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Eishockey Landsberg

01.01.2019

Marcel Juhasz läuft die Zeit davon

Marcel Juhasz würde so gerne wieder für die Landsberg Riverkings auflaufen, doch der Körper spielt nicht mit. Derzeit kann er nur als Trainer bei den Knaben und als Nachwuchsleiter beim HC Landsberg in der Eishalle stehen. Jetzt hofft er auf ein besseres Jahr 2019.
Bild: Thorsten Jordan

Der Stürmer der Landsberg Riverkings muss seit Oktober verletzt pausieren. Dabei hätte diese Saison für ihn eine besondere werden sollen. Jetzt hofft er, dass ihm das neue Jahr mehr Glück beschert.

Marcel Juhasz ist froh, dass 2018 jetzt vorbei ist. Für den Nachwuchsleiter des HC Landsberg und Spieler der Riverkings war es ein rabenschwarzes Jahr. „Ich hoffe, das Jahr 2019 wird wieder besser“, sagt er und sein großer Wunsch doch noch in Erfüllung geht: noch mal mit den Riverkings ein Spiel zu bestreiten.

Das Jahr 2018 hatte schon schlecht begonnen

Im Februar hatte der Deutsch-Kanadier kurz vor den Play-off-Spielen der vergangenen Saison einen Schlüsselbeinbruch erlitten und musste die restlichen Spiele zuschauen. „Es war hart, bis ich wieder fit wurde“, beschreibt er das Sommertraining. Dann lief es beim 35-Jährigen eigentlich ganz gut, Marcel Juhasz zählte zu Beginn der neuen Saison wieder zu den Leistungsträgern – bis zum dritten Punktspiel am 7. Oktober.

„Ich bin mit dem Kopf aufs Eis geknallt“, beschreibt er die Situation beim Heimspiel gegen Pegnitz an diesem schicksalhaften Sonntag. Juhasz spielte weiter, doch er spürte bereits, dass irgendetwas nicht stimmte: „Es war auf einmal alles so laut.“

Probleme mit der Koordination

Unter der Woche legte er Trainingspausen ein, am Wochenende darauf spielte er wieder in Königsbrunn und zu Hause gegen Schweinfurt. „Ich spürte selbst, dass meine Koordination nicht passte und es war wieder alles extrem laut für mich“, blickt er zurück – das waren die letzten Spiele, die Juhasz in dieser Saison für die Riverkings absolvierte. Seitdem versucht er, die Folgen der Gehirnerschütterung auszukurieren. Das war zunächst nicht so schlimm, denn „im Oktober ist noch Zeit, wieder zurückzukommen“. Inzwischen aber läuft ihm die Zeit davon.

„Ich habe immer noch Probleme bei langen Autofahrten oder wenn ich länger am PC sitze“, beschreibt er die momentane Situation. Es gebe gute Wochen – und dann wieder schlechte, sobald er sich zu viel zumutet. Auch beim Training mit seiner Nachwuchsmannschaft muss Juhasz die Belastung streng dosieren: „Ich trage immer einen Pulsgurt, um meine Herzfrequenz kontrollieren zu können. Einige Übungen, die ich früher locker selbst vorgemacht habe, muss ich auslassen.“

Noch mal für die Tochter spielen

Man hört dem 35-Jährigen den Frust an. Eigentlich wollte er diese Saison seine Laufbahn als aktiver Spieler beenden – aber nicht so. „Meine Tochter wird im April zwei Jahre alt, ich würde mich so freuen, wenn sie mich noch mal spielen sehen könnte“, sagt er. Vergangene Saison sei sie zwar auch schon im Stadion gewesen, aber noch zu klein, um ihren Papa bewusst wahrzunehmen. „Aber jetzt kann sie mit Eishockey und Schläger schon was anfangen.“

Ob es mit einem Spiel in dieser Saison noch klappt, steht in den Sternen. Nachdem sich so lange keine Besserung eingestellt hat, konsultierte Juhasz auch Spezialisten in Kanada. „Über Skype habe ich mit den Ärzten gesprochen“, erzählt er – die optimistischste Prognose macht ihm allerdings wenig Hoffnung: „Wenn alles perfekt läuft, könnte ich Ende Januar wieder mit der Mannschaft trainieren“, hatte ihm der Arzt erklärt.

Aber Juhasz weiß genau: Zwischen wieder mit der Mannschaft trainieren und ein Spiel bestreiten liegen Welten. „Ich kann auch nicht einfach sagen ,Hallo, da bin ich wieder, jetzt will ich spielen’“. Inzwischen ist es für ihn auch hart, die Spiele der ersten Mannschaft zu besuchen: „Anfangs war es nicht so schlimm, da war ich eben verletzt“, sagt er, doch inzwischen „fällt es mir sehr schwer, zuzuschauen“.

Reha-Training steht im Vordergrund

Was ihm bleibt, ist weiter sein Reha-Training konzentriert und konsequent durchzuziehen – und zu hoffen. „Meine Frau unterstützt mich da sehr“, hat er in der Familie Rückhalt. „Sie baut mich immer wieder auf.“

Und sie trage seine Entscheidung mit, egal wie sie ausfallen wird. „Als Nachwuchsleiter beim HC Landsberg und Spieler ist die Belastung sehr hoch“, sagt Juhasz, deshalb weiß er selbst noch nicht, ob er vielleicht doch noch eine Saison dranhängen wird, sofern es ihm wieder besser geht. Vorerst hoffen sie einfach gemeinsam, „dass 2019 wieder ein besseres Jahr wird“.

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