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Fußball

19.05.2017

Unmut über Löwen-Training in Bad Wörishofen

Eingezäunte Löwen: Stefan Aigner (rechts) und Daniel Ortega (links) nach einer Einheit auf dem abgesperrten Trainingsplatz in Bad Wörishofen.
Bild: Helmut Bader

Für die einen ist der Aufenthalt des TSV 1860 München in Bad Wörishofen gute Werbung für die Kneippstadt. Für andere ist die Sperrung sämtlicher Plätze eine Zumutung.

Eigentlich sollte die ganze Sache ja geheim bleiben: Nach der 1:2-Heimniederlage des TSV 1860 München am vergangenen Sonntag gegen den VfL Bochum wollte Löwen-Trainer Vitor Pereira auf die Schnelle ein Trainingslager für seine Mannschaft haben. Das bekam er in Bad Wörishofen – auch weil die Verantwortlichen des FC Bad Wörishofen und die Stadt schnell zusagten, das Sportgelände für vier Tage komplett zu sperren, um den Löwen ein abgeschottetes und konzentriertes Training zu ermöglichen.

Doch wie das mit der Geheimhaltung bei einem Profiverein im Allgemeinen und dem TSV 1860 München im Speziellen eben so ist: Aus dem Geheim-Trainingslager wurde nichts. Bereits am Dienstagabend, noch ehe die Löwen angereist waren, fanden sich am Stadion des FC Bad Wörishofen Journalisten Münchner Tageszeitungen ein, die über das Trainingslager berichten wollten.

Am Mittwoch, als die Mannschaft zur ersten Einheit auf den Platz kam, wurde Fans und Journalisten untersagt, das Sportgelände zu betreten. Am Donnerstag war bereits ein eigener Sicherheitsdienst am Stadioneingang zugegen. Für einige Fans, die zum Teil aus München oder vom Bodensee angereist waren, war das teilweise unverständlich. Andere wiederum konnten den strikten Ausschluss der Öffentlichkeit durchaus nachvollziehen. Schließlich geht es ja um nichts weniger als den Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga.

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Jugendspiele mussten kurzfristig verlegt werden

Dementsprechend haben auch die Verantwortlichen des FC Bad Wörishofen alles in ihrer Macht stehende getan, um es dem TSV 1860 München recht zu machen. Da wurde der Rasen auf exakt 2,7 Zentimeter gemäht, da wurde das Sportgelände großflächig abgesperrt und nicht zuletzt wurden für das Wochenende angesetzte Jugendspiele verlegt.

 Das wiederum brachte nun Jugendspielgruppenleiter Horst Gerstenbrand (Mittelneufnach) auf die Palme: „Dienstagabend bekam ich die ersten Anrufe von Trainern, dass die gesamte Sportanlage für alle Mannschaften gesperrt ist, und sie somit sämtliche Heimspiele nicht austragen könnten.“ Er habe das Ganze dann am Mittwoch aus der Mindelheimer Zeitung erfahren, seitens der Vereinsführung des FC Bad Wörishofen habe er keine Mitteilung über Spielverlegungen bekommen. „Deshalb ist es mir auch egal, ich werde einen Tag vor einem angesetzten Spiel keines mehr verlegen.“

Zumindest das Kleinfeld am Stadion hätte man seiner Meinung nach von den E-Junioren bespielen lassen können. „Wir haben heuer durch das Wetter in allen Altersklassen schon genug Spielverlegungen. Die Jüngsten spielen jetzt schon häufig zwei Mal pro Woche“, so Gerstenbrand. Das könnte den Löwen übrigens auch passieren – wenn sie in die Relegation müssen.

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