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Unterallgäu

13.12.2020

Schlüsselzuweisungen: Geld vom Freistaat für die Gemeinden im Unterallgäu

Die Summe der Schlüsselzuweisungen für die Kommunen im kommenden Jahr steht fest.
Bild: Kaya (Symbol)

Weil für die Berechnung die Steuerkraft von 2018 zugrunde gelegt wird, gibt es Verlierer und Gewinner im Unterallgäu.

Diese Nachricht aus München ist für viele Kommunen im Landkreis wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Finanzminister Albert Füracker ( CSU) gab bekannt, wie weit der Freistaat Bayern im Jahr 2021 sein Füllhorn für die Kommunen öffnen wird. Diese sogenannten Schlüsselzuweisungen betragen in ganz Bayern über 3,9 Milliarden Euro. Ins Unterallgäu und die kreisangehörigen Gemeinden fließen davon rund 39 Millionen Euro. Das teilt der Stimmkreisabgeordnete und Staatsminister a.D. Franz Josef Pschierer mit.

„Der Landkreis Unterallgäu wird mit rund 19,84 Millionen Euro unterstützt, die Gemeinden erhalten rund 19,18 Millionen Euro. Damit bleibt der Freistaat auch in diesen schwierigen Corona-Zeiten der verlässliche Partner und die starke Stütze unserer Kommunen“, so Pschierer in einer Mitteilung an die Medien.

Die Mittel seien die größte Einzelposition im kommunalen Finanzausgleich. Sie haben als freie Haushaltsmittel und Ergänzung der eigenen Steuereinnahmen eine hohe Bedeutung für eine starke kommunale Verwaltung, betont Pschierer. Grundlage für die Berechnung sind unter anderem die kommunalen Steuereinnahmen aus dem Jahr 2019.

„Wir müssen die Investitions- und somit die Zukunftsfähigkeit unserer Kommunen erhalten. Es ist ein wichtiges Signal, dass der kommunale Finanzausgleich 2021 trotz massiv sinkender Steuereinnahmen insgesamt auf der Rekordhöhe von 10,36 Milliarden Euro fortgeführt wird“, sagt Pschierer. „Zudem gleichen wir den bayerischen Kommunen die hohen Verluste bei der Gewerbesteuer durch die Corona-Krise pauschal aus. Der Freistaat stellt hierzu mehr als 1,3 Milliarden Euro aus dem Sonderfond Corona-Pandemie zur Verfügung, der Bund steuert eine weitere Milliarde Euro bei.“

So viel bekommen die einzelnen Gemeinden im Unterallgäu

Die einzelnen Kommunen im Unterallgäu erhalten 2021 folgende Beträge vom Freistaat:

  • Amberg: 313.136 Euro
  • Apfeltrach: 260.304 Euro
  • Babenhausen: 0 Euro
  • Bad Wörshofen: 238.900 Euro
  • Benningen: 0 Euro
  • Böhen: 266.236 Euro
  • Boos: 514.452 Euro
  • Breitenbrunn: 792.244 Euro
  • Buxheim: 351.676 Euro
  • Dirlewang:631.152 Euro
  • Egg an der Günz: 234.456 Euro
  • Eppishausen: 164.600 Euro
  • Erkheim: 316.260 Euro
  • Ettringen: 774.544 Euro
  • Fellheim: 93.192 Euro
  • Bad Grönenbach: 0 Euro
  • Hawangen: 0 Euro
  • Heimertingen: 0 Euro
  • Holzgünz: 239.164 Euro
  • Kirchhaslach 402.220 Euro
  • Kirchheim: 258.152 Euro
  • Kronburg: 413.064 Euro
  • Lachen: 346.956 Euro
  • Lauben: 482.708 Euro
  • Lautrach: 524.104 Euro
  • Legau: 0 Euro
  • Markt Rettenbach: 959.268 Euro
  • Markt Wald: 777.220 Euro
  • Memmingerberg: 0 Euro
  • Niederrieden: 458.808 Euro
  • Kammlach: 413.524 Euro
  • Oberrieden: 442.776 Euro
  • Oberschönegg: 0 Euro
  • Ottobeuren: 1.235.736 Euro
  • Pfaffenhausen: 0 Euro
  • Pleß: 223.700 Euro
  • Salgen: 0 Euro
  • Sontheim: 669.776 Euro
  • Stetten: 0 Euro
  • Trunkelsberg: 666.952 Euro
  • Türkheim: 303.600 Euro
  • Tussenhausen: 385.324 Euro
  • Ungerhausen: 0 Euro
  • Unteregg: 462.948 Euro
  • Rammingen: 314.040 Euro
  • Westerheim: 479.704 Euro
  • Wiedergeltingen: 260.856 Euro
  • Winterrieden: 220.684 Euro
  • Wolfertschwenden: 0 Euro
  • Woringen: 531.384 Euro
  • Kettershausen: 584.552 Euro

Die Gemeinden und Landkreise in Schwaben erhalten 2021 Schlüsselzuweisungen in Höhe von 679 Millionen Euro. Die Schlüsselzuweisungen sind die größte Einzelposition im kommunalen Finanzausgleich und dienen der Stabilisierung der finanziellen Situation der Kommunen. Diese können die Zuweisungen frei zur Erfüllung ihrer Aufgaben verwenden. So werden ihre Eigenverantwortung und Selbstverwaltung nachhaltig gestärkt.

Augsburg erhält das meiste Geld

Die höchsten Schlüsselzuweisungen in Schwaben und damit die zweithöchste Summe in ganz Bayern erhält 2021 Augsburg mit 179,1 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Anstieg um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Danach folgen Kempten mit 28,1 Millionen Euro und Kaufbeuren mit 24,4 Mio. Euro. Die kreisangehörigen Gemeinden in Schwaben erhalten 2021 insgesamt 217 Millionen Euro, die Landkreise rund 223 Millionen Euro.

Neben den Schlüsselzuweisungen stellt Bayern 2021 über 706 Millionen Euro für die Zuweisungen an die Bezirke zur Verfügung. Ein besonderer Fokus liegt auf kommunalen Zukunftsinvestitionen: So werden Fördermittel für den kommunalen Hochbau, insbesondere für Schulen und Kindertageseinrichtungen, um 50 Millionen Euro beziehungsweise 8,3 Prozent auf 650 Millionen Euro erhöht, berichtet der Finanzminister. (mz)

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