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Nördlingen

22.10.2020

Bauarbeiten an der B25: Was Autofahrer jetzt erwartet

Zwischen Nördlingen und Möttingen soll in fünf bis sechs Wochen der B25-Verkehr an einer Stelle auf einen ausgebauten Wirtschaftsweg umgeleitet werden. Die Bauarbeiten dazu sind aktuell in vollem Gange.
Bild: David Holzapfel

Plus Vorerst sollen sich die Verkehrsbehinderungen durch die Bauarbeiten in Grenzen halten. Was sich Anfang November ändert und wann der Bau der „Brezel“-Anschlussstelle beginnt.

Walzen verdichten den Boden, ein Lastwagen karrt Erde heran. Inmitten der Baustelle steht Thomas Sattler vom Staatlichen Bauamt Augsburg und beobachtet das Geschehen um sich herum. Am Horizont ragt der Daniel empor, links brausen Lastwagen auf der B25 in Richtung Möttingen. Schon jetzt ist vom Teilstück des Wirtschaftswegs, dort, wo die Bundesstraße den Steppachgraben kreuzt, kaummehr etwas zu sehen. Im Zuge der Arbeiten wird der Weg auf insgesamt rund 7,5 Meter Breite erweitert und um zwei Meter erhöht, sagt Sattler. Danach beginne die Asphaltierung. „Die Straße soll ja auch ein Jahr lang halten.“ In einigen Wochen soll die sogenannte Behelfsumfahrung fertig sein. Bis dahin ist noch einiges zu tun.

Vor knapp zwei Wochen ist der Spatenstich an dem ersten Bauabschnitt des sogenannten „2+1-Ausbaus“ der Bundesstraße 25 erfolgt. Die Maßnahme soll die Verkehrssicherheit und die Reisegeschwindigkeit auf der Strecke erhöhen. In diesem Zuge wird aus dem B25-Anschluss in Richtung der Augsburger Straße in Nördlingen und dem Anschluss Richtung Reimlingen namens Heuweg eine gemeinsame, sogenannte „Brezel-Lösung“ (wir berichteten) gebaut.

Der erste Schritt ist der Abriss der Brücke über den Steppachgraben

Der erste Schritt der Bauarbeiten ist, die Brücke über den Steppachgraben abzureißen. Dabei handelt es sich um einen Bach, der rund 750 Meter vor dem Heuweg und einen guten Kilometer vor der Ausfahrt in Richtung Nördlingen die Bundesstraße kreuzt. Die B25 bleibt allerdings ohne größere Einschränkungen befahrbar, dank des Behelfsweges, der derzeit beim Steppachgraben parallel zur bisherigen Straße auf einer Länge von etwa 300 Metern gebaut wird. „Über diesen Weg leiten wir den Verkehr ungefähr ab dem 10. November um“, sagt Stefan Greineder, verantwortlich für die Straßen im Landkreis beim Staatlichen Bauamt Augsburg. Abgesehen von einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 50 wird es dort keine Einschränkungen für Autofahrer geben, prognostiziert Greineder.

Über den Winter sind dann archäologische Arbeiten geplant, bevor die neue Brücke ab März kommenden Jahres über den Bach gebaut wird. Der Verkehr soll weiter über den Behelfsweg fließen. Erst ungefähr im Herbst 2021 ist die Brücke dann für den Verkehr freigegeben, sodass der Behelfsweg zurückgebaut werden kann.

Einschränkung für Autofahrer soll so gering wie möglich sein

Auch während des eigentlichen Großprojekts des Ausbaus, der „Brezel-Lösung“, sollen die Einschränkungen für Autofahrer so gering wie möglich bleiben. Ab Mai 2021 werden sukzessive die Anschlüsse nach Reimlingen und Nördlingen gesperrt. Die Bundesstraße selbst wird davon zunächst nicht betroffen sein, weil die Bauarbeiten erst nur in ihrem Umfeld stattfinden, wie Markus Brenner, Bauleiter beim Staatlichen Bauamt, erklärt. Wenn die Baustelle dann auch die Bundesstraße selbst betrifft, soll nach wie vor mindestens eine Spur befahrbar sein. Dadurch sollen Autofahrer so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, wie Brenner sagt. Eine Vollsperrung wird es nur kurz vor der Fertigstellung im Jahr 2022 geben. Sie soll aber nur ein bis zwei Wochen andauern.

Bis es in zwei Jahren so weit ist, gehen die Arbeiten am Steppachgraben weiter. Aktuell führt dort eine Röhre unter der Bundesstraße hindurch. An dieser Stelle entsteht später der Brückenaufbau. Bislang führte der umfunktionierte Wirtschaftsweg durch die Röhre, er fungierte in der Vergangenheit als Fahrradweg. Radfahrer werden auf der Südseite der B25 durch Reimlingen umgeleitet.

Die Eckdaten des B25-Ausbaus:

  • Verkehr Die Bundesstraße ist geprägt vom Berufsverkehr, dem Wirtschaftsverkehr und insbesondere dem Schwerlastverkehr, bei dem der bayerische Landesdurchschnitt erheblich übertroffen wird.
  • Überholspur Die Überholspur wird gut 1,6 Kilometer messen und sich in Fahrtrichtung Donauwörth befinden.
  • Zielsetzung Die B 25 dient als Verbindung zwischen den Städten Feuchtwangen, Dinkelsbühl, Nördlingen und Donauwörth. Sie stellt für den Landkreis die Anbindung an die Autobahnen A 6, A 7, A 8 her.
  • Länge Der erst Bauabschnitt wird knapp 1,9 Kilometer lang sein – von der Anschlussstelle Nördlingen-Süd bis zur Kreuzung, die nach Grosselfingen führt.
  • Breite Die bisher zweispurige Straße mit einer Breite von acht Metern wird auf auf drei Spuren mit zwölf Metern und Banketten von 1,5 Metern ausgeweitet.
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