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Eishockey

28.01.2021

HC Landsberg: Wackelt der Stuhl von Trainer Fabio Carciola?

Landsbergs Trainer Fabio Carciola leidet mit seinen Spielern – natürlich hatte auch er sich das erste Jahr in der Oberliga ganz anders vorgestellt.
Foto: Julian Leitenstorfer

Plus Die Riverkings liegen abgeschlagen am Tabellenende der Eishockey-Oberliga. Im Vorstand diskutiert man über die Ursachen – und macht sich auch über den Trainer Gedanken.

Mit nur vier Punkten aus 23 Spielen liegt der HC Landsberg abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz in der Eishockey-Oberliga. Am heutigen Freitag ist der HCL beim SC Riessersee zu Gast, am Sonntag kommt Weiden – und an der Bande steht weiter Cheftrainer Fabio Carciola. In einer Situation, wie sich der HCL befindet, ist der Trainer eigentlich der Erste, der gehen muss – auch im HCL-Präsidium hat man sich Gedanken gemacht.

Die Premiere in der Eishockey-Oberliga hatte man sich doch anders vorgestellt, das wurde von den HCL-Verantwortlichen mehrfach eingeräumt. „Aber es ist ein Jahr, in dem wir alle viel lernen können“, sagt Teammanager Michael Oswald. Nicht nur die Spieler, das gelte auch für das Präsidium. Tatsache sei, so Oswald, dass „wir auf den ersten drei, vier Positionen zu wenig Qualität haben“.

Im HCL-Präsidium hat man sich viele Gedanken gemacht

Auch über Trainer Fabio Carciola habe man sich „Gedanken“ gemacht, aber, betont Oswald: „Er hat nie zur Diskussion gestanden.“ Diese Niederlagenserie am Trainer festzumachen, das wäre zu einfach, so der Teammanager. Im Gegenteil: Es gebe bereits erste Vorverhandlungen über eine Verlängerung. „Es ist zwar noch nichts fix, aber aus meiner Sicht ist die Verlängerung nur eine Formsache“, stellt sich Oswald im Namen des Präsidiums klar hinter den Coach.

Das stärkt Fabio Carciola auch den Rücken, wie er sagt. „Dass mir der Vorstand so vertraut, schätze ich sehr“, so Carciola. Auch er habe sich diese Saison natürlich anders vorgestellt: „Dass es so schlimm würde, hätte ich nicht gedacht.“ Momentan sei er mehr als Psychologe denn als Trainer gefragt.

Sehen Sie hier die Bilder vom Heimspiel gegen Lindau:

Gegen den EV Lindau gab es erneut eine deutliche Niederlage. Neuzugang Nicolas Strodel war erstmals dabei.
37 Bilder
Die Landsberg Riverkings weiter in der Krise
Foto: Thorsten Jordan

Gleichzeitig sei es auch für ihn schwierig: „Es ist mein zweites Jahr als Trainer, und da muss man sich selbst natürlich auch hinterfragen“, räumt Fabio Carciola ein. Auch er mache Fehler, gibt er sich selbstkritisch – deshalb seien ihm auch die Rückmeldungen der Spieler wichtig. Und man müsse auch schon fürs nächste Jahr planen: „Einige Spieler spielen super, andere werden uns verlassen müssen“, kündigt der Coach bereits an.

Es soll nicht bei einem Saisonsieg für Landsberg bleiben

Trotz der schwierigen Situation geht er davon aus, dass man durchaus in der Lage sei, in den verbleibenden Spielen noch mindestens den zweiten Saisonsieg einzufahren. „Was mich motiviert, ist, dass sich die Jungs nie aufgeben. Egal wie es steht: Sie kämpfen, laufen und rackern bis zur letzten Minute.“

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Verzichten muss er in den anstehenden Partien beim aktuell Tabellensechsten SC Riessersee und zu Hause gegen Weiden (Platz zehn) weiterhin auf Thomas Fischer, der noch nicht fit ist. „Ansonsten sind alle an Bord“, so Carciola. Und dann gelte dieselbe Devise wie in den Partien zuvor: Möglichst wenig Fehler machen. In Garmisch hatten sich die Landsberger im ersten Aufeinandertreffen dem SC Riessersee nur knapp mit 1:2 geschlagen geben müssen – das Rückspiel war mit einer 2:6-Niederlage dagegen deutlich.

Knapp an einem Punktgewinn vorbeigeschrammt ist man beide Male gegen Weiden: Im Hinspiel lagen die Landsberger nach dem zweiten Drittel 3:2 in Führung - unterlagen dann aber 5:7. Und auch zu Hause fehlte bei der 2:3-Niederlage nicht viel zu einem Punktgewinn.

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