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Schreck

17.07.2020

Baukran drohte umzustürzen

Aufregung herrschte am Mittwoch zur Mittagszeit in Karlskron. Das war vorgefallen

Große Aufregung herrschte am Mittwoch um die Mittagszeit im Karlskroner Ortsteil Josephenburg. Ein in einer Einfahrt zu einem Haus platzierter Kran drohte umzustürzen. Was folgte, waren zweieinhalb Stunden aufwendige und nervenaufreibende Arbeit.

Es war kurz nach 12 Uhr, als in der Polizeiinspektion Schrobenhausen die telefonische Mitteilung einging, dass in Josephenburg ein Baukran umzustürzen drohe. Über die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr wurden daraufhin die Feuerwehren aus Karlskron und Reichertshofen alarmiert. Als die Polizeistreife eintraf, war bereits ein Rettungswagen des BRK vor Ort. Wie sich herausstellte, hatte der Fahrer eines Containerdienstes aus Ingolstadt einen Container mit alten Dachziegeln von der Baustelle am Ort des Geschehens abholen wollen. Bei der Baustelle handelt es sich um ein Einfamilienhaus, an dem unter anderem die Dachziegel getauscht wurden. In der Einfahrt des Hauses stand ein faltbarer Baukran (ohne Kanzel, bedienbar mittels Fernsteuerung).

Wie die Polizei meldet, hatte das spezielle Containerfahrzeug den Container an seine Hebevorrichtung gehängt. Vermutlich wurde dann beim Anheben des Containers eine unter dem Bodenauslieger des Kranes liegende Holzbohle (zum Ausgleich der Einfahrtsschräge) verschoben oder mit angehoben. Der Kran schwankte jedenfalls plötzlich stark und blieb dann in Schieflage stehen. An der Laufkatze des Kranes befand sich ein Doppelhaken, an dem Dachlatten und ähnliches hangen. Diese Laufkatze fuhr in ihrer Schiene in die Kipprichtung bis zum Anschlag. Zum Glück traf der Haken keinen der Monteure, die sich in diesem Moment auf dem Dach befanden. Der Fahrer des Containerfahrzeuges erschrak sich so sehr, als er das Schwanken des Kranes sah, dass er zu seiner Sicherheit durch Mitarbeiter des Rettungsdienstes kurzzeitig medizinisch betreut werden musste.

Baukran drohte umzustürzen

Der Kran zeigte mit seinem Ausleger in südwestliche Richtung und drohte in diese Richtung umzustürzen. Aus diesem Grund wurden die Anwohner zweier Häuser, die sich in der möglichen Fallrichtung befanden, vorsorglich evakuiert.

Die Einsatzkräfte sicherten den Kran vor dem Umfallen, in dem sie die beiden Einsatzfahrzeuge miteinander verbanden und von den Fahrzeugen aus ein Sicherungsseil aus Stahl an den Kran befestigten. Die Mitarbeiter der Kranfirma stabilisierten den Kran und klappten diesen langsam zusammen. Gegen 14.30 Uhr konnten die Bewohner wieder in ihre Häuser zurück.

Damit der Baukran wieder in seiner vorgeschriebenen Position steht, orderte die Kranfirma ein weiteres Spezialfahrzeug.

Mit Hilfe dieses Autokranes wurde der Baukran neu eingerichtet. Verletzt wurde bei dem Ereignis niemand. Alle Anwesenden kamen mit dem Schrecken davon. Auch ein nennenswerter Sachschaden entstand nicht. (nr)

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