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Landsberg

10.10.2019

Eishockey: Für Andrew McPherson geht in Landsberg ein Traum in Erfüllung

Für Andrew McPherson (Mitte, links Mika Reuter, rechts Trainer Fabio Carciola) ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Der 40-Jährige spielt nach über zehn Jahren wieder in Landsberg Eishockey.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Andrew McPherson zählte vor gut zehn Jahren zu den Lieblingen der Landsberger Eishockeyfans. Jetzt läuft er für die Riverkings auf. Das große Interview zur Rückkehr.

„Wenn Landsberg ruft, dann komme ich gerne.“ Seit Beginn der regulären Saison spielt Andrew McPherson wieder in Landsberg Eishockey. Das LT hat mit McPherson über seine Rückkehr an den Lech, die Saisonziele und die Dauer seines Engagements gesprochen.

An diesem Wochenende steht für den HC Landsberg nur ein Spiel an, nämlich am Freitagabend ab 20 Uhr zu Hause gegen Dorfen. Das Sonntagsspiel in Bad Kissingen wurde auf den 3. Januar verschoben. McPherson kommt das gelegen: „Da habe ich mit meiner Damenmannschaft von Bremerhaven ein Spiel in Hamburg. Sonst wäre es schwierig geworden“. Bremerhaven ist inzwischen der Lebensmittelpunkt des Kanadiers mit deutschem Pass: Dort lebt seine Familie, dort war er Co-Trainer der ersten Mannschaft und ist immer noch Trainer der Damen und der U11-Mannschaft.

Zwischen Bremerhaven und Landsberg hin und her

„Es sind momentan sehr anstrengende Wochen“, sagt McPherson. Von Donnerstag bis Sonntag – außer an diesem Wochenende – ist er in Landsberg, die restlichen Tage in Bremerhaven. „Aber als ich das Angebot von Landsberg erhalten habe, da konnte ich nicht ablehnen.“ Andrew McPherson hat seine Zeit beim damaligen EV Landsberg 2000 nie vergessen. Von 2005 bis 2007 spielte der heute 40-Jährige beim EVL in der 2. Bundesliga und war in dieser Zeit Publikumsliebling. „Es war immer mein Traum, wieder mal in Landsberg zu spielen“, sagt er im Interview mit dem LT. Jetzt hat sich sein Traum erfüllt. Nachdem mit Daniel Menge, Fabio Carciola und Stefan Kerber drei Leistungsträger bei den Riverkings ausgefallen waren, hat das Präsidium schnell reagiert – und mit McPherson einen Publikumsmagneten sowie Führungsspieler für das junge Team verpflichtet.

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Er verwandelt den entscheidenden Penalty

Das erste Wochenende mit dem Heimsieg gegen Erding (3:2) und dem 3:2-Erfolg gegen Klostersee, wo McPherson den entscheidenden Penalty verwandelt hat, sei natürlich perfekt gewesen. „Aber wir müssen uns bei unserem Torhüter David Blaschta bedanken, der in beiden Spielen einen super Job gemacht hat“, sagt McPherson. Dass ihm in Grafing der wichtige Penalty gelungen war, freut ihn natürlich. „Ich habe schon so oft Penaltys geschossen, aber ich bin immer noch nervös vorher“, verrät McPherson.

Ein besonderes Erlebnis war für ihn das Heimspiel gegen Erding. Über 1600 Zuschauer waren gekommen – sicherlich viele auch wegen ihm. „Wenn das so ist, freut mich das natürlich. Aber ich bin auch wegen der Fans wieder nach Landsberg gekommen und habe im Publikum einige bekannte Gesichter gesehen.“

Seit eineinhalb Jahren nicht mehr gespielt

Ein bisschen Bedenken habe er vor der Zusage schon gehabt, schließlich hatte er seit eineinhalb Jahren nicht mehr gespielt. „Aber in Landsberg spielen zu können, war einfach eine so coole Möglichkeit.“ Außerdem halte er sich nach wie vor mit viel Sport fit, denn „ich bin kein Typ, der still rumsitzen kann“. In Landsberg habe er sich in der Mannschaft sofort wohl gefühlt. „Das ist eine super Truppe, wie die Spieler miteinander umgehen. Und sie haben einen ganz tollen Trainer.“ Deshalb prophezeit er dem Team eine große Zukunft. „Mannschaft und Trainer haben die Leidenschaft, die eine Stadt wie Landsberg braucht.“ Einzig Erfahrung müssten die jungen Spieler noch sammeln. „Das ist ja ganz normal, aber wenn das Team so zusammenbleibt und diese Erfahrung sammeln kann, wird es so erfolgreich wie die damalige.“

Wie lange McPherson in Landsberg spielen wird, hängt davon ab, wann die anderen Spieler wieder kommen. Bis dahin wird der 40-Jährige, der für eine Ausrüsterfirma als Repräsentant arbeitet, aber jedes Spiel genießen. So auch das am Freitag gegen Dorfen. Wieder ein besonderes Spiel, denn mit dem ESC kommt der Ex-Landsberger Coach Randy Neal wieder zurück an seine alte Wirkungsstätte. Beginn ist um 20 Uhr.

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