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Neuburg an der Donau

14.10.2018

Der Landtag wartet auf Landrat Roland Weigert 

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2 Bilder
Angespannte Blicke auf die aktuellen Ergebnisse der Landtagswahl im Stimmkreis Neuburg-Schrobenhausen: (von links) Ex-Kreischef Klaus Brems, Roland Weigert und der FW-Kreisvorsitzende in Eichstätt, Anton Haunsberger.
Bild: Manfred Rinke

Auch wenn Roland Weigert das Direktmandat nicht gewann, kann er über die Liste der Freien Wähler den Sprung noch schaffen. Wie es dann weiter gehen würde.

Es bleibt spannend. Ob Roland Weigert seinen Posten als Landrat mit dem als Landtagsabgeordneter für die Freien Wähler tauscht, wird sich endgültig erst im Laufe des Montags entscheiden. Sicher war am Sonntag bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe nur, dass Matthias Enghuber das Direktmandat für die CSU gewonnen hat und damit seinen künftigen Arbeitsplatz im Maximilianeum haben wird.

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Als „überraschend stark“ bezeichnete Weigert das Ergebnis für seinen Mitbewerber aus Neuburg. Zum Ergebnis gratulierte er Enghuber. „Der darf jetzt erst einmal feiern, ich warte noch“, meinte Weigert. Allerdings rechne er schon damit, dass er mit dem jungen CSU-Mann gemeinsam künftig in München die Interessen des Landkreises vertreten kann. Dass er um die 30 Prozent Erststimmen auf sich vereinen würde, damit habe er nicht so ohne Weiteres gerechnet.

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Roland Weigert bewegte sich im Stimmkreis auf Augenhöhe mit der CSU

Für Florian Herold, den stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisvereinigung der Freien Wähler, zeigte sich mit dem Abschneiden Weigerts, dass die Freien Wähler nicht mehr nur auf kommunaler Ebene akzeptiert seien, sondern nun auch eine Stufe höher. Weigert konnte sein Ergebnis von den Kommunalwahlen praktisch auf die Landtagswahlen übertragen. „Er bewegte sich auf Augenhöhe mit der CSU“, sagte Herold. „Mit dem Ergebnis für Roland Weigert können wir zeigen, dass wir auch landespolitisch können“, fügte Peter von der Grün, Chef der FW-Kreisvereinigung, an. Mit dem Ergebnis sei Neuburg-Schrobenhausen ein erster Garant dafür, dass die Freien Wähler auch landesweit ernster genommen werden.

Die Freien Wähler im Stimmkreis sind überzeugt, dass Roland Weigert den Sprung über die Liste schafft

Im Bootshaus beim Ruderclub waren die anwesenden Freien Wähler, darunter einige Bürgermeister und auch Bezirkstags-Direktkandidat Ludwig Bayer, überzeugt, dass Weigert den Einzug in den Landtag über die Liste schaffen wird. Auf der Oberbayernliste nimmt er Platz sechs ein. Für das Abschneiden der Freien Wähler bayernweit könne Markus Söder, so Roland Weigert, im Mausoleum durchaus eine Kerze für Franz-Josef Strauß anzünden, weil eine bürgerliche Koalition in Bayern mit den Freien Wählern eine realistische Option sei. Ob sie auch zum Tragen kommen werde, müssten die Koalitionsgespräche zeigen. Die CSU jedenfalls sei mit zwei blauen Augen davongekommen. Mit den Freien Wählern an der Seite könne Markus Söder für die stabilen Verhältnisse im Freistaat Bayern sorgen, für die er auch gekämpft habe.

Das Ergebnis für den Stimmkreis Neuburg-Schrobenhausen

Geht Weigert nach München, dann ist das der weitere Fahrplan in Neuburg-Schrobenhausen

Schafft Roland Weigert tatsächlich den Sprung über die Liste nach München, sieht der weitere Fahrplan so aus: Bis zur konstituierenden Sitzung des neuen Landtags Anfang November bleibt Roland Weigert amtierender Landrat. Freilich wird der Wahlkämpfer diese Woche erst einmal in Urlaub gehen, Stellvertreter Alois Rauscher (CSU) also die Amtsgeschäfte übernehmen. Am Mittwoch, 17. Oktober, legt die Regierung von Oberbayern den genauen Termin für die Landratswahl im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen fest. Vermutlich wird das Ende Januar oder Anfang Februar 2019 sein. Bis dahin wird der 70-Jährige den Landratsposten kommissarisch bekleiden. Weil die 3. Landrätin Sabine Schneider (SPD) keine amtlichen, sondern nur repräsentative Befugnisse hat, übernimmt die Vertreterin in der Behörde, Regierungsrätin Corinna Heinrich als Stellvertreterin für den kommissarsischen Landrat diesen Part.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Manfred Rinke

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