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Neu-Ulm

06.05.2020

Am Neu-Ulmer Bahnhof entsteht eine neue Wohnanlage für Senioren

So könnte der Neubau an der Bernar-Venet-Straße (direkt neben Glacis-Galerie und Bahntrog) einmal aussehen.
Bild: pli:z Blease Architekturwerkstatt Stefan Döhler (Visualisierung)

Plus Der Neu-Ulmer Stadtrat ebnet den Weg für einen Neubau östlich der Glacis-Galerie. Ein Großprojekt zum Bau von Studentenwohnungen ist dagegen vertagt worden.

In bester Innenstadtlage in Neu-Ulm soll eine neue Wohnanlage mit Dienstleistungen für Senioren entstehen. Geplant ist ein achtstöckiges Gebäude neben der Glacis-Galerie. Der Ferienausschuss des Neu-Ulmer Stadtrats hat das Vorhaben jetzt einen Schritt vorangebracht. Der Bau von Studentenwohnungen wurde dagegen vertagt, weil zu viele Fragen offen waren.

Das Grundstück befindet sich nördlich der Bahnlinie Ulm – Augsburg und östlich der Glacis-Galerie

Die Seniorenwohnungen sollen auf einem Grundstück gebaut werden, das heute als Parkplatz genutzt wird. Es befindet sich nördlich der Bahnlinie Ulm Augsburg und östlich der Glacis-Galerie. In unmittelbarer Nähe bestehen das Orthopädiezentrum am Venet-Haus sowie gemeinschaftliche Privatpraxen und die Anlage „Wohnen am Kunstpark“. Der Busbahnhof ist etwa 150 Meter weit weg. Die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Am Alten Eisenbahntor“ hat der Ferienausschuss beschlossen.

Vorhabenträgerin ist die Grundbesitzgesellschaft Kling/Türk Neu-Ulm. Betrieben werden soll die Anlage von der Ulmer „Schönes Leben Gruppe“, die laut ihrer Homepage deutschlandweit 67 Seniorendomizile und -zentren betreibt und weiter auf Wachstumskurs ist. Das Unternehmen gehört zur europäischen Beteiligungsgesellschaft Waterland.

Geplant sind in Neu-Ulm 55 Wohnungen mit Dienstleistungsangeboten

In Neu-Ulm sind 55 Wohnungen geplant, wobei in der Anlage hauswirtschaftliche und pflegerische Dienste angeboten werden sollen, sowie eine Tagespflege mit Angeboten wie Wellness, Fitness, Gymnastik und Bewegungstherapie. Dazu kommen ein Restaurant mit Nebenräumen für Veranstaltungen sowie Klubräume. Im ersten Obergeschoss soll eine Wohngemeinschaft für intensiv pflegebedürftige Menschen mit insgesamt zehn Appartements entstehen. Auf dem Grundstück sollen 50 Parkplätze nachgewiesen werden, größtenteils in einer Tiefgarage. Der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Uni Apart will auf dem Areal des früheren Neu-Ulmer Bowling-Centers Studentenwohnungen bauen

Während die Stadträte zu diesem Projekt überhaupt keine Fragen hatten, war der Diskussionsbedarf bei einem weiteren großen Bauvorhaben umso größer. Wie berichtet, will das Unternehmen Uni Apart am Allgäuer Ring einen bis zu achtstöckigen Neubau mit 257 Studentenappartements, 53 weiteren Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen sowie einer Fünf-Zimmer-Wohnung und Platz für Gewerbe und Gastronomie im Erdgeschoss schaffen. Gebaut werden soll auf dem Grundstück des ehemaligen Bowling-Centers. Das Areal grenzt an die Steubenstraße, die Memminger Straße und die Ringstraße.

Rudolf Erne (SPD) sah in dem Neubau eine „Bereicherung für den Standort“, Antje Esser (PRO) eine „Aufwertung des gesamten Areals“. Reinhard Junginger (CSU) bezeichnete ihn als „schon sehr markant“. Neben der Höhe des Gebäudes und der geplanten Zufahrt gab es aus Sicht von mehreren Räten aber auch noch weiteren Klärungsbedarf. Alfred Schömig (FDP) erinnerte an die Beschlüsse des Stadtrats in der Wohnraumdebatte 2017. Damals wurde festgelegt, dass bei Wohnungsbauvorhaben einer bestimmten Größe mindestens 20 Prozent einer sozialen Bindung zu unterwerfen beziehungsweise als öffentlich geförderter Wohnraum herzustellen sind. Die Frage ist, ob das auch für Studentenwohnungen gilt. Die Entscheidung über den Bebauungsplan wurde schließlich vertagt.

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