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Atommüll-Endlager in der Region Neu-Ulm/Günzburg: Wegducken bringt nichts

Kommentar Von Sebastian Mayr
28.09.2020

Plus Natürlich wünscht sich keiner ein Atommüll-Endlager vor der Haustür. Die eigentlich wichtigen Fragen sind aber andere. Und welche Region am besten geeignet ist, steht noch lange nicht fest.

Natürlich: Keiner will ein Atommüll-Endlager vor der Haustür haben. Schon das Atomkraftwerk in Gundremmingen bereitet vielen Menschen Sorgen. Hoch radioaktiver Müll, der für eine Million Jahre in der Erde liegen wird, dürfte für viele noch einmal bedrohlicher wirken. Aber: Irgendwo muss der Abfall hin. Also soll er dahin, wo er am sichersten aufbewahrt werden kann. Und wenn die Gegend hier am besten geeignet ist, dann lässt sich das nicht wegreden.

Atommüll-Endlager: Entscheidung über Standort soll 2031 feststehen

Wo der radioaktive Müll einmal landet, soll erst in etwas mehr als zehn Jahren feststehen. Dann sollten vor allem zwei Dinge zählen: Dass das Verfahren fair und nach wissenschaftlichen Kriterien abgelaufen ist und dass der radioaktive Müll so sicher gelagert wird, dass er wirklich für eine Million Jahre weggesperrt ist – soweit es eben möglich ist, für eine Million Jahre in die Zukunft zu blicken.

Das Reflexhafte „Aber nicht bei uns“ hilft da nicht weiter. Auch wenn es vermutlich fast jedem zunächst in den Sinn kommt. Auch der Verweis darauf, dass die Region im jetzt vorgelegten Zwischenbericht Teilgebiete nicht ohne Einschränkungen als geeignet bezeichnet wird, hilft nicht: Bei jedem einzelnen der 90 Teilgebiete haben die Experten mögliche Probleme gefunden. Jetzt geht die Suche weiter – und stärker ins Detail.

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