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Basketball

10.02.2020

Ratiopharm Ulm ist ein bisschen eingerostet

Nach mehr als zwei Wochen Pause dürfen sie am Dienstag gegen Berlin endlich wieder ran: Gavin Schilling, Andreas Obst und Kilian Hayes (von links).
Bild: Horst Hörger

Seit mehr als zwei Wochen haben die Ulmer kein Spiel mehr bestritten. Aber nicht nur deswegen ärgert sich ihr Trainer über die Absage der Partie in Bonn

Trainer Jaka Lakovic war am Tag danach immer noch ein bisschen angefressen wegen der Absage des Bundesligaspiels zwischen den Telekom Baskets Bonn und seiner Ulmer Mannschaft. Die späte Entscheidung hatte den Tross von Ratiopharm Ulm am Sonntagmittag kalt erwischt. Die Spieler hatten gerade die abschließende Trainingseinheit absolviert und waren zurück ins Hotel gekommen. Auf dem Programm standen: Mittagessen, eine Besprechung, Ruhe und dann die Fahrt in den Telekom-Dome. Stattdessen nahm der Bus Kurs zurück in die Heimat. Die Bonner hatten in Absprache mit Polizei und Feuerwehr beschlossen, dass wegen des Sturmtiefs „Sabine“ kein Basketball gespielt wird – die Sicherheit der Besucher hatte Vorrang. Es sind in erster Linie zwei Aspekte, die Lakovic stören: Erstens gab „Sabine“ bis in den späten Nachmittag hinein auch im Raum Bonn Ruhe. Zudem gibt der Ulmer Trainer zu bedenken: „Der Wetterbericht war seit langer Zeit bekannt. Man hätte diese Entscheidung viel früher treffen können. Ich weiß nicht, in wessen Interesse es war, dieses Spiel abzusagen.“ Im Ulmer jedenfalls nicht: „Wir waren bereit.“

Gegner von Ratiopharm Ulm hat sechs Mal gespielt

Seit dem 25. Januar und somit seit mehr als zwei Wochen hat Ratiopharm Ulm nun kein Spiel mehr absolviert. Zum Vergleich: Alba Berlin musste in diesem Zeitraum insgesamt sechs Mal in der Bundesliga und der Euroleague ran. Am Dienstag (Spielbeginn 19 Uhr) trifft somit in der Ratiopharm-Arena eine zwar ausgeruhte, aber möglicherweise auch ein wenig eingerostete Ulmer Mannschaft auf ein eingespieltes und vielleicht erschöpftes Team des deutschen Vizemeisters. Dass der ungeachtet der Strapazen klarer Favorit ist, steht außer Frage. In der kontinentalen Königsklasse hat Berlin zuletzt in Mailand verloren und sich bei der 97:103-Niederlage gegen Real Madrid zumindest ordentlich verkauft.

In der Bundesliga allerdings sind die Albatrosse verwundbar. Vier Partien haben sie schon verloren, unter anderem eines gegen Göttingen und auch das Hinspiel gegen Ulm war lange Zeit eng. Anfang November des vergangenen Jahres nahm der Außenseiter einen knappen 75:74-Vorsprung mit in den letzten Spielabschnitt, war dann aber plötzlich total von der Rolle und ging mit 89:109 unter. Lakovic wünscht sich: „Es wäre schön, wenn wir vor dem letzten Viertel noch die Option hätten, dieses Spiel zu gewinnen.“

Ratiopharm Ulm ist ein bisschen eingerostet

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Der vielleicht einzige positive Aspekt der Spielabsage am Sonntag: Archie Goodwin hat ein bisschen mehr Zeit für die Integration, seinen Einstand wird der neue Amerikaner vor heimischem Publikum feiern. Mit Patrick Heckmann dagegen rechnet Lakovic gegen Berlin noch nicht. Der frühere Nationalspieler hat nach seiner Fußverletzung zwar am Montag wieder leicht trainiert, ein Comeback ist aber frühestens beim nächsten Heimspiel am Freitag gegen Braunschweig vorstellbar.

Auf das Spiel zwischen Ulm und Berlin hatte „Sabine“ übrigens keinen Einfluss mehr. Die Mannschaft des deutschen Vizemeisters konnte am Montagnachmittag wie geplant von der Hauptstadt aus nach Stuttgart fliegen.

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