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Gemeinderat

03.11.2017

Finanzielle Steilvorlage für die Amberger Kicker

Insgesamt 77000 Euro Fördermittel übergab Baudirektor Christian Kreye (Mitte) an die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft „Integrierte Ländliche Entwicklung Lech-Wertach (links Umsetzungsbegleiter Robert Dölle; Dritter von links: Vorsitzender Konrad Dobler, 5. von rechts: Ambergs Bürgermeister Peter Kneipp).
Bild: Michael Mäusly

Zuschüsse für einen neuen Rasenmäher und die Sanierung des Sportheims. Bei der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden zwischen Lech und Wertach soll ein altes Konzept neuen Schwung bekommen

Die Unterteilung des flachen Landes in Regierungsbezirke und Landkreise hat verwaltungstechnisch gewiss gute Gründe, aber sie schafft auch Hürden, die genau aus diesen Grenzen von Zuständigkeiten entstehen, wenn es etwa um die Planung von Straßen, Wegen oder der Energieversorgung geht, die an diesen Grenzen nicht enden.

Aus dieser Erkenntnis heraus entstand in der Region ein Kontakt zwischen einzelnen Gemeinden an den Landkreisrändern, der 2008/2009 in der Erarbeitung eines „Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes“ (ILEK) mündete. Amberg gehört als einzige Kommune des Unterallgäu zur ILE „Zwischen Lech und Wertach“; die übrigen Gemeinden sind: Lamerdingen (Landkreis Ostallgäu), Hiltenfingen und Langerringen (beide Landkreis Augsburg) sowie Hurlach, Igling und Obermeitingen (alle Landkreis Landsberg am Lech).

Nicht ganz harmonisch verlief in der Vergangenheit die gemeinsame Planung der mittlerweile zwischen den ILE-Orten Lamerdingen und Langerringen Strom liefernden, riesigen Windräder (MZ berichtete). Doch nun soll die kommunale Kooperation neuen Auftrieb erhalten, wie Bürgermeister Peter Kneipp auf der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte. Dazu wurde eigens ein Förderprogramm aufgelegt, das etwa die fachkundige „Umsetzungsbegleitung“ der Konzeption eines „Kernwegenetzes“ mit bis zu 75 Prozent der Personalkosten unterstützt.

Dabei geht es um den dauerhaften Ausbau und die Befestigung von landwirtschaftlichen Wegen für die neuzeitlichen schweren Ackergeräte und Fahrzeuge, denen die üblichen Feldwege nicht gewachsen sind. Die koordinierende Aufgabe der Projektbegleitung übernehmen wird Robert Dölle vom Verein „Lech-Wertach-Interkommunal e.V“. Baudirektor Christian Kreye vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben überreichte Anfang Oktober die jeweiligen Förderbescheide in der Gesamthöhe von 77 000 Euro an die beteiligten Bürgermeister.

Ein nicht unerheblicher Kostenbrocken stellte der Zuschussantrag des Fußballsportvereins dar. Der Verein wirtschaftet zwar weitgehend autark, und bis auf die von der Gemeinde zur Verfügung gestellten drei Sportplätze erhält er kaum Zuwendungen.

Der letzte Zuschussantrag datiert aus dem Jahr 2007. Nun allerdings versagte der Rasenmäher seinen Dienst, mit dem Vereinsmitlieder selbst die Spielfelder in Schuss halten. 21 000 Euro schlagen für eine Neuanschaffung inklusive Streuwagen zu Buche. Der Gemeinderat beschloss, die Nettokosten zu übernehmen. Zusätzlich beteiligt sich die Gemeinde zur Hälfte an den Sanierungskosten des Sportheims in Höhe von 9500 Euro.

Die Umgestaltung des Kirchplatzes steht nun kurz vor der Fertigstellung. Für die ausstehende Bepflanzung hier bewilligte der Gemeinderat 15600 Euro, für die der Verkehrsinseln auf der Türkheimer Straße 7800 Euro.

Nach einiger Diskussion einigte sich der Gemeinderat auf eine Thujahecke zwischen Kirchplatz und Kindergarten, nachdem man etwa Eibe und Kirschlorbeer – die giftig sind – als Alternativen verworfen hatte.

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