Unterallgäu

28.05.2015

Großer Sport

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Mit 14 Toren war Christian Landsperger Mindelheims bester Stürmer.
Bild: axe

Schnelle Hattricks, sinnvolle Trainerwechsel und ein Durchmarsch: Die Saison 2014/15 im Unterallgäu war gespickt von vielen Höhepunkten und der einen oder anderen Kuriosität. Wir tragen sie zusammen

Wer hätte gedacht, dass Aufsteiger TSV Kammlach die Kreisklasse Allgäu 1 nur als Durchgangsstation Richtung Kreisliga nimmt? Wer an einen derart spannenden Abstiegskampf in der Kreisklasse Allgäu 2 gedacht, an dem zeitweise die halbe Liga steckte? Und wer hätte dem TSV Mindelheim in der Bezirksliga eine derart schwere Saison prophezeit? Alles in allem war es eine spannende Fußballsaison mit zahlreichen Höhepunkten. Wir blicken auf einige zurück:

Die Torjäger Zwar hat Christian Landsperger nach seinem Wechsel vom B-Klassisten FC Loppenhausen zum TSV Mindelheim mit schlussendlich 14 Toren bestens in die Bezirksliga Süd eingeführt. Zu Platz eins in der Rangliste hat es dennoch nicht gereicht: Hier war Benjamin Maier vom BSK Olympia Neugablonz mit 25 Treffern unangefochten. In der Kreisliga Mitte war Meister DJK SV Memmingen-Ost gleichzeitig die Tormaschine der Liga: Von den 106 Treffern markierte Naim Nimanaj 32 und holte sich die Torjägerkrone. In der Kreisklasse Allgäu 1 war es Reinhold Haar, der mit 30 Treffern Rang eins belegte. In der Kreisklasse Allgäu 2 war es ein Rennen bis zum letzten Spieltag. Dann setzte sich Michael Gross von Meister FC Blonhofen mit 22 Toren vor Zaisertshofens Peter Lindner durch. Klarer war es schon in der A-Klasse: Hier ließ Thomas Waltenberger vom FC Rammingen mit 41 (!) Treffern die Konkurrenz weit hinter sich. In den B-Klassen heißen die besten Torjäger Ayhan Celik (SC Unterrieden/19 Tote), Matthias Hannich (FC Blonhofen III/24 Tore) und Andreas Eberle (SV Stöttwang II/12 Tore).

Treffsicherer Keeper Dass der TSV Markt Wald am Ende die Klasse in der Kreisklasse Allgäu 2 halten konnte, lag auch an seinem Torhüter Patrick Drexel. Nicht etwa, weil Drexel als unüberwindbar gilt, sondern weil sich der Keeper beim Spiel in Oberegg in der Nachspielzeit ein Herz gefasst hat, in den gegnerischen Strafraum stürmte und tatsächlich zum 3:3 traf. Ein Punktgewinn, der letztlich zum Klassenerhalt reichte und ein Tor, das aufgrund des Torschützen in Erinnerung bleiben wird.

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Hattricks Selten zuvor gab es eine Schwemme von derart schnellen Hattricks, wie in diesem Jahr. Am schnellsten erzielte Obereggs Stürmer Andreas Schorer drei Tore nacheinander in einem Spiel: In der Partie gegen Türkiyemspor Mindelheim benötigte Schorer nur neun Minuten für dieses Kunststück.

Nur eine Minute länger brauchten Kammlachs Reinhold Haar beim 5:2-Sieg seines Teams gegen den TSV Ottobeuren II und Rammingens Thomas Waltenberger beim 8:0-Sieg gegen den SC Lindenberg. Weitere schnelle Schützen waren Martin Santjohanser (SpVgg Wiedergeltingen/13 Minuten), Berkan Köroglu (Türkiyemspor Mindelheim/15 Minuten) und Matthias Wucher (SV Schöneberg/34 Minuten).

Kammlacher Regel „Stürmer gewinnen Spiele, die Abwehr gewinnt Titel“ – diese Weisheit trifft auf viele Meistermannschaft zu. Nur nicht auf den TSV Kammlach. Denn mit sagenhaften 50 (!) Gegentoren (dafür aber auch 86 erzielten Treffern) wurde der TSV Kammlach Meister der Kreisklasse Allgäu 1.

Torfabrik Den besten Sturm stellte, ligenunabhängig, die DJK SV Memmingen Ost. In der Kreisliga Mitte erzielten Nimanaj, Marjancic und Co. satte 106 Tore, was im Schnitt 3,5 Treffer pro Spiel ausmachte. Einen noch besseren Wert hatte der SV Oberostendorf in der B-Klasse Allgäu 3 mit vier Toren pro Spiel.

Schießbude Die meisten Gegentore kassierte der FC Bad Wörishofen mit 101, allerdings in 30 Spielen der Kreisliga Mitte (3,4 Gegentore/Spiel). Schlechter schnitt die SpVgg Wiedergeltingen II in der B-Klasse Allgäu 3 ab: Sie kassierte im Schnitt 3,6 Gegentore pro Partie.

Trainerwechsel  Den größten Verschleiß an Trainern hatte in dieser Saison der TSV Markt Wald. Der Kreisklassist ging mit Christian Mayer in die Saison, ehe nach dessen Weggang im Herbst 2014 Spieler Robert Neuberger als Interimstrainer fungierte. In der Winterpause kam dann Thomas Knerr, der seinerseits zwei Spieltage vor Saisonende entlassen wurde. Anschließend führten die Spieler Andreas Senner und Dominik Oberhoffner die Mannschaft zum Klassenerhalt. Für die neue Saison steht nun Jürgen Echter bereit. Ein ähnliches Schicksal ereilte Günther Wörle beim TSV Kirchheim. Auch er musste angesichts des drohenden Abstiegs aus der Kreisklasse gehen. Interimstrainer Edi Knöpfle führte die Mannschaft mit drei Siegen in Serie am Ende auf Rang fünf.

Beim TSV Mindelheim musste Willi Neumeier in der Winterpause seinen Hut nehmen. Für ihn kehrte Marcus Eder zurück und führte den Bezirksligisten zum Klassenerhalt. In Breitenbrunn musste Wolfgang Wöß im Winter gehen, weil er bekannt gegeben hatte, im Sommer als Trainer zum SV Schöneberg zu gehen. In Wiedergeltingen schmiss Hannes Menhofer von sich aus hin und Ralf Kleinsteuber (FSV Kirchdorf) kehrte zu seinem Heimatverein SV Mattsies zurück.

Rückkehrer Im vergangenen Sommer mussten sie den bitteren Abstieg hinnehmen, doch nun sind sie wieder da: Die Rückkehrer der Saison heißen DJK SVMemmingen-Ost, FC Blonhofen, SV Salgen/Bronnen und SV Oberostendorf.

Nach einem Jahr Höhenluft ging es für folgende Teams wieder eine Etage tiefer: FC Bad Wörishofen, TSV Ettringen und drei Aufsteiger in die A-Klasse Allgäu 2, nämlich den FC Bad Wörishofen II, FC Buchloe II und SC Lindenberg.

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