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Harburg

03.07.2018

130 Musikanten bilden eine Einheit

Eine große Kulisse in Sonne und Schatten bildete die „Große Harburger Serenade“ im Märker-Park mit den drei Blaskapellen aus Fünfstetten, Harburg und Deiningen. Auf unseren Bild steht gerade Werner Greiner am Dirigentenpult.
Bild: Walter Ernst

Die Ensembles aus Harburg, Fünfstetten und Deiningen spielten miteinander bei der „Großen Harburger Serenade“ auf. Wie ein solches Mammutereignis klingt.

Drei Musikkapellen, drei Dirigenten: Aus diesen drei Einheiten ein harmonisch Ganzes zu bilden war die große Herausforderung für über 130 Musikanten anlässlich der „Großen Harburger Serenade“. Seit 2012 spielen die Kapellen im Wechsel in den Orten der Beteiligten, jeweils mit eigenen Arrangements und unter Leitung ihres jeweiligen Dirigenten.

Die stetig wachsende Zahl der Konzertbesucher veranlasste die Stadtkapelle Harburg nach den Worten von Vorstand Wolfgang Stolz zum Ortswechsel vom Marktplatz in den von der Firma Märker großzügig überlassenen Familienpark. Die örtlichen Gegebenheiten ließen es auch zu, dort mit einem neuen Konzept zu beeindrucken. Und die Kapellen aus Deiningen, Harburg und Fünfstetten meisterten das erste Gemeinschaftskonzert unter den wechselten Dirigaten von Werner Greiner, Franz Fischer und Roland Weiß großartig. Die abwechslungsreiche Programmgestaltung moderierte Stadträtin Elisabeth Trüdinger sehr informativ mit Hintergrundwissen zu den einzelnen Vorträgen.

Mit dem Deutschmeister Regimentsmarsch von Wilhelm August Jurek weckten die Musiker gleich zum Auftakt die Begeisterung der Gäste und animierten zum begleitenden Klatschen. Nach dem von Franz Fischer zünftig und mitreißend dirigierten Militärmarsch übernahm Werner Greiner den Stab für die weich und einfühlsam dargebotene Polka „Böhmisches Herzklopfen“ im Arrangement von Rudi Fischer. Der Titelmelodie des Films „Game of Thrones“ von Frank Bernaerts nahm sich Dirigent Roland Weiß an und führte das Blasorchester zu rhythmisch spannenden und dramatischen Klängen. In gleichbleibendem Wechsel wurde der Dirigentenstab weitergegeben und unter Beweis gestellt, welche Vielfalt das Repertoire der drei Blaskapellen umfasst.

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Aus dem Medley „Udo Jürgens“ (Arrangement Manfred Schneider) sorgten seine größten Hits für bekannte und mitreißende Melodienfolgen. ASM-Vizepräsident und Bezirksvorsitzender Theo Keller kam in Begleitung der Miss-ASM Daniela Seitz der Aufforderung der Moderation nach und informierte inhaltlich über die Polka, wozu das Orchester mit „Böhmische Liebe“ von Mathias Rauch die melodische Ergänzung lieferte. Ebenfallls für ein Gemeinschaftsorchester hatte Kurt Gäble den Konzertmarsch „Salemonia“ komponiert, aber auch „Volkslieder unserer Heimat“, bei dem die Konzertbesucher bekannte Melodien aus dem Potpourri mitsingen konnten. Solistische „Backgroundmusik am Brunnen vor dem Tore“ durch das Trompetenregister sorgte für besonderes Konzertfeeling.

Kontrastreicher hätte das Programm nicht fortgesetzt werden können. Wie früher der „Tiger“ Tom Jones seine Konzertbesucher begeisterte, so fetzig präsentierten die Musiker dessen Welthits im Arrangement von Frank Bernaerts. Einfach heiße Rhythmen, nicht nur für die Besucher, die im weiten Rund des Parks keinen schattigen Platz fanden. In ruhigen Dreivierteltakt wechselte der Walzer „Träumerei in der Komposition von Mark Sven Heidt, ehe Gerlinde Geiß von der Geschäftsleitung der Märker-Gruppe mit der Moderation der schwungvollen Polka „Ein Egerländer Traum“ von Alexander Pfluger die Grüße von Ellen Märker überbrachte. Geht doch der Konzerterlös an das „Ellen-Märker-Haus“ der Diakonie Harburg und den Bürgerfond der Stadt Harburg. Dazu passend lieferte die bezaubernde Melodie „Your Raise me up“ von Heinz Briegel die musikalische Botschaft an besondere Lebenssituationen.

Mit dem Popsong „The Rose“ nach dem Arrangement von Conny Rall vermittelte das Orchester im gefühlvollen Vortrag melodische Gänsehaut und gab den zahlreichen Konzertbesuchern die bekannte Melodie des Militärmarsches „Alte Kameraden“ von Carl Teike als „Ohrwurm“ mit auf den Heimweg. Es stand außer Zweifel, dass das große Finale dieser beeindruckenden Serenade nach einer Zugabe verlangte. Das Werk von Walter Tuschla ermöglichte den Musikantinnen und Musikanten mit ihren Dirigenten melodisch „Ade, Servus und Tschüss“ zu sagen.

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