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Landkreis Landsberg

30.03.2021

Den Sportvereinen im Kreis Landsberg macht Corona zu schaffen

Leere Sportplätze (wie hier der des TSV Landsberg) machen den Vereinen zu schaffen: Die Corona-Krise zeigt erste Auswirkungen.
Foto: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Die Corona-Krise macht den Vereinen zu schaffen. Dabei sind nicht die Kündigungen das eigentliche Problem.

Über ein Jahr lang werden die Sportvereine von der Corona-Krise inzwischen gebeutelt. Die zunächst befürchteten zahlreichen Austritte sind – noch – ausgeblieben, zeigt die LT-Nachfrage bei einigen Clubs im Landkreis. Entwarnung können die Verantwortlichen dennoch nicht geben. Und neue Wege einzuschlagen, ist gar nicht so leicht, wie Jahn Landsberg feststellen musste.

Einig sind sich die befragten Funktionäre: Die Austritte halten sich noch in Grenzen. „Aber es fehlen die neuen Mitglieder“, sagt Stefan Ackermann, Zweiter Vorsitzender von Jahn Landsberg. Eine Tatsache, die auch andere Vereinsvorsitzende feststellen müssen.

Jahn Landsberg richtet e-Sports-Cup aus

Bei Jahn hatte man Überlegungen angestellt, eine e-Sports-Abteilung zu gründen. „Vor einem Jahr hatten wir ja einen Fifa-e-Sports-Cup gemacht, und von den rund 250 Teilnehmern kamen etwa 60 Prozent aus dem Landkreis“, blickt er zurück. In Zeiten, in denen die Sportplätze nicht oder kaum genutzt werden können, also eine Alternative.

Doch: „Ich habe mich informiert“, sagt der Rechtsanwalt, „und erfahren, dass eine solche Abteilung die Gemeinnützigkeit des Vereins, der rund 1200 Mitglieder hat, gefährde, denn in der Rechtsprechung wird e-Sports noch nicht als Sport akzeptiert. Ich finde es schade, da hinken wir der Zeit hinterher.“ Trotzdem will Ackermann nicht klagen: „Es ist wichtig, positiv nach vorne zu schauen“, sagt er. Und der in Landsberg geplante Sportsday sei eine Chance, „wenn er stattfinden kann“.

Die Voltigierer in Scheuring werden weniger

Nicht nur die fehlenden Eintritte, sondern auch Austritte stellte Rudi Aumüller, Vorsitzender des FC Scheuring (knapp 800 Mitglieder), fest. „Gerade bei der Abteilung Voltigieren, da die Kinder nichts machen können und ein Extra-Beitrag erhoben wird.“ Ansonsten gehen auch ihm eher die fehlenden Eintritte ab. „Normalerweise kommen die Kinder mit Schulbeginn gerade zum Tanzen oder Turnen. Im August ist da Pause und im September geht es wieder los“, so Aumüller – doch da habe sich vergangenen September wenig getan.

Rund 1700 Mitglieder hat der VfL Kaufering aktuell. Wie sich die Situation entwickle, müsse man sehen, meint der Vorsitzende Klaus Rehekampff. Auch er stellt fest, dass es die üblichen Aus-, aber eben keine Eintritte gibt.

Wo bleiben die Kinder die Sport treiben wollen?

„Ich hoffe, dass es besser wird, wenn wir wieder was machen können“, hofft Manfred Botschafter, Schatzmeister beim TSV Landsberg. Hatte der Verein schon rund 2200 Mitglieder, liegt man jetzt knapp unter der 2000er-Marke. „Aber irgendwo müssen die Kinder, die Handball oder Fußball spielen oder Turnen wollen, ja sein.“ Aktuell freue man sich über jedes Kind, das in den Verein eintrete.

Mit knapp 1400 Mitgliedern hat auch der MTV Dießen seine „besten Zeiten“ hinter sich. Wie bei den anderen Vereinen hielten sich die Austritte im Rahmen, sagt der Vorsitzende Volker Bippus. „Wir haben ja Spartenbeiträge, die werden nicht erhoben, solange nichts geht.“ Das verleite die treuen Mitglieder zu bleiben. Da die Mehrzweckhalle nun Teststation sei, hofft er, dass die Turner etwa bald in den Schacky-Park ausweichen können – da müsse man erfinderisch sein, so der Vorsitzende.

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