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Ulm/Neu-Ulm

25.01.2018

Das Jahr von Pop bis Poesie

Wieder zurück: Die Kelly Family - hier Patricia und John - kommt nach Wiblingen
Bild: Hendrik Schmidt (dpa)

Langsam nimmt 2018 Fahrt auf: Die kommenden Monate bringen in Ulm und Neu-Ulm Wiedereröffnungen, Abschiede, Festivals – und Begegnungen mit bekannten Künstlern.

Das neue Jahr mag mit großer Knallerei begonnen haben. Im Kulturleben jedoch schleicht es sich langsam heran. Doch auch, wenn noch viele Lücken im Kalender klaffen: Einen ersten Eindruck von den Veranstaltungshöhepunkten der kommenden Monate in Ulm und Neu-Ulm kann man sich aber schon verschaffen – und der ist vielversprechend. Auf die Besucher warten bekannte Namen, neue Ideen und mancherorts auch große Veränderungen.

Pop und Rock

Auch in den Hallen ist einiges los – nach einem konzertmäßig dürftigen Jahr ist vor allem die Ratiopharm-Arena ganz vorne dabei: Dort treten unter anderem Peter Maffay (12. März), Marteria (16. März), Rea Garvey (1. Oktober) und die Fantastischen Vier (21. Dezember) auf. Und natürlich der größte Star, der sich 2018 an der Donau die Ehre gibt: Literaturnobelpreisträger Bob Dylan (12. April).

Noch weitgehend im Dunkeln liegt das Programm des Ulmer Zelts (23. Mai bis 7. Juli). Bestätigt ist schon ein Auftritt von Singer-Songwriter Gisbert zu Knyphausen (21. Juni). Zumindest was das Programm der ersten Jahreshälfte angeht, kann dafür das Roxy punkten: So treten in der Werkhalle der Schweizer Senkrechtstarter Faber (16. Februar) und die 90er-Jahre-Alternative-Helden Selig (12. April) auf.

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Bis zur Open-Air-Saison dauert es zwar noch, aber die Freiluft-Highlights des Jahres stehen überwiegend schon fest. Allen voran natürlich das Schwörwochenende, für das ein Auftritt schon feststeht: der von Schlagersänger Dieter Thomas Kuhn am Sonntag (22. Juli). Ebenfalls schon in trockenen Tüchern sind zwei Konzerte im Wiblinger Klosterhof: die wiedervereinte Kelly Family (16. August) und der Thüringer Rapper-Sänger Clueso (19. August). Im Wiley wird es 2018 wohl kein Freiluftspektakel geben: Bei der Stadt Neu-Ulm ist bislang keine Anfrage eingegangen.

Theater und Tanz

Für das Theater Ulm ist 2018 ein aufregendes Jahr: Im Sommer gibt Intendant Andreas von Studnitz nach zwölf Jahren die Verantwortung ab, sein Nachfolger wird Kay Metzger, derzeit noch im nordrhein-westfälischen Detmold aktiv. Ein Großteil seines Teams steht zwar schon fest, was er mit diesem auf die Bühne bringen will, ist noch geheim – eine Wagner-Oper, so deutete er an, könnte dabei sein. Bis dahin will aber noch die alte Belegschaft auftrumpfen: So stehen unter anderem noch Premieren der Richard-Strauss-Oper „Elektra“ (8. Februar), des Ballettabends „Dornröschen“ (22. Februar) und der historischen Tragödie „Die Krönung Richards III.“ (15. März) an. Den Schlusspunkt im Großen Haus setzt dann ein „Kick Ass Musical“ namens „Rock of Ages“ (7. Juni). Bei der 80er-Jahre-Hardrock-Revue gniedelt nicht nur Gitarristin Yasi Hofer aus Dornstadt mit, Intendant von Studnitz darf in der Rolle eines Klubbetreibers seine Liebe zum eigenen Geschlecht entdecken.

2018 steht auch die dritte Ausgabe des Festivals „Ulm moves!“ (7. bis 17. Juni) an, bei dem renommierte Tanzcompagnien aus ganz Europa in der Münsterstadt zu Gast sind, im Roxy, im Stadthaus, im Ulmer Zelt und im Theater Ulm. In Letzterem zeigt die Hofesh Shechter Company aus London ihr Stück „Grand Finale“ (16. Juni).

Eine ziemlich schräge und witzige Form von Bühnenkunst präsentiert das Vollplaybacktheater, das mit seiner neuesten Produktion „Die drei ??? und das Gespensterschloss“ im Roxy Station macht (9. März).

Klassik und Jazz

Klassische Musik in Ulm heißt vor allem: Philharmonische Konzerte im Congress Centrum. Das Philharmonische Orchester widmet sich bis zum Sommer unter anderem noch Richard Wagner und Jean Sibelius (27. Februar) sowie den Meistern der Wiener Klassik (17. April). Zum großen Finale lädt Generalmusikdirektor Timo Handschuh dann zu einer „Last Night of the Proms“ mit Solisten aus dem Musiktheater-Ensemble (5. Juni). Das Programm beim Schwörkonzert im Münster ist mit Komponisten wie Edward Elgar und Georg Friedrich Händel „Very British“ (21. Juli).

Alle zwei Jahre gibt es im Stadthaus Jürgen Grözingers Festival Neue Musik: 2018 steht es unter dem Motto „Stimmung“ (7. bis 14. April). Für Freunde des anspruchsvollen Jazz sind die Konzerte des Vereins für moderne Musik im Stadthaus eine bewährte Anlaufstelle: Die aktuelle Saison steht unter dem Thema „Trio“ und startet mit der Combo Fourth Landscape um den Schweizer Posaunisten Samuel Blaser (29. Januar).

Ausstellungen und Kunstprojekte

Nach mehr als einem Jahr Pause meldet sich das Edwin-Scharff-Museum zurück – mit einem Wiedereröffnungswochenende mit vielen Aktionen (24./25. Februar). Dann gibt es am Petrusplatz nicht nur ein neues, von der Lebenshilfe betriebenes Museumscafé, sondern auch zwei neue Ausstellungen: „Denn was innen, das ist außen“, eine Retrospektive des Informel-Bildhauers Emil Cimiotti, und die Mitmach-Schau „Hör mal, wer da guckt“ im Kindermuseum.

Auf der anderen Donauseite wagen zwei Ausstellungshäuser den Schulterschluss: Das Museum Ulm und die Kunsthalle Weishaupt stellen gemeinsam die Frage „Warum Kunst?“ (Arbeitstitel, 5. Mai bis 7. Oktober). Anhand von Exponaten von der Steinzeit bis in die Gegenwart soll gezeigt werden, was Kunst war, ist und bis heute bedeutet. Die Bedeutung in der Region zeigt dann die 22. TriennaleUlmer Kunst (23. Juni bis 23. September).

Neue Impulse gibt es in der Burlafinger Walther Collection, die unter dem Arbeitstitel „Traum und Wirklichkeit“ (13. Mai bis 18. November) chinesische Fotografie von 1990 bis heute zeigt. Gleich ganz neu stellt sich das Museum der Brotkultur im Ulmer Salzstadel auf: Das schließt im September für mehrere Monate, weil die Dauerausstellung erneuert wird.

Literatur und Kabarett

Nach fünf Jahren ist die Literaturwoche Donau längst im Kulturleben etabliert. Auch die sechste Auflage verspricht wieder bekannte Autoren neben unabhängigen Verlagen und interessanten Neuentdeckungen. Der Termin steht schon fest, 20. bis 29. April, das Programm ist noch in Arbeit. Bereits fix ist ein Abend mit dem schweizerisch-deutschen Schriftsteller Jonas Lüscher, der für seinen Roman „Kraft“ 2017 den Schweizer Buchpreis erhielt, in der Stadtbibliothek Ulm (22. April).

Sozusagen Literatur in Aktion können die Besucher regelmäßig im Roxy erleben: bei den Poetry Slams. Dieses Jahr treffen sich dort beim „BW Slam 18“ sogar die besten Slam-Poeten Baden-Württembergs, um in mehreren Runden ihre Landesmeister in den Kategorien „Einzel“ und „U20“ zu küren (3. bis 5. Mai). Aber auch sonst gibt es im Kulturzentrum immer wieder Literatur zu erleben, bei „normalen“ Lesungen. Schon fix gebucht ist Jan Weiler mit „Und ewig schläft das Pubertier“ (23. April).

Politisches Kabarett gibt es 2018 in der Doppelstadt unter anderem von Erwin Pelzig mit seinem Programm „Weg von hier“ (7. März) und Olaf Schubert mit „Sexy Forever“ (27. September), beides im Edwin-Scharff-Haus, oder mit Monika Gruber (1. März) im CCU. Auch die TV-bekannten Größen der Comedy beehren das Publikum mit aktuellen Programmen, vor allem in der Neu-Ulmer Arena: etwa Martin Rütter (14. April), Bülent Ceylan (15. November) und Mario Barth (22. November).

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