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Nördlingen

16.03.2020

Welche Stadträte ab jetzt über die Zukunft Nördlingens entscheiden

In diesem Saal tagt der neue Nördlinger Stadtrat in den kommenden sechs Jahren.
Bild: Szilvia Izsó

Plus 30 Mitglieder zählt der neue Nördlinger Stadtrat. Die meisten Stimmen bekommt eine Frau. Eine Bildergalerie im Artikel zeigt alle Stadträte.

Die CSU bleibt die stärkste Fraktion im Nördlinger Stadtrat. Acht Sitze konnten die Christsozialen bei der Kommunalwahl am Sonntag gewinnen, das ist einer mehr als bislang. Allerdings wird das neue Gremium auch größer sein als das alte, die Zahl der Stadträte insgesamt steigt von 24 auf 30. Als einzige Fraktion konnte die PWG gleich zwei Mandate zulegen. Sie teilt sich nun den zweiten Platz hinter der CSU mit der Stadtteilliste, die ebenfalls auf sechs Sitze kommt. Grüne, SPD und Frauenliste gewannen jeweils ein Mandat dazu. Die FDP erreichte insgesamt nur 2887 Stimmen und wird im neuen Nördlinger Rat nicht vertreten sein. Die meisten Wähler konnte die Oberbürgermeisterkandidatin der Sozialdemokraten für sich begeistern: Rita Ortler erzielte ein Traumergebnis von 9149 Stimmen, gefolgt von Steffen Höhn, CSU-OB-Kandidat, mit 8694 Stimmen.

CSU ist sich zufrieden mit dem Ergebnis in Nördlingen

Jörg Schwarzer, Fraktionsvorsitzender der CSU, sagte gegenüber unserer Zeitung, er sei mit dem Resultat der Wahl zufrieden. Allerdings hätte er sich auch über einen oder zwei Sitze zusätzlich gefreut. Dass Thomas Knie wieder im Gremium ist, überrascht Schwarzer nicht – Knie war auf dem letzten Platz der CSU-Liste angetreten und schloss mit dem viertbesten Ergebnis ab. Schwarzer: „Er hat sich den Platz auf der Liste ausgesucht. Für mich war völlig klar, dass er reinkommt.“ Mit Maximiliane Böckh zieht nur eine CSU-Frau in den Stadtrat ein. „Wir haben Damen mit guten Chancen vorne platziert“, sagt Schwarzer, „aber der Wähler hat so entschieden.“

Dr. Cathrin Schnell, Frauenliste, 1198
31 Bilder
Bildergalerie: Alle Mitglieder des Nördlinger Stadtrates
Bild: Fotohaus Hirsch/Szilvia Izsò/CSU

Stadtteilliste verfehlt zusätzlichen Sitz

Bislang war die Stadtteilliste die zweite Kraft im Nördlinger Rat. Doch künftig muss sie sich diese Rolle mit der PWG teilen – die Stadtteilliste konnte keinen Sitz zulegen. Fraktionsvorsitzender Thomas Mittring sagt: „Ich hatte schon mit sieben Sitzen geliebäugelt.“ Doch es sei von vornherein klar gewesen, dass es für alle Gruppierungen, die keinen OB-Kandidaten stellen, schwer werden würde – der Stadtrat habe im Wahlkampf einfach eine untergeordnete Rolle gespielt. Zudem hätten auch die anderen Fraktionen Kandidaten aus den Stadtteilen nominiert.

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PWG hat sich verjüngt

PWG-Fraktionsvorsitzender Helmut Beyschlag ist mit dem Ergebnis der Parteifreien „hoch zufrieden“. Nicht nur, dass man jetzt sechs Sitze habe – auch die Jungen seien nachgerückt: „Das ist ganz toll.“ Beyschlag wurde bereits zum siebten Mal in den Nördlinger Rat gewählt: „Das macht mich schon ein bisschen stolz.“ Die PWG ist aus seiner Sicht der klare Wahlsieger. Die CSU habe dagegen im Landkreis ein „desaströses Ergebnis“ erzielt, meint Beyschlag mit Blick auf die verlorenen Bürgermeisterwahlen in Donauwörth, Harburg oder Oettingen. Hohen Respekt zollt Beyschlag Rita Ortler: „Mehr als 9000 Stimmen, das ist ein tolles Ergebnis.“

Grüne und Frauenliste legen zu

Prozentual auf Augenhöhe mit der PWG sieht sich Wolfgang Goschenhofer, Fraktionsvorsitzender der Grünen: „Wir haben immerhin um ein Drittel zugelegt.“ Vor sechs Jahren sei er der einzige Stadtrat der Grünen gewesen, dann habe man sich auf drei gesteigert und jetzt sei man bei vier: „Das ist richtig gut und ein klares Mandat der Bürger.“ Positiv überrascht ist Goschenhofer von der Frauenliste, mit der die Grünen bislang eine Fraktion bilden: Von einer Rätin konnte sich die Gruppierung auf zwei steigern. Sonja Kuban ist begeistert: „Wir freuen uns. Es ist so schön, dass wir um 100 Prozent gewonnen haben.“ Sie würde sich wünschen, dass im neuen Rat mehr Frauenthemen aufgenommen werden.

Das ist die Stimmenkönigin

Stimmenkönigin Rita Ortler sagte am Montag: „Ich kann es noch gar nicht fassen.“ Mehr als 9000 Stimmen, das sei schon sensationell: „Ich fühle mich bestätigt.“ Auch das Gesamtergebnis der Sozialdemokraten sei gut, so die Fraktionsvorsitzende – und stehe dem Abwärtstrend der Partei entgegen. Drei von vier SPD-Räten sind Frauen, manche hatte einen deutlich schlechteren Platz auf der Liste. Ortler: „Da sieht man, es kommt auf den Bekanntheitsgrad an.“

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