhielten den Namen "Waldläufer" - in Anlehung an einen Raubüberfall in Geltendorf, bei dem der Täter zu Fuß in den nahe gelegenen Wald nordwestlich des Bahnhofs geflüchtet war. Dort war am Samstagvormittag einem Waldarbeiter aus Geltendorf auch das verdächtige Fahrzeug aufgefallen. 

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Der Angreifer wurde bei der Schießerei tödlich verletzt

Bei der anschließenden Fahrzeugkontrolle eröffnete der Mann dann wie berichtet unvermittelt das Feuer auf zwei Beamte der Polizeiinspektion Landsberg. Im Laufe des Schusswechsels wurde der Mann tödlich getroffen. Auch ein 43-jähriger Polizeihauptkommissar wurde mehrfach getroffen, glücklicherweise aber nicht lebensgefährlich verletzt, da er eine Schutzweste trug. Der Beamte wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach München geflogen. Sein 19-jähriger Streifenpartner blieb unverletzt, musste aber psychologisch betreut werden.

Im Fahrzeug des Angreifers wurden anschließend sechs scharfe Revolver und mehrere selbstgebastelte Sprengsätze gefunden. Die Polizei spricht von einem "Sammelsurium an Waffen und Gerätschaften". Zum Teil seien die Sachen selbst zusammengebastelt gewesen.

Tat erinnert an Augsburger Polizistenmord

Die Tat des 49 Jahre alten Angreifers erinnert an den Fall des ermordeten Augsburger Polizisten Mathias Vieth. Auch damals waren zwei Streifenbeamte bei einer Kontrolle in eine Schießerei geraten. Vieth überlebte den Schusswechsel nicht. Die Brüder Raimund M. und Rudi R. sollen die Tat begangen haben. Sie sind derzeit vor dem Augsburger Landgericht angeklagt. drs, dvd, wu

Spurensuche am Tatort im Wald am Heuweg, Kripo und Bereitschaftspolizei suchen mit Metalldetektoren und Sprengstoffsuchhunden das Areal ab.
59 Bilder
Schusswechsel in Geltendorf
Bild: Julian Leitenstorfer, Thorsten Jordan
Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren