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Haushalt

01.02.2018

Senden investiert in Schulen

Das Dach an der Wirtschaftsschule in Senden muss erneuert werden. Unser Bild zeigt die Arbeiten in den vergangenen Sommerferien, die in der Zeit nicht ganz fertiggestellt werden konnten. Zudem kam dabei heraus, dass die Sanierung teurer wird. 

Hallenbad, Feuerwehr, Kindergarten: Rund acht Millionen Euro gibt die Stadt dieses Jahr aus. Zudem wird der Blick immer wieder in die finanzielle Zukunft gerichtet.

Die Stadt Senden investiert dieses Jahr in verschiedene Projekte. Insgesamt stehen dafür rund 8,4 Millionen Euro zur Verfügung. Im Stellenplan strichen die Räte eine gewünschte Gärtnerstelle. Der Hauptausschuss hat in der jüngsten Sitzung am Dienstag die Vorberatungen abgeschlossen, nun steht nächste Woche noch die Abstimmung im Stadtrat aus.

Größere Investitionen hier im Überblick

Wirtschaftsschule: Die Sanierung des Daches der Wirtschaftsschule Senden wird deutlich teurer. Manfred Allgaier ( Freie Wähler) hakte nach, weil nach den rund 510000 Euro im vergangenen Jahr nun erneut 300000 Euro vorgesehen sind. „So einer Summe hätten wir vorher nicht zugestimmt“, sagte er. Stadtbaumeisterin Manuela Huber bestätigte, dass weitere Schäden entdeckt wurden und die Mehrkosten nicht vorhersehbar gewesen seien.

Senden investiert in Schulen

Kindergarten: Die Einrichtung in Witzighausen kostet die Stadt dieses Jahr rund 500000 Euro. Zudem können schon einmal Aufträge für die gleiche Summe vergeben werden, die in den kommenden Jahren in den Haushalt kommen.

Grundschule: Für den Anbau einer Aula in Wullenstetten werden 1,25 Millionen Euro fällig. Dazu kommt die Ermächtigung für Aufträge in Höhe von weiteren 1,5 Millionen Euro.

Feuerwehren: Das neue Löschfahrzeug LF10 für die Wehr in Hittistetten und die Anschaffung der Drehleiter kosten insgesamt 950 000 Euro. Dafür gibt’s Zuschüsse von Land und Landkreis von rund 500000 Euro.

Hallenbad: 150000 Euro stehen im Haushalt als Planungskosten für die Sanierung. Das sorgte für Unmut bei Stadtrat Allgaier. Er wies darauf hin, dass 2017 bereits die gleiche Summe für Planungen ausgegeben wurde. Stadtbaumeisterin Huber erklärte, dass die Planung im vergangenen Jahr eine Studie mit groben Varianten gewesen sei, nun gehe es um Details. „Zu jeder Sache machen wir tausend Planungen, das ist unmöglich“, schimpfte Allgaier. Und forderte die Verwaltung auf: Der Stadtrat habe ein Außenbecken aus Edelstahl beschlossen. „Wir haben genug Fachleute, die werden doch wohl in der Lage sein, Angebote für dieses Becken einzuholen, damit was vorwärts geht“, sagte er. Das sei der Job einer Verwaltung. Auch Georg Schneider (SPD) war der Ansicht, dass einmal 150000 Euro für eine Planung reichen müssen. Huber beschwichtigte, die Summe sei nur ein Ansatz und werde nicht zwingend ausgegeben. Gegen die Stimmen von Freien Wählern, Heinz-Peter Ehrenberg und Arne Sandberg bleibt die Summe im Haushalt stehen.

Straßensanierungen: Geplante Sanierungen für verschiedene Straßen werden erst einmal zurückgestellt. Bürgermeister Raphael Bögge schlug vor, bis zur Sommerpause abzuwarten, wie sich das Gesetz zu den Ausbaubeiträgen entwickelt.

Ost-Tangente: Für den möglichen Bau einer Ost-Tangente sind erste Untersuchungen nötig, sagte Stadtbaumeisterin Huber. Etwa was die Strecke für umliegende Kommunen bedeuten würde. Dafür plant die Verwaltung 50000 Euro ein. Im Ausschuss entbrannte eine Diskussion darüber, ob dafür – und vor allem für Folgekosten – Geld übrig sei. Am Ende stimmten die Räte mehrheitlich für die Untersuchungen, denn: Irgendwann müsse es einfach mal losgehen damit.

Grundstück: Für einen möglichen weiteren Kindergarten sind 250000 Euro zum Kauf eines Grundstücks im Haushalt vorgesehen. Diese müssen bei Bedarf jedoch extra vom Rat genehmigt werden.

Kommende Investitionen: Claudia Schäfer-Rudolf (CSU) störten die 2,7 Millionen für das Bahnhofsprojekt. Wenn man den Steg abziehe, seien nur 400000 Euro für das Umfeld übrig. Sie regte an, den Betrag auf vier Millionen zu erhöhen, „wie es immer kommuniziert wurde“. Zudem stehen insgesamt neun Millionen Euro für einen großen Kindergarten auf dem Webereigelände in den langfristigen Investitionen.

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