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Autozölle

18.02.2019

CSU-Chef Söder warnt USA vor Handelskrieg

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wehrt sich gegen geplante Strafzölle.
Bild: Michael Kappeler, dpa

Exklusiv Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wehrt sich gegen geplante Strafzölle: Deutsche Autos seien keine Gefahr, sondern machten amerikanische Straßen sicherer.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder wehrt sich scharf gegen drohende US-Zölle für europäische Autoexporte. „Die Diskussion ist absurd: Deutsche Autos sind keine Gefahr, sondern erhöhen die Sicherheit auf den amerikanischen Straßen“, sagte der CSU-Chef unserer Redaktion. „Einen derartigen Vorwand zu nutzen, um Zölle zu erheben, würde gegen alle Regeln des fairen und freien Welthandels verstoßen“, betonte Söder. „Natürlich würde dieser Schritt die deutsche Wirtschaft schwer belasten“, warnte er.

Ministerpräsident Markus Söder: „EU darf sich das nicht bieten lassen“

Bei einem Schlag gegen die deutsche Autoindustrie müsse die EU-Kommisston für Europa insgesamt reagieren, forderte der CSU-Chef: „Die Europäische Union darf sich diese Entwicklung nicht bieten lassen“, betonte Söder. „Umso wichtiger ist es gerade jetzt, in Deutschland die negative Diskussion um das Auto zu beenden“, fügte er hinzu

Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger warnte vor einer drastischen Verschlechterung der Wirtschaftsbeziehungen: „Das Vorgehen der USA führt zu einer zunehmenden Entfremdung in den traditionell guten deutsch-amerikanischen Beziehungen“, sagte der Freie-Wähler-Politiker unserer Redaktion.

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Aiwanger warnt vor Schaden für deutsche Autoindustrie

„Wenn sich aufgrund von Abschottungszöllen Handelsströme umorientieren müssen, führt das auch zu einer Schwerpunktverschiebung der politischen Beziehungen“, sagte Aiwanger. „Dieses kurzsichtige politische Manöver schadet natürlich der deutschen Autoindustrie, aber auch der Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft."

Das US-Handelsministerium droht damit, die europäischen Autoexporte als „Gefahr für die nationale Sicherheit der USA“ einzustufen. Sie verwies darauf, dass unter anderem das größte BMW-Werk nicht in Deutschland, sondern in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina stehe.

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