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Flüchtlingskrise
23.09.2016

Vor der Küste Ägyptens spielen sich immer mehr Flüchtlingsdramen ab

Mediziner transportieren in der Hafenstadt Rosetta die Leiche eines ertrunkenen Flüchtlings ab. Immer mehr Migranten wagen die Überfahrt nach Europa von der ägyptischen Küste aus.
Foto: Mohamed el-Shahed, afp

Die EU fürchtet eine neue Flüchtlingswelle von Alexandria nach Italien. Schon wird über ein Abkommen mit Kairo nachgedacht. Derweil spielen sich immer mehr Dramen ab.

Augsburg Immer wieder finden die Helfer neue Leichen im Meer vor Alexandria. Der Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der ägyptischen Mittelmeerküste am Mittwoch hat mindestens 148 Menschen das Leben gekostet. Es ist jedoch zu befürchten, dass es noch deutlich mehr Opfer gab. Schließlich waren nach Angaben von Augenzeugen bis zu 600 Frauen, Männer und Kinder auf und unter dem Deck des Schiffes eingepfercht. Die Tragödie hat auch die Europäische Union aufgeschreckt. In Brüssel und den EU-Hauptstädten geht die Furcht vor einer neuen Flüchtlingswelle um.

Dabei ist es in Ägypten ein offenes Geheimnis, dass sich an der Küste längst professionelle Schleuser-Strukturen herausgebildet haben. Die Küstenwache bringt immer mehr Boote auf, fischt immer mehr Tote aus dem Meer. Das Land gilt als zweitwichtigster Startplatz auf dem Weg nach Europa. Noch riskieren die meisten Migranten – überwiegend sind es Afrikaner – die Überfahrt vom Bürgerkriegsland Libyen aus.

Doch Ägypten entwickelt sich nach Angaben der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zu einem immer wichtigeren Startpunkt für oft schrottreife Schlepperboote nach Europa. Allerdings ist die Überfahrt nach Italien deutlich länger und gefährlicher als von Libyen aus. Während Libyen für Menschen aus Zentralafrika wie ein Magnet wirkt, entwickelt Ägypten aufgrund seiner Lage Anziehungskraft auch auf Syrer. Bis zu 500000 sind aus ihrer vom jahrelangen Krieg gepeinigten Heimat in das Nachbarland geflohen. Zudem häufen sich Berichte, dass auch immer mehr Ägypter ihr Leben riskieren, um ihr Land zu verlassen.

Brüssel ist bereits seit längerer Zeit darüber informiert, dass sich an den Stränden von Alexandria und der Umgebung immer mehr Migranten auf die Überfahrt vorbereiten. Die Hinweise von Frontex lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Die Kritik an einem unzureichenden Engagement der ägyptischen Sicherheitskräfte bei der Kontrolle der Küste wird lauter.

Schulz fordert Flüchtlingsabkommen mit Ägypten

Wie alarmiert die EU ist, zeigt der Vorstoß des EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz: In der Süddeutschen Zeitung forderte der Sozialdemokrat ein Flüchtlingsabkommen mit Ägypten, und zwar nach dem Muster der umstrittenen Übereinkunft mit der Türkei. Das Abkommen zwischen der EU und Ankara sieht vor, dass alle illegal in Griechenland eingereisten Schutzsuchenden in die Türkei abgeschoben werden. Für jeden zurückgeschickten syrischen Flüchtling darf ein anderer Syrer aus der Türkei legal und direkt in die EU einreisen. „Diesen Weg müssen wir einschlagen“, sagte Schulz. Der Schutz der Flüchtlinge und die Bekämpfung des Schlepperwesens müssten dabei im Vordergrund stehen.

Der Vorschlag könnte in Kairo Anklang finden: „Es gibt nichts Offizielles, aber in Ägypten redet man schon lange über einen solchen Vertrag. Die Regierung erhofft sich finanzielle Vorteile“, sagt die Vorsitzende der Deutsch-Ägyptischen Gesellschaft in Köln, Laila Greiss, unserer Zeitung. Gleichzeitig sei Präsident Abdel Fattah al-Sisi daran interessiert, dass sich die Zahl der syrischen Flüchtlinge in Ägypten verringert, sagt Greiss.

