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Eishockey

28.12.2020

Der HC Landsberg spielt – und Weiden trifft

Der HC Landsberg (Mitte Sven Gäbelein) bestimmte gegen Weiden über weite Strecken das Spiel, konnte sich für die gute Leistung aber nicht belohnen.
Bild: Julian Leitenstorfer

So nah ist der HC Landsberg schon lange nicht mehr an einem Punktgewinn in der Oberliga dran. Riverkings-Neuzugang Mathias Jeske gibt gegen die Blue Devils seinen Einstand

Im Heimspiel gegen Weiden war der HC Landsberg so nah an einem Punktgewinn wie schon lange nicht mehr. In einer dramatischen Schlussphase versuchten die Riverkings noch alles, aber der Ausgleich wollte nicht fallen: Mit 2:3 musste sich der Oberliga-Aufsteiger den Blue Devils Weiden geschlagen geben. Und so ist der Einstand von HCL-Neuzugang Mathias Jeske verlaufen.

Es hat sich wieder mal bewahrheitet: Wer in der Tabelle unten drin steht, dem fehlt auch das nötige Glück. Tatsächlich hätten die Riverkings zumindest einen Punkt verdient gehabt. Konzentriert und engagiert trat Landsberg auf, einzig im zweiten Abschnitt kam ein kleiner „Durchhänger“, aber das alles hilft nichts: Der HCL muss weiter auf seinen ersten Heimsieg in der Eishockey-Oberliga warten. Allerdings: Bei 65 Schüssen aufs Tor müssen mehr als zwei Treffer herausspringen – Weiden schoss nur 21-mal und war damit deutlich effektiver.

Furios begann das erste Drittel. Nach dem ersten Angriff der Landsberger fiel im Gegenzug nach nicht mal einer Minute mit dem ersten Schuss das 1:0 für Weiden durch Homjakovs. Danach allerdings spielte nur mehr der HCL – die nächsten Schüsse musste HCL-Keeper Michael Güßbacher erst ab der 6. Minute parieren, als die Landsberger erstmals in Unterzahl waren. Kaum wieder komplett, bestimmte weiter der HCL die Partie und konnte sich teilweise richtig im Drittel von Weiden festsetzen. Allerdings: Die ganz großen Chancen blieben Mangelware. In der 13. Minute konnte Maximilian Rass einen Konter nicht abschließen, und in der 16. Minute hatten Dennis Sturm und Adriano Carciola die Chance zum Ausgleich. Auf der anderen Seite hatte Landsberg 30 Sekunden vor Drittelende Glück, dass erneut Homjakovs nur den Pfosten traf. Stark begann Landsberg auch das zweite Drittel und erzielte in Überzahl in der 25. Minute den längst verdienten Ausgleich. HCL-Neuzugang Mathias Jeske – der damit gleich im ersten Spiel seinen ersten Scorerpunkt verbuchte – und Adriano Carciola leisteten die Vorarbeit, Christopher Mitchell verwandelte.

Der Ausgleich gab Landsberg Auftrieb, aber nur gut fünf Minuten später kam der nächste Nackenschlag. Bei einem Gewühl vor dem Landsberger Tor behielt nur Habermann den Überblick und stocherte die Scheibe zum 2:1 für die Gäste über die Linie. Ab diesem Moment war das Spiel zerfahren – Landsberg verlor den Faden und Weiden konnte auch nicht überzeugen. Es war ein Kampf um jeden Zentimeter Eis, ein echtes Spiel kam aber nicht mehr zustande. Eine Strafe für Landsberg nutzte Weiden dann in der 37. Minute zum 1:3, mit dem es in die zweite Pause ging.

Verhalten begann das letzte Drittel. Weiden achtete in erster Linie auf die Abwehr, und Landsberg fand kein Mittel, gefährlich vors Tor zu kommen. In der 45. Minute war es dann eine Einzelaktion von Michael Fischer, die Landsberg wieder auf Schlagdistanz brachte. Fischers Schuss konnte Weidens Keeper zwar abwehren, aber Jonas Schwarzfischer verwertete den Abpraller zum 2:3. Jetzt nahm die Partie noch mal Fahrt auf, und es gab Chancen auf beiden Seiten.

Landsberg lief dann die Zeit davon, und gut zwei Minuten vor Ende nahm HCL-Coach Fabio Carciola seine Auszeit. Sobald sich die Möglichkeit ergeben würde, wollte man den Keeper für einen weiteren Spieler vom Eis nehmen, doch das wurde schwierig, Weiden verteidigte geschickt. Erst in den letzten 30 Sekunden waren dann sechs Landsberger Feldspieler auf dem Eis, aus allen Positionen wurde geschossen, aber der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen.

Trotz der bitteren Niederlage durfte Neuzugang Mathias Jeske mit seinem Einstand zufrieden sein: Er präsentierte eine sichere Leistung in der Abwehr, außerdem zeigte der Verteidiger, dass er sich auch sehr gut in den Angriff einschalten kann. Die Erwartungen an den „Neuen“ waren hoch – er hat nicht enttäuscht. Nur zwei Tage hat der HCL Zeit, diese Niederlage zu verkraften, bereits am Montagabend ist Tabellenführer Selb zu Gast.

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