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05.06.2009

Homöopathische Therapie als Zusatzbehandlung in der neonatologischen Intensivstation

Im Klinikum Ingolstadt werden rund 1.800 Geburten pro Jahr registriert, in den Kliniken Neuburg sind es etwa 650. Das sind ca. 2500 Neugeborene, von denen die kranken Kinder von der Kinderklinik Neuburg betreut werden. Wie viele davon werden zu früh oder krank geboren? Dr. Ivo Henrichs, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Neuburg: "Etwa 10 - 11 % der Neugeborenen haben ein gesundheitliches Problem". Frühgeborene kommen zwischen 4 bis 16 Wochen zu früh auf die Welt, so Dr. Henrichs, und werden dann mittels spezieller Medizin und besonderer Pflege zusammen mit vielen technischen Hilfen um die Klippen ihres jungen Lebens geleitet. Treten für die zu-frühgeborenen Kindern dann noch Krankheiten wie Hirnblutung und bakterielle Infektion hinzu, kann es für die Eltern ein dringendes Bedürfnis sein, alles angewandt zu wissen, von dem sie selbst erwarten, dass es ihrem Kind helfen kann, so auch die Homöopathie.

Die Kinderklinik "St. Elisabeth" Neuburg erfüllt alle Voraussetzungen, um mit der Frauenklinik Ingolstadt als Perinatalzentrum für die Maximalversorgung von zu früh Geborenen und kranken Neugeborenen zuständig zu sein. Falls eine Verlegung der erkrankten Mutter mit ihrem Kind nach Ingolstadt nicht mehr gelingt, muss durch den Neugeborenen-Notarztdienstes (NNAD) der Neuburger Kinderklinik Tag und Nacht das erkrankte Kind aus kleineren geburtshilflichen Abteilungen (wie Eichstätt, Schrobenhausen, Kösching, Pfaffenhofen) der Region abgeholt werden zur weiteren Versorgung in Neuburg. Insgesamt versorgt die Kinderklinik alljährlich im stationären Bereich über 3.600 Kinder und Jugendliche - einfühlsam, kompetent und wohnortnah.

Die Kinderklinik Neuburg geht in Zusammenarbeit mit der Audi BKK auch neue Wege bei der Behandlung kranker Frühgeborener und Neugeborener. Seit kurzem können diese unreifen Patienten auf die Unterstützung einer zusätzlichen homöopathischen Behandlung rechnen "auf Wunsch der Eltern, die dadurch in ihrem Gefühl gestärkt werden, alles zur Heilung ihres Kindes getan zu haben", wie der Chefarzt der Kinderklinik erklärt. Auf den beiden neonatologischen Intensivstationen in Neuburg (14 Plätze) und am Klinikum Ingolstadt (6 Plätze) können die kleinen Patienten von Dr. Heinz Gärber, einem in Ingolstadt niedergelassenen homöopathischen Arzt, bei geeigneter Indikation zusätzlich behandelt werden.

Die Indikation wird von den behandelnden Ärzten der Intensivstationen in Absprache mit den Eltern gestellt, zeitlich geplant und vom homöopathischen Arzt durchgeführt. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Behandlungsform keine zusätzliche Belastung für den kleinen Organismus bedeutet; vielleicht wird sie deshalb auch von vielen Eltern gewünscht.

Homöopathische Therapie als Zusatzbehandlung in der neonatologischen Intensivstation

"Gerade für besorgte Eltern haben wir die Möglichkeit geschaffen, die begleitende homöopathische Behandlung zusätzlich zur notwendigen Intensivmedizin einzusetzen. Ich selbst bin kein Anhänger dieser Behandlung", ergänzt Dr. Henrichs, der als Mediziner mit langjähriger Erfahrung genau weiß, dass "die homöopathische Methode keine Alternative zur herkömmlichen Behandlung ist, sondern diese nur unterstützen soll.". Ebenso gilt auch, dass Homöopathie nicht bei jeder Erkrankung Frühgeborener eingesetzt werden kann, sondern bei eher harmlosen Beschwerden wie Unruhezuständen oder Neugeborenengelbsucht oder auch bei der schweren Erkrankung einer Hirnblutung.

Mit ihrem Angebot, kranke Frühgeborene zusätzlich auch homöopathisch zu behandeln, leistet die Kinderklinik Neuburg einen wichtigen Beitrag, auf besondere Wünsche der besorgten Eltern vor Ort einzugehen.

Text: (mb)

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