Viele Syrer leben bereits seit Jahren in Ägypten – ein großer Teil davon in der Millionenstadt Alexandria. Nach Ausbruch des Krieges 2011 in Syrien waren sie noch willkommen. „Nicht wenige von ihnen haben sich mit kleinen Cafés oder Läden selbstständig gemacht“, erklärt Laila Greiss. Doch die Lage der Syrer hat sich nach dem Sturz der islamistischen Regierung von Präsident Mohammed Mursi dramatisch verschlechtert. Plötzlich wurden sie in den Medien pauschal als Islamisten oder gar als Terroristen bezeichnet. In der aufgeheizten Phase des Machtwechsels blieben Diffamierungen dieser Art nicht ohne Folge. Es gab und gibt offene Anfeindungen. Viele Syrer wollen lieber heute als morgen weg. Ziel: Europa. mit dpa

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

26.09.2016

Neben Nostradamus erwies sich auch Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), Wissenschafts-Philosoph, Friedensforscher, Physiker und Bruder des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, als zuverlässiger Prophet. Er sagte nicht nur den Niedergang des Sowjet-Kommunismus voraus, sondern skizzierte in seinem letzten großen Werk, seinen politischen Aufsätzen, schon in den 1990er Jahren genau das, was nun einzutreten scheint.

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Mit dem Bankrott des Staates werden alle Sozialsysteme zusammenbrechen.

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Die Rentenzahlungen zuerst. Auslöser dafür ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, entfacht von Spekulanten.

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Die Löhne werden auf ein noch nie dagewesenes Minimum sinken.

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Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.

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Zirka 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus werden in Deutschland wieder Menschen hungern.

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Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.Die ergebenen Handlanger des »Geld-Adels« sind korrupte Politiker.

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Schuld an einem neuen menschenverachtenden (politischen) System ist ein »unkontrollierbarer Kapitalismus.

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viel mehr in Quelle

https://2018crash.wordpress.com/leseprobe/

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26.09.2016

Lange rede kurzer sinn.

Unser system ist selbst bankrott.

Die EZB druckt jeden monat 100 milliarden ungedeckte euros.

Die zeit wird wohl möglicherweis kommen, wo wir aus wirtschaftlicher not, in europa selbst zum kanibalen werden, um was zu beissen ...

In afrika kann man/n wenigsten nicht erfrieren .... und in afrika kann man 2-3 mal im jahr ernten.

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26.09.2016

Noch läuft der / unser Laden gut bis sehr gut.

Der Klimawandel :-( wird uns weiterhin angenehme Temperaturen bieten – mal Regen – mal Sonne – kaum oder gar kein Schnee im Winter :-)

Also können wir endlich die schrecklichen Biogasanlagen schließen, den Mais futtern und verfüttern und aus dem Korn wieder unser Brot backen.

Sonst noch Ratschläge? Ich glaube, dass unsere Ahnen noch sehr viel gute Ratschläge für uns im Gepäck haben oder hätten - für das Überwintern und auch Überleben . . .

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26.09.2016

Der Klimawandel wird uns weiterhin angenehme Temperaturen bieten – mal Regen – mal Sonne – kaum oder gar kein Schnee im Winter Also können wir endlich die schrecklichen Biogasanlagen schließen...

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Das ist aber schräg...

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27.09.2016

(Verstoß NUB 7.2/Diskutieren Sie sachlich!)

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27.09.2016

Ich fühle mich nicht bankrott.

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26.09.2016

Und das ist nicht nur schräg, sondern blanker Unsinn und hat mit diesem Thema schon wieder wieder rein gar nichts zu tun.

Im Übrigen haben sie immer noch keine Quellenangabe zu ihrem ominösen Bericht gezeigt, den sie in einem ihrer vorherigen Beiträge kopiert haben.

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27.09.2016

Die vielfach vorgetragene Schuldzuweisung an den Westen durch importierte Hosen und exportierte Hühnchen ist eine unzulässige Vereinfachung der Situation. Aktuell resultiert das Leiden in Aleppo im Wirken von muslimischen Rebellen, die eine völkerechtlich gültige Struktur in Syrien nicht akzeptieren und ihren Kleinstaat nicht aufgeben wollen.

