Landsberg

29.11.2018

Es wird heiß auf dem Eis

Derbytime in Landsberg: Die Riverkings erwarten am Freitag den EHC Königsbrunn. Dann heißt das Duell Dritter gegen Vierter in der Eishockey-Bayernliga.
Bild: Thorsten Jordan

Spannung pur in der Bayernliga: Der Tabellendritte Landsberg empfängt den Lokalrivalen und Vierten Königsbrunn. Was sagt man beim HCL zu Andreas Schmelcher?

Für solche Spiele leben Sportler: Tabellendritter gegen Tabellenvierter – das ohnehin schon brisante Derby zwischen dem HC Landsberg und dem EHC Königsbrunn bekommt am Freitag auch einen besonderen sportlichen Anreiz. Es geht also nicht nur ums Prestige, sondern auch darum, sich in der Eishockey-Bayernliga oben festzusetzen.

„Wir freuen uns richtig auf dieses Spiel. Es ist ein echtes Derby und wird ein Topspiel“, sagt HCL-Coach Randy Neal. Und man hört ihm vor dem Nachbarschaftsduell mit dem Aufsteiger (Freitag, 20 Uhr) die Vorfreude richtig an. Nach dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende der Saison könnte die Laune bei den Riverkings kaum besser sein. „Das hat uns gutgetan. Wir wollen wieder doppelt punkten, denn die Tabelle ist eng“, so Neal (Perfektes Wochenende für die Riverkings ).
In der Tat: Den Tabellenzweiten Bad Kissingen (29) und den Neunten Schweinfurt (21) trennen nur acht Punkte. Und Schweinfurt ist am Sonntag das Reiseziel der Riverkings. Dort wollen sie die Rechnung aus dem Hinspiel (4:7) begleichen. „Da haben wir zwar gut gespielt, aber in Unterzahl fünf Tore kassiert und unsere Chancen nicht genutzt“, blickt Randy Neal zurück. Für den Trainer gibt es an diesem Wochenende überraschende Neuigkeiten: Mit Ausnahme des langzeitverletzten Marcel Juhasz stehen ihm wohl alle Mann zur Verfügung. Wann er letztmals einen kompletten Kader zur Verfügung hatte, daran kann sich der Trainer schon gar nicht mehr erinnern.

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In bester Erinnerung ist den HCL-Fans noch Andreas Schmelcher. Wobei der frühere Verteidiger bei einigen seit Kurzem in Ungnade gefallen ist. Wie berichtet, hat der 30-Jährige Ende Oktober den HCL aus beruflichen Gründen verlassen – und vergangene Woche beim Ligarivalen Erding angeheuert... Vergangene Woche waren Schmelchers Wechsel und einige Aussagen auf der Homepage der Gladiators großes Gesprächsthema im Landsberger Eisstadion. „Da sind Sachen vorgefallen, die mir nicht gepasst haben, deshalb habe ich keine Lust mehr gehabt und den Vorstand über die Gründe informiert. Es hatte nichts mit der Mannschaft zu tun“, wird der Verteidiger dort zitiert.

Lesen Sie dazu auch: Eishockey: Andreas Schmelcher verlässt die Riverkings

Der Trainer hat eine eindeutige Meinung

Das LT hat bei dem 1,91 Meter großen Echinger nachgehakt. Er gibt an, nicht richtig zitiert worden zu sein. „Ich habe mit keinem Beef gehabt“, betont er und gibt tiefen Einblick in seine Gefühlswelt. „Seit Jahren habe ich zum Anfang der Saison Probleme, mich zu motivieren. Und zu Beginn jeder Saison war der Start in Landsberg schwierig. Da bin ich ja auch selber wie Falschgeld auf dem Eis rumgelaufen. Erst am Ende und in den Play-offs wurde die Leistung richtig gut“, so Schmelcher. Deshalb habe er intern einige Dinge angesprochen, die er auch nicht verraten will. Im Oktober sei es bei ihm dann beruflich auch noch drunter und drüber gegangen. Deshalb habe er die Reißleine gezogen. Der Kontakt nach Erding, wo er bereits eine Saison Oberliga spielte, sei nie abgerissen, und so sei es jetzt zum Comeback gekommen.

Und wie sieht man das Thema in Landsberg? „Jeder hat eine andere Einstellung. Wenn ich Probleme mit dem Vorstand habe, dann sage ich es bei der Kaderplanung im Sommer“, sagt Trainer Randy Neal. Die Art und Weise, wie Andreas Schmelcher gegangen sei, sei nicht gut gewesen. „Da waren wir gerade in einer schwierigen Phase und hatten kaum Verteidiger. Das hat der Mannschaft wehgetan.“ Ein Wiedersehen auf dem Eis gibt es für Landsberg und Erding am 30. Dezember.

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