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Elchingen

05.04.2019

Die VR-Bank schließt ihre Filiale in Oberelchingen

Die VR-Bank in Oberelchingen wird im Laufe des Jahres geschlossen.
Bild: Alexander Kaya

Im Gegenzug wird die Niederlassung in Unterelchingen deutlich aufgewertet

Das Filialsterben bei den Banken geht weiter. Jetzt hat es die Zweigstelle der VR-Bank Langenau-Ulmer Alb in Oberelchingen erwischt. Am Dienstag verkündete der Vorstand des Geldhauses bei einer Versammlung in der Elchinger Brühlhalle vor rund 300 Genossinen und Genossen wie es weitergehen soll. Nicht nur in Oberelchingen werden Niederlassungen gestrichen.

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VR-Bank gibt sechs Filialen auf

Insgesamt gibt die VR-Bank mit Sitz in Langenau sechs ihrer Filialen auf. Genaue Termine stehen noch nicht fest. Wie Vorstandssprecher Wolfgang Hirmer im Gespräch mit unserer Redaktion sagte, werde dies im Lauf des Jahres geschehen. Von den Schließungen betroffen sind vor allem Filialen auf der baden-württembergischen Seite. Die Bank zieht sich zurück aus Asselfingen, Rammingen, Weidenstetten, Neenstetten, Bermaringen und eben Oberelchingen. Im Gegenzug wertet sie die übrigen Standorte zu sogenannten Kompetenzzentren auf.

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Dazu gehört im Landkreis Neu-Ulm die Zweigstelle Unterelchingen. Die hat sich nach den Worten von Hirmer ohnehin sehr gut entwickelt, seit auf dem ehemaligen Real-Gelände wieder ein großes Einkaufszentrum entstanden ist. Dort hat die Bank einen Geldautomaten aufgestellt, der sehr gut angenommen werde. Elchingen ist somit aus Sicht des Genossenschaftsinstituts sehr gut vernetzt, auch wenn die VR-Bank in Thalfingen zum Nachbarverbund Neu-Ulm gehört. Unterelchingen wird in nächster Zeit zum Kompetenzzentrum ausgebaut, des bedeutet: Dort können sich die Kunden, die nicht nur Bares abheben oder schnell eine Überweisung loswerden wollen, bei komplexeren Geldgeschäften beraten lassen. Solche Leistungen werden erfahrungsgemäß eher seltener nachgefragt, so Hirmer, weshalb sie in solchen Zentren konzentriert werden können. Kündigungen von Mitarbeitern werde es nicht geben, denn die Belegschaft der aufgegebenen Filialen findet Platz in den verbliebenen Niederlassungen.

VR-Bank hat noch fünf Niederlassungen

Die Gründe für die Schließung sind die gleichen, wie bei anderen Banken: die Kunden wickeln ihre Geldgeschäfte mehr und mehr über das Internet ab. Sie bleiben in den kleinen Orten zunehmend aus, wie die regelmäßigen Frequenzanalysen ergaben. Hirmer beziffert den Rückgang auf 64 Prozent gegenüber der Untersuchung vor drei Jahren. Pro Stunde seien teils nur noch „null bis neun“ Kunden gekommen. Er bedauert den Abbau: „Wir machen das nicht, weil es uns gefällt, sonder weil es notwendig ist“. Neben Unterelchingen betreibt die Bank nur noch Filialen in Langenau, Dornstadt, Lonsee und Westerstetten.

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