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Man muss einfach immer wieder daran erinnern, dass die arabisch-islamische Welt eine Welt voller Feudalismus, Ungerechtigkeit, Rückständigkeit und Brutalität ist. Linkspopulistische Schuldzuweisungen in Richtung Europa sind nervig - etwas Überspitzung ist da gerade richtig.

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Quellenangabe? Lesen Sie einfach die ersten Stellen des Links; ist doch nicht schwierig. Es ist jener Bericht aus der Krone der einen Bericht des öst. Innenministeriums zitiert und diesen auch abdruckt.

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27.09.2016

"Quellenangabe? Lesen Sie einfach die ersten Stellen des Links; ist doch nicht schwierig. Es ist jener Bericht aus der Krone der einen Bericht des öst. Innenministeriums zitiert und diesen auch abdruckt."

Weitere Auszüge aus dem "vertraulichen Bericht"

Das ist alles was da steht. Eine Quellenangabe ist nicht vorhanden.

Anscheinend gibt es diesen Bericht nicht offiziell und wurde wohl auch nie von der Österreichischen Regierung veröffentlicht.

Irgendein ominöser Bericht ohne Quellenangabe wurde kopiert und als JPG in die KronenZeitung gestellt. Von seriös kann man da wirklich nicht sprechen.

"Die vielfach vorgetragene Schuldzuweisung an den Westen durch importierte Hosen und exportierte Hühnchen ist eine unzulässige Vereinfachung der Situation."

Billigst importierte Hosen und exportierte Hühnerteile, exportierter Müll sind nun mal nachweislich Ursachen für Not und Krankheit. Auch das können sie in seriösen Zeitungen nachlesen.

" Aktuell resultiert das Leiden in Aleppo im Wirken von muslimischen Rebellen, die eine völkerechtlich gültige Struktur in Syrien nicht akzeptieren und ihren Kleinstaat nicht aufgeben wolllen"

Auch sie wissen, dass Assad ohne die Russen keine Chance hat und die anderen keine Chance ohne USA und Europa.

So weltfremd und naiv wie sie schreiben sind sie doch wirklich nicht.

Lesen sie erst mal seriöse Medien und dann wissen sie auch, dass die wichtigsten Verursacher der katastrophalen Lage in Aleppo weitaus mehr in Russland, USA und Europa zu suchen sind, als in der arabischen Welt.

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27.09.2016

dass die wichtigsten Verursacher der katastrophalen Lage in Aleppo weitaus mehr in Russland, USA und Europa zu suchen sind, als in der arabischen Welt.

Das halte ich für unzutreffend, da der ursprüngliche Krieg zwischen Regierung und Rebellen sowie der "Freien Syrischen Armee" (übergelaufene Soldaten Assads) recht rasch von islamistischen Organisationen, die von Anfang an von den Golfstaate unterstützt und finanziert wurden, und leider naiverweise auch viel zu lange von den USA und Europa als Robin-Hood-Organisationen behandelt wurden ("Wer gegen Assad ist, muß ein Guter sein").

Eine weitere Rolle spielen der Libanon (Hisbollah), der Iran, eine reihe anderer Staaten und eine ganz große die Türkei, was anscheinend aus strategischen Gründen einfach ausgeblendet wird.

Also belesen Sie sich erst mal selbst, wer dort alles die Kriegstreiber sind, die allesamt ihr eigenes Süppchen kochen und auf dem Rücken der Syrer ihren ganz eigenen Krieg kämpfen, und überlegen Sie sich vielleicht noch, wem der IS nutzt und wessen Ideologie der repräsentiert, bevor Sie (wie üblich) andere als naiv oder weltfremd bezeichnen.

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27.09.2016

(Stefan R.) Das halte ich für unzutreffend, da der ursprüngliche Krieg zwischen Regierung und Rebellen sowie der "Freien Syrischen Armee" (übergelaufene Soldaten Assads) recht rasch von islamistischen Organisationen, die von Anfang an von den Golfstaate unterstützt und finanziert wurden, und leider naiverweise auch viel zu lange von den USA und Europa als Robin-Hood-Organisationen behandelt wurden ("Wer gegen Assad ist, muß ein Guter sein").

