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Neu-Ulm

25.09.2013

Gänstorbrücke: Es geht drunter und nicht drüber

Welchen Umweg hätten Sie denn gern? Entweder rüber nach Ulm, wo es Unterführung und Ampel gibt, oder aber zum Ausgburger-Tor-Platz.
Bild: Furthmair (Archiv)

Unterführung für Radler und Füßgänger soll ab 2016 gebaut werden

Von Bernhard Junginger

Neu-Ulm Warum bei der Gänstorbrücke eine teure Unterführung bauen, wenn es doch mit einer Druckknopfampel viel billiger geht. Nach diesem Motto wollten die Stadträte Alfred Schömig (FDP) und Alfred Westermayer (SPD) ein Problem neu aufrollen, das bereits gelöst schien: Die unbefriedigende Situation für Radfahrer und Fußgänger, die auf der Neu-Ulmer Donauseite auf der Uferstraße unterwegs sind und die Gänstorbrücke queren wollen.

Anfang des Jahres schien der Durchbruch gelungen, als der Stadtrat den Bau einer 840000 Euro teuren Unterführung beschloss. Doch dann baute Ulm erst vor wenigen Wochen eine neue Ampelanlage, die es ermöglicht, die Gänstorbrücke mit dem Rad ebenerdig zu überqueren. Darüber freuen sich auch Fußgänger. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Hochbau und Umwelt empfahlen Schömig und Westermayer, diesem Beispiel zu folgen oder diese Möglichkeit zumindest zu prüfen. Denn eine Ampel koste nur den Bruchteil, etwa ein Zehntel einer Unterführung. Doch die Stadtverwaltung legte noch einmal das Fazit dar, das ein Gutachter bereits 2007 gezogen hatte: Eine Ampelanlage würde demnach den Auto- und Busverkehr auf der stark befahrenen Brückenstraße zu stark behindern. Zudem wäre eine Ampelanlage nur mit einer Mittelinsel sinnvoll. So könnten die Radler und Fußgänger die Straße nicht in einem Rutsch queren, sondern müssten auf die zweite Grünphase warten. Was viele aber erfahrungsgemäß nicht tun und einfach bei Rot fahren – ein gewaltiges Unfallrisiko. Auch die Bushaltestelle „Augsburger Tor“ werde durch eine Ampelanlage mit Mittelinsel beeinträchtigt. Die Fußgängerampel sei also nicht empfehlenswert.

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Christa Wanke (CSU) bekräftigte: „Wir stehen zu diesem sinnvollen Beschluss.“ Auch Karl-Martin Wöhner von der SPD fand: „Die Unterquerung ist dringend notwendig.“ Auf Nachfrage Wöhners sagte Stadtbaumeister Andreas Neureuther, dass mit dem Bau des Tunnels erst 2016 zu rechnen sei. Denn die rechtlichen und planerischen Vorarbeiten seien entsprechend aufwendig.

Mit 15 zur drei Stimmen beschloss der Ausschuss, am geplanten Bau der Unterführung festzuhalten.

So bleibt es dabei. Auf der Ulmer Donauseite geht es für Fußgänger und Radle unter der Gänstorbrücke drunter und drüber. Und auf Neu-Ulmer Seite ab 2016 drunter.

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