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Wenn Gemeinden zusammenarbeiten, geht's leichter

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Kommentar Von Melanie Lippl
14.06.2019

Geteiltes Leid ist halbes Leid - das gilt auch für die Zusammenarbeit von Gemeinden wie jetzt Pfaffenhausen, Breitenbrunn, Salgen und Oberrieden.

Geteiltes Leid ist halbes Leid, sagt man. Dieser Spruch lässt sich auf die Zusammenarbeit von Gemeinden übertragen – auch wenn in der Kommunalpolitik natürlich kaum eine Aufgabe, die zu erledigen, und nicht jedes Problem, das zu lösen ist, großes Leid bei den Beteiligten verursacht.

Aber: Geteilte Arbeit ist halbe Arbeit – oder im Fall der vier Gemeinden in der VG Pfaffenhausen sogar nur „viertelte“ Arbeit. Die berühmte „interkommunale Zusammenarbeit“ von Gemeinden ist in aller Munde und wird staatlich gefördert. Doch sie muss vor Ort auch gewollt sein, denn sie ist mitunter schwierig und arbeitsintensiv: Je mehr mitreden, umso mehr Diskussionsbedarf gibt es. Das geht nur, wenn es auch zwischenmenschlich zwischen den Vertretern der Gemeinden klappt.

Trotz des guten Kontakts hat es in Pfaffenhausen ganze zwei Jahre gedauert, bis der Vertrag für die bereits eingestellte gemeinsame „technische Führungskraft für Wasserversorgung“ fertig war und regelte, wie sie eingesetzt wird und welche Kompetenzen sie hat.

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Mehr dazu erfahren Sie hier: Vier Gemeinden, ein gemeinsames Projekt

Mit dieser jetzt unterschriebenen Zweckvereinbarung nimmt die VG Pfaffenhausen eine Vorreiterrolle in Bayern ein, was die interkommunale Zusammenarbeit betrifft. Dass eine nach außen hin so einfach wirkende Lösung etwas so Besonderes in Bayern ist, lässt tief blicken, wie weit es mit der interkommunalen Zusammenarbeit wirklich her ist.

Die Gemeinden Pfaffenhausen, Breitenbrunn, Salgen und Oberrieden planen schon das nächste Projekt

Neben gemeinsamen Anschaffungen für die Bauhöfe planen die VG-Gemeinden rund um Pfaffenhausen nun schon wieder ein neues, gemeinsames Projekt. Ein „Netzwerker“ soll im sozialen Bereich alle Fäden in der Hand halten. Das Außergewöhnliche: Neben den Gemeinden ist noch ein fünfter Akteur mit im Boot – die Kirche. Auch hier wird es sicher einiges an Redebedarf geben, doch am Ende könnte auch das etwas werden: ein Projekt mit Vorbildcharakter.

Hier erfahren Sie mehr über das Sozialprojekt in der VG Pfaffenhausen: Ein Kümmerer für alle von 0 bis 99

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