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Richtiger Hinweis ! Es wird aber nichts daran ändern, dass weite Kreise aus dem linken Spektrum den radikalen Islamismus und den IS systematisch verharmlosen. Herr M. zeigt hier eine besonders auffällige Ausrichtung, weil er Europa und Rußland in einem Atemzug als Verantwortliche für die Lage in Aleppo benennt und gleichzeitig in keiner Weise auf den IS oder oder andere islamistische Gruppen verweist.

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(R.M.) Lesen sie erst mal seriöse Medien und dann wissen sie auch, dass die wichtigsten Verursacher der katastrophalen Lage in Aleppo weitaus mehr in Russland, USA und Europa zu suchen sind, als in der arabischen Welt.

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28.09.2016

Was sie behaupten ist schlichtweg falsch.

Außerdem unterstellen sie frech, dass ich aus den linken Spektrum komme und den IS verharmlosen würde.

Was wollen sie mit ihren dreisten Äußerungen eigentlich bewirken?

Ohne Putin hätte Assad keine Chance, ist das soweit klar?

Ohne USA und Europa hätten die Rebellen keine Chance, auch das dürfte verständlich genug sein.

Und die Bomben, welche jetzt über Aleppo fallen, kommen mit Sicherheit nicht vom IS.

Und das ist leider jetzt die Situation in Aleppo, welche grausamer gar nicht sein kann.

Allerdings handelt es sich hier bei diesem Thema um Ägypten und die dortigen Flüchtlingsdramen. Schon bei ihren letzten Beiträgen weichen sie stets vom Thema ab und versuchen die Tatsachen zu verdrehen.

Was der IS für alle Menschen bedeutet und schon viel fürchterliches den Menschen angetan hat, dürfte hinreichend bekannt sein.

Ich fürchte ihre Argumente entstehen aus ihren verzerrten Wahrnehmungen und damit entziehen sie mit ihren Äußerungen jede Diskussionsgrundlage.

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28.09.2016

Diese dummen Rebellen in Aleppo sollen sich einfach ergeben und damit die Zivilbevölkerung schützen.

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Und behaupten Sie bitte nicht wahrheitswidrig, dass "Europa" die Rebellen unterstützen würde.

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28.09.2016

Sie meinen wohl, damit Assad seine Nagel- und Splitterbomben auf die Bevölkerung in Ruhe abwerfen kann.

Zu ihrer Wahrheitswidrigkeit:

Zitat aus Wikipedia:

"Der Bundeswehreinsatz in Syrien (Codename Operation Counter Daesh[1]) zur Bekämpfung der Terrororganisation Islamischer Staat wurde ab Ende November 2015 von derdeutschen Bundesregierung diskutiert, im Bundestag debattiert und am 4. Dezember 2015 mehrheitlich mit den Stimmen der Koalitionsparteien beschlossen."

Welt N24 vom 27.05.2013:

"EU lässt Waffenlieferungen an syrische Rebellen zu"

Süddeutsche Zeitung vom 28.Mai.2013

Aus für das EU-Waffenembargo. Syriens Rebellen profitieren von Europas Zerrissenheit

Das US Verteidigungsministerium hat Mitte 2014 ebenfalls begonnen, Rebellen im Kampf gegen den IS auszubilden und zu bewaffnen.

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29.09.2016

War zu erwarten, dass Ihnen Aktivität gegen den IS nicht gefällt.

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http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-hebt-waffenembargo-auf-syriens-rebellen-profitieren-von-europas-zerrissenheit-1.1682693

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Die Europäische Union ist mehrheitlich nicht davon überzeugt, dass mehr Waffen den blutigen Konflikt in Syrien beenden können. Trotzdem lässt sie das Waffenembargo auslaufen. Vor allem für Großbritannien ist die Aufrüstung der moderaten Kräfte eine Investition in die Zukunft Syriens.

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Sollen wir gelassen zusehen, wenn sich Muslime gegenseitig umbringen? Jede Aktivität in der arabischen Welt ist kompliziert und möglicherweise wieder eine Quelle neuer Probleme. Die Uneinigkeit der EU ist daher auch kein Wunder.

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Europa braucht daher eine harte Grenze mit Mauer und Soldaten; anders kann man sich nicht gegen den Wahnsinn der arabsichen Welt wehren. Ungarn macht es richtig.

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28.09.2016

Im vorigen Beitrag von Peter P. handelte es sich um Aleppo und nicht vom Beginn des Krieges in Syrien mit dem IS und den unterschiedlichsten Gruppierungen. Es ging nicht um Kriegstreiber, sondern um die Verantwortlichkeit des aktuellen Zustandes in Aleppo.

Dass der IS katastrophale Auswirkungen in Syrien und Umgebung verursacht hat, wird wohl niemand bezweifeln. Auch welche Ideologie der IS vertritt ist hinlänglich bekannt.

Die Bomben, welche jetzt über Aleppo vom Himmel fallen und die letzten Bewohner von Aleppo zum Wahnsinn treiben, kommen nun mal nicht vom IS oder von irgendwelchen muslimischen Gruppen.

Im Übrigen ist das ursprüngliche Thema hier, Ägypten und die dortigen Flüchtlingsdramen.

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30.09.2016

Die Bomben, welche jetzt über Aleppo vom Himmel fallen... kommen nun mal nicht vom IS oder von irgendwelchen muslimischen Gruppen.

Das ist schon richtig. Man kann die Situation in Aleppo aber nicht isoliert sehen. Das Problem ist, daß dieser Krieg von allen beteiligten Gruppen mit brutaler Härte geführt wird, eine komplexe Interessenlage besteht und allen beteiligten (wie leider so oft) zivile Menschenleben völlig egal sind.

Die "Rebellen" (überwiegend Islamisten) werden aus Aleppo nicht abziehen, weil es eine ihrer letzten Hochburgen ist, und Assads Truppen sind zu schwach, Aleppo bei einer Bodenoffensive einzunehmen., also wird versucht, die Kämpfer (und damit auch die Einwohner) auszuhungern und mürbe zu bomben. Russland wird nicht einlenken, weil es den Bedeutungsverlust vor seiner Haustüre sowie eine weitere islamistische Problemquelle neben dem Kaukasus fürchtet, weshalb es auch an Assad festhält.

Das bedeutet, das Drama in Aleppo wird erst enden, wenn eine der Parteien endgültig besiegt ist oder ein Waffenstillstand zustandekommt, was aber unwarscheinlich ist, solange eine der Zahlreichen Parteien sich dadurch im Nachteil sieht.

Das ist die grausame Logik des Krieges.

Im Übrigen habe nicht ich mit Aleppo angefangen, sondern diejenige, die der Meinung ist, daß in den Booten vor Afrika lauter Syrer sitzen.

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26.09.2016

(Verstoß NUB 7.2/edit)

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26.09.2016

Spätestens jetzt sollte doch jeder kapieren, dass die simplen AfD/Seehofer-Lösungen (deutsche Grenze zu) nicht wirklich weiterführen.
Europa braucht (wie bereits mit der Türkei) Vereinbarungen mit den Ländern an den EU-Außengrenzen, in denen die Flüchtlinge stranden. Dort muss ihnen geholfen werden und das kostet Geld. Gleichzeitig müssen wir endlich verstärkt daran arbeiten, Arbeitsplätze in Afrika zu schaffen und diese Länder nicht nur als billige Rohstofflieferanten auszubeuten. Das kostet auch Geld, wird uns aber langfristig großen Nutzen bringen.
Ex-Bundespräsident Köhler hat es zuletzt im ZDF auf den Punkt gebracht und es gibt sogar einen CSU-Politiker, der diese Zusammenhänge verstanden hat: Entwicklungshilfe-Minister Müller. Leider ist der ein Rufer in der Wüste.

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26.09.2016

Gleichzeitig müssen wir endlich verstärkt daran arbeiten, Arbeitsplätze in Afrika zu schaffen...

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Nachdem die EU schon so erfolgreich Arbeitsplätze in ihren eigenen strukturschwachen Gegenden schafft, ist das nun wirklich der logische nächste Schritt...

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26.09.2016

Arbeitsplätze in Afrika schaffen Nachfrage in Europa und das schafft Arbeitsplätze in Europa.
Afrika ist ein schlafender Riese mit gewaltigen Rohstoffvorkommen und enormem Potential für Energieerzeugung. Wenn es gelingt, dort Wachstum zu schaffen, verringern sich die Migrationsprobleme und es eröffnen sich für Europa riesige Absatzmärkte.

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26.09.2016

Totalitäre Strukturen, Krieg, Klimawandel verschwinden plötzlich wenn unsere planwirtschaftlichen Aktivisten beginnen in Afrika Arbeitsplätze zu schaffen.

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In 100 Jahren verringern sich dann auch die "Migrationsprobleme" - aber vielleicht will bereits in 10 Jahren nach erheblichen Einschränkungen des Sozialstaates niemand mehr nach Deutschland.

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https://www.welt.de/politik/deutschland/article158373302/AOK-droht-mit-Beitragsanhebung-wegen-Fluechtlingen.html

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Aber das trifft ja Beamte wie Sie (noch) nicht...

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26.09.2016

Zumindest ist dies ein möglicher Weg, sofern es tragfähige Arbeitsplätze sind.

Wie sieht ihre Vorgehensweise aus, falls sie eine haben?

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26.09.2016

Es gibt niemanden der für die arabisch-afrikanische Problemzone ein schlüssiges und finanzierbares Entwicklungskonzept hat. Die Region steht sich dazu überwiegend selbst im Weg. Gesteigert noch vom Konflikt in Syrien. Wenn sich die Rebellen in Alleppo nicht ergeben, wird Putin weiter bomben.

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Spielen Sie weiter das Spiel der europäischen Politik mit blumigen Worten Arbeitsplätze zu versprechen. Klagen Sie weiter über Jugendarbeitslosigkeit und fordern Sie noch mehr Jugendliche nach Europa zu holen.

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Europa wird Frontex wählen und sich nicht in sinnlosen Diskussionen um den Export von Hühnchen oder dem Import von Hosen widmen.

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26.09.2016

Was für sie sinnlos ist, ist für viele Menschen in Afrika der Grund zur Flucht. Leider sind sie weder da noch dort bereit etwas zu geben, wovon sie im Überfluss haben.

Es mag durchaus sein, dass sie mit ihrem Egoismus und Rassismus den Ast abschneiden auf dem sie sitzen.

Sie merken anscheinend nicht, dass viele Afrikaner, wenn sie einen Job haben, ihr hartverdientes Geld nach Hause schicken. Alleine dies macht ein vielfaches dessen aus, was Deutschland an Entwicklungskosten trägt.

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26.09.2016

Das gelobte Land – und jeder von uns würde es versuchen Europa zu erreichen, um ein besseres Leben zu ergattern - egal wie und mit welchem Risiko.

– raus aus den Kriegsgebieten, aus Verfolgung, Tod und Gewalt – raus aus den ausgetrockneten Wüstenregionen – raus aus dem ewigen Hunger – raus aus den unerträglichen Slums, den vergifteten Fabrikhallen welche (z.B.) die Jeans für die gierige westliche Bevölkerung färben, sandstrahlen, gerben usw. müssen . . .

nein, sie müssen nicht – aber haben sie sonst eine andere Alternative zum Überleben?

Die Via Mala - jedes Risiko gehen sie ein – denn schlimmer kann es nicht kommen – außer sein Leben bei dieser Odyssee zu verlieren.

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26.09.2016

"die Jeans für diegierige westliche Bevölkerung färben, sandstrahlen, gerben usw. müssen . "

Es ist leider so, dass in einigen Ländern in Afrika für diese dreckige und lebensgefährliche Arbeit noch weniger bezahlt wird als in den bekannten Ländern in Asien.

Auch die Leute, die nicht mal bis 3 zählen können, wissen wer davon profitiert.

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25.09.2016

Krieg= Fluchtursache Nummer eins!!

Die zunehemenden Flüchtlingszahlen haben mit zunehmenden Brutalitäten des Krieges zu run!

In Ägypten sind schon 5 Mio Flüchtlinge!

So rumeiern, als ob die bedrohten Menschen aus Jux und Abenteuerlust in die Boote steigen ist ignorant und schäbig! Klaro zahlt jeder der noch Geld hat für einen Platz im Schlauchboot.

Den Menschen in den Booten, die da einfach raus wollen muss geholfen werden!!!

Die Bombadierungen in Syrien sind ungeheuerlich.......

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Es-sind-die-wohl-schlimmsten-Angriffe-auf-Aleppo-seit-Kriegsbeginn-id39165137.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/luftangriffe-in-syrien-ban-entsetzt-ueber-eiskalte-militaerische-eskalation-in-aleppo-1.3177660 daraus:

Die Bewohner der syrischen Großstadt seien den schlimmsten Angriffen seit Beginn des Syrien-Kriegs ausgesetzt.....Zwei Millionen Menschen sind Unicef zufolge ohne Trinkwasser...bunkerbrechende Bomben lassen mehrstöckige Gebäude wie Kartenhäuser zusammenfallen zerstören selbst Keller....

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25.09.2016

" Abfahrtsort der Schiffe ist meist Lybien... Die meisten in Italien ankommenden Flüchtlinge kommen aus der Subsahara (Seit Jahresbeginn: Nigeria 19.061; Eritrea 12.146, Gambia 7.142, Elfenbeinküste 6.739, Sudan 6621, Guinea 6499, Senegal 5.265, Somalia 5.152, mali 5.113, Ägypten 3.053, jedoch praktisch keine Flüchtlinge aus Syrien, Libyen, Irak, Afghanistan etc...

http://www.krone.at/oesterreich/asylkrise-in-italien-alarmiert-oesterreich-dramatische-lage-story-524485

Die Kriegsfolgen in einer bombardierten Stadt sind ohne Zweifel schrecklich, das haben mir auch schon meine Großeltern ausführlich geschildert, doch daß die betroffenen Syrer nun alle plötzlich in den Schlauchbooten von der Küste Afrikas sitzen sollen, ist unzutreffend.

Abgesehen davon: Ist Ägypten denn so unsicher, wenn Deutsche dort gleichzeitig Urlaub machen?

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26.09.2016

Oha, sie gehen wohl davon aus, daß Flüchtlinge in All-inclusive-Hotels untergebracht sind?!?

Wenn die Ösi-krone ihre Info-quelle ist-- träumen sie weiter!!

Aber lassen es sie sein über menschliche Schicksale in ihrem bequemen Sessel

zu urteilen und Fluchtursachen zu begatellisieren!!

Refugees welcome!!

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26.09.2016

Wenn sie glauben helfen zu müssen, gehen sie mit ihrem eignen geld dort hin, und helfen sie, mit ihren taten ... und ihrem geld.

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Wir habe andere sorgen, europa und der euro bricht auseinander .... somit steht unsere eigene zukunft auf messers schneide ... im globalen wettbewerb.

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Wir brauchen bald selber genug rettungsboote, wenn unser europäisches titanic-system absäuft ...

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Suppenküchen in europa, statt sozialeistungen vom staat.

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26.09.2016

Mach ich, sobald Sie aufhören, illegale (huch, schon wieder so ein böses Wort) Einwanderer als "Refugees" zu bezeichnen.

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26.09.2016

Wie wäre es, die Quelle ihres ominösen Berichtes zu nennen, bevor sie so große Töne anschlagen?

Im Übrigen das Thema hier ist:

"Vor der Küste Ägyptens spielen sich immer mehr Flüchtlingsdramen ab"

Bleiben sie doch beim Thema.

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24.09.2016

Schuld

.... für solche "Tragödien" auf dem Meer, sind Politische-Europäische-Kreise, die den Armen Kreisen Hoffnung machen, mit einem besseren Leben, in Europa ....

"Gier" bringt die Menschen in "Seenot".

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25.09.2016

".... für solche "Tragödien" auf dem Meer, sind Politische-Europäische-Kreise, die den Armen Kreisen Hoffnung machen, mit einem besseren Leben, in Europa ...."

Zeigen sie doch die Politische-Europäische-Kreise, die den Armen Kreisen Hoffnung machen. Wo sind die?

Kann es sein, dass sie das letzte halbe Jahr verschlafen haben, denn Hoffnung wird schon lange nicht mehr gemacht, ganz im Gegenteil.

Sie nennen es Gier, wenn ein Mensch einen Weg zum Überleben sucht.

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25.09.2016

(Verstoß NUB 7.2/edit)

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26.09.2016

Kleine Taten sind besser als GROSSE Worte !

Gehen SIE nach Afrika, und helfen sie ... mit ihren Taten und ihrem Geld.

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25.09.2016

Nein, es ist die nackte Angst ums Überleben. Oder glauben Sie, die Menschen in den Booten wüßten nicht, daß sie in Lebensgefahr sind?

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25.09.2016

(Verstoß NUB 7.2/edit)

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26.09.2016

(Folgeedit)

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26.09.2016

Oder glauben Sie, die Menschen in den Booten wüßten nicht, daß sie in Lebensgefahr sind

.

Natürlich nicht .... die haben darauf spekuliert ... zuvor aus dem Meer gefischt zu werden ... und in Europa/Italien an Land gesetzt zu werden ...

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26.09.2016

Vermutlich wissen sie es. Sie kennen auch ihre Überlebenschancen die man sich ja leicht ausrehnen kann. Wer ein Risiko eingeht muß auch damit rechnen, daß die negative Komponente des Risikos eben nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung eintritt.

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24.09.2016

Solange die Schlepper und deren Kunden darauf vertrauen können, daß die schrottreifen und hoffnunslos überladenen Kähne es nur vor die 12-Meilenzone schaffen müssen und Frontex dann, wenn die Kähne in Seenot sind, den Rest des Transportes übernimmt, wird sich daran auch nichts ändern.

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25.09.2016

Leider haben sie (edit/sachlich bleiben!) keine besserern Argumente.

Die zigtausend Ertrunkenen haben sie ganz bewusst verdrängt. Aus ihrer Sicht gibt es wohl nichts schöneres als auf dem Mittelmeer zu ertrinken. Es ist unglaublich wie man nur so menschenverachtend und egoistisch sein kann.

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25.09.2016

(edit/ Nub. 7.2)

Aber ich will Ihnen etwas auf die Sprünge helfen:

Es gibt eine große Nachfrage nach irregulärer Einwanderung von Afrika nach Europa. Warum das so ist, lassen wir mal außer acht, dies zu ändern ist ein langfristiges Ziel, welches nicht in Monaten zu erreichen sein wird.

Im Mittelmeer ertrinken zahlreiche Migranten, weil sie mit seeuntüchtigen, völlig überfüllten Booten eine hunderte Meilen lange Überfahrt antreten.

Es gibt nur 2 Möglichkeiten, dies zu ändern:

1.) Sie richten einen Shuttleservice ein, welcher eine ungefährliche und kostengünstige Überfahrt ermöglicht.

2.) Sie unterbinden konsequent jeglichen ungenehmigten Schiffsverkehr zwischen Afrika und Europa und verbringen aufgebrachte Boote samt Passagiere zurück an die afrikanische Küste.

Daß letzteres innerhalb ein, zwei Monaten Wirkung funktioniert, weil es das Geschäftsmodell der Schlepper unrentabel macht und deren Kunden um ihre Investition fürchten, hat Australien gezeigt.

Derzeit sieht es so aus:

Frontex sowie zahlreiche NGOs haben das hehre Ziel und die Verpflichtung, Menschen aus Seenot zu Retten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Dadurch allerdings, daß es die "Geretteten" nach Italien oder Griechenland verbringt, übernimmt sie jedoch die Arbeit der Schlepper und sorgt für eine erfolgreiche, sichere Reise, was diese mittlerweile eiskalt einkalkulieren.

Während früher die Boote/Schiffe zumindest eine gewisse Chance bieten mußten, die Überfahrt nach bspw. Lampedusa zu schaffen (Nachrichten von Ertrunkenen sind auch für Schlepper geschäftsschädigend), reicht es heute, es vor die 12-Meilenzone zu schaffen:

"Bleibt vom Merