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Verkehr

23.11.2017

Nächster Stopp: „Ingolstadt Audi“

Ortstermin beim künftigen Bahnhalt am Audi-Werk: Sven-Christian Schuster von der Baubehörde im Bayerischen Innenministerium, Stadtbaurätin Renate Presslein-Lehle, OB Christian Lösel, Audi-Werksleiter Albert Mayer, Gabor Vörös, Audi-Projektleiter und Klaus Mittermaier, Geschäftsführer Audi-Betriebsrat.
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Ortstermin beim künftigen Bahnhalt am Audi-Werk: Sven-Christian Schuster von der Baubehörde im Bayerischen Innenministerium, Stadtbaurätin Renate Presslein-Lehle, OB Christian Lösel, Audi-Werksleiter Albert Mayer, Gabor Vörös, Audi-Projektleiter und Klaus Mittermaier, Geschäftsführer Audi-Betriebsrat.
Bild: kuepp

Für den neuen Bahnhalt liegt die Baugenehmigung vor. Ende Dezember 2019 soll alles fertig sein. Allerdings kostet das Projekt mehr als die bisher veranschlagten 13 Millionen Euro.

Wer wollte, konnte sich gestern eine 3-D-Brille aufsetzen und sich ein Bild davon machen, wie ein „Sechser im Lotto“ so ausschaut. Denn genau das ist mit den Worten von Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel ( CSU) der neue Bahnhalt „Ingolstadt Audi“: ein Hauptgewinn. Und mit Hilfe der Spezialbrille von Audi blickte man während der Präsentation dann so ein bisschen in eine für Ingolstadt und die Region wohl überaus vorteilhafte Zukunft.

Zu sehen ist ein Mittelbahnsteig mit zwei Kanten von je 170 Metern Länge. Wir befinden uns an der Strecke München – Treuchtlingen zwischen dem Bahnhof Ingolstadt Nord und dem Bahnhof Gaimersheim am Audi-Werk Höhe Technische Entwicklung (T9). Zwei Verkehrsdrehscheiben bieten die Infrastruktur, die jeder Bahnhalt braucht: einen ÖPNV-Busbahnhof, Park- und Taxi-Plätze, Fahrradständer und die Haltestelle für den internen Shuttle-Bus von Audi. Etwas weiter hinten ragt der Audi-Steg, der die Verbindung zum Werk schafft und nur für Audianer zugänglich ist. Und dann kommt der Regionalzug. Gerammelt voll mit Menschen aus Ingolstadt und der Region, die zur Arbeit fahren und ihr Auto daheim gelassen haben. Weil sie es jetzt nicht mehr brauchen, um zügig zur Schicht und danach wieder heim zu kommen.

Die Audianer sollen vor allem vom neuen Bahnhalt profitieren. Benutzen kann ihn jeder. Und – auch jenseits dessen – haben Stadt und Region natürlich viel davon. Denn je mehr auf die Bahn umsteigen und ihren Wagen daheim lassen, desto mehr werden die Straßen der wachsenden Großstadt entlastet. Stand jetzt wird mit 3000 Ein- und Aussteigern pro Tag gerechnet.

Ganz soweit ist es noch nicht. Im Frühling 2018 ist der Spatenstich und Ende 2019 soll dann alles fertig sein. Gerade rechtzeitig zur Landesgartenschau 2020. Das ist wichtig, denn das Gelände dafür liegt zwischen GVZ und Westpark. Besucher können bei „Ingolstadt Audi“ quasi vor den Toren der Schau aussteigen.

Projektpartner für den Bau sind, wie ausführlich berichtet, die DB Station & Service AG, das bayerische Verkehrsministerium, die Stadt Ingolstadt und Audi. Die Gesamtkosten waren zunächst auf 13 Millionen Euro veranschlagt. Diese teilen sich alle miteinander. Genauso wie den nun prognostizierten Mehraufwand:

Denn Verantwortlichen rechnen derzeit damit, dass das Ganze über zehn Prozent teurer wird. Der Grund: Nicht etwa Fehlplanungen, wie Stadtbaurätin Renate Presslein-Lehle betonte, sondern schlicht die Hochkonjunktur und der Bauboom. Die Unternehmen hätten sehr volle Auftragsbücher, was die Preise nicht gerade fallen lasse. Die europaweite Ausschreibung läuft. Auf Ingolstadt kommen etwa 600000 Euro mehr zu. Diese sollen heute im städtischen Finanzausschuss freigegeben werden.

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