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11.04.2015

„Wir wollen und müssen hoch“

Spitzenspiel vor der Brust: Alexander Egen spielt mit Tabellenführer VfR Neuburg beim Zweiten TSV Pöttmes. Sein eigener Einsatz steht dabei noch auf der Kippe.
Bild: Xaver Habermeier

Alexander Egen vom VfR Neuburg ist vom Aufstieg in die Bezirksliga überzeugt. Im NR-Interview spricht er über seine Zeit beim TSV Rain, die Rückkehr zu seinem Heimatverein und Landesligafußball in Neuburg

Alexander Egen ist seit der Rückrunde zurück bei seinem Heimatverein VfR Neuburg. Knapp sieben Jahre spielte er zuvor für den TSV Rain in der Regional- und Bayernliga. Ab kommender Saison wird der 26-Jährige zudem Co-Trainer beim VfR. Am Sonntag (15 Uhr) steht das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten TSV Pöttmes an. Beide Teams schwächelten zuletzt. Ob Alexander Egen (Erkältung) selbst dabei sein kann, ist fraglich.

Alexander Egen, der VfR Neuburg hat zuletzt zweimal verloren, der Zweite TSV Pöttmes gewinnt auch nicht mehr. Will denn keiner aufsteigen?

(schmunzelt) Es hat fast ein bisschen den Anschein. Ich kann nur für den VfR sprechen und wir wollen unter allen Umständen aufsteigen. Mit der Ausganglage, die sich die Mannschaft bis zum Winter erarbeitet hat, gibt es gar kein anderes Ziel. Wir wollen und müssen da hoch.

Wo lagen die vergangenen zwei Partien gegen Langenmosen (1:2) und in Berg im Gau (1:3) dann die Probleme?

Es ist immer leichter gesagt, als getan. Ich habe schon im Vorfeld versucht, die Mannschaft zu warnen. Es ist ein Unterschied, ob man in der Hinrunde gegen Teams spielt oder jetzt. In der Winterpause hat sich der VfR noch mal verstärkt und gesagt, er will aufsteigen. Jetzt wollen die anderen Teams alle den VfR schlagen und spielen ganz anders gegen den Tabellenführer. Wir haben es in den vergangenen beiden Spielen nicht verstanden, voll dagegenzuhalten und haben deswegen zurecht verloren.

Kommen wir zu Ihnen persönlich. Wie fällt Ihr Fazit nach zuletzt sieben Jahren in Rain, in denen Sie Regional- und Bayernliga spielten, aus?

Ich möchte die Jahre in Rain nicht missen. Es war eine geile Zeit, ich habe dort viele Freunde gefunden und verfolge weiterhin aufmerksam, was in Rain passiert und ob das Team doch noch oben rankommt. Irgendwann ist aber die Zeit gekommen, in der es eine Veränderung geben muss. Der Schritt zurück zum Heimatverein wäre wohl irgendwann sowieso angestanden. Dass es schon im Winter passiert ist, war so nicht geplant.

Was waren die ausschlaggebenden Gründe für die sofortige Rückkehr?

Ursprünglich war angedacht, dass ich zur kommenden Saison als Co-Trainer beim VfR Neuburg anfange. Ich war lange verletzt. Zunächst hatte ich langwierige Probleme mit der Patellasehne im linken Knie. In der Sommervorbereitung im Juli habe ich mir im rechten Knie das Innenband gerissen. Vor der Winterpause habe ich noch drei Spiele in der zweiten Mannschaft gemacht. Mit Jürgen Steib kam dann ein neuer Trainer, mein Wechsel zur neuen Saison stand schon fest. Steib hat gesagt, dass er schon an die nächste Saison denken will und mich nicht langsam wieder einbauen kann. Ich habe das verstanden und den sofortigen Wechsel als Spieler vorgezogen.

Ab Sommer sind Sie dann zudem Co-Trainer beim VfR. War der Schritt ins Trainerdasein schon länger geplant?

Ja. Es war immer mein Ziel, Spielertrainer zu werden. Ich will jetzt auch den Trainerschein machen. Die Eignungsprüfung habe ich bereits und muss mich nur noch anmelden. Ich hatte auch schon früher Angebote und habe lange überlegt, dann aber doch entschieden, zunächst nur Spieler sein zu wollen. Das Engagement beim VfR, im besten Fall in der Bezirksliga, ist ein super Einstand.

Sie haben jahrelang Regionalliga gespielt, jetzt Kreisliga. Ist das ein kleiner „Kulturschock“?

Natürlich ist es eine andere Spielweise. Aber man muss auch in der Kreisliga immer 100 Prozent bringen, um bestehen zu können. Gerade wenn man aus einer höheren Liga kommt, ist jeder Gegenspieler gegen dich besonders motiviert. Mein Anspruch ist, den Ehrgeiz zu haben, mein Niveau zu halten und der Mannschaft zu helfen. Ich fühle mich jedenfalls topfit.

Morgen steht das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten TSV Pöttmes an. Die haben nur zwei ihrer jüngsten zehn Spiele gewonnen. Ist Pöttmes trotzdem nicht nur von der Tabelle her der härteste Konkurrent?

Gute Frage. So genau weiß ich das Leistungsvermögen der anderen Teams gar nicht einzuschätzen. Fakt ist, dass Pöttmes nur fünf Punkte Rückstand hat. Die sollten es mindestens am Montag auch noch sein. Ich glaube, dass zudem Adelzhausen und Rehling, auch Berg im Gau, stark sind.

Aber Sie sind vom Aufstieg überzeugt...

Wenn wir unser Potenzial voll abrufen, kann uns in der Liga keiner schlagen. Wir haben richtig gute Fußballer in der Mannschaft. Wenn wir das als kollektiv auf den Platz bringen und auch kämpferisch dagegenhalten, steigen wir auch auf. So selbstbewusst können wir sein.

Das längerfristige Ziel des VfR Neuburg geht doch sicherlich noch über die Bezirksliga hinaus...

Man sollte immer vorsichtig sein mit Äußerungen in diese Richtung. Für eine Stadt wie Neuburg kann es jedenfalls nicht befriedigend sein, wenn der höchste Verein in der Kreisliga spielt. Selbst die Bezirksliga ist da zu wenig. Der Vorstand des VfR hat in den vergangenen Jahren begonnen, etwas aufzubauen. Jetzt müssen wir als Mannschaft nachziehen. Ein erster Schritt wäre der Aufstieg in die Bezirksliga. Wenn man sich dort etabliert hat, ist mit neuen Spielern aus der JFG, aus der immer wieder gute Talente nachkommen, und dem ein oder anderen externen Neuzugang mehr möglich und Landesligafußball in Neuburg denkbar. Im Hinterkopf sollte man dieses Ziel verfolgen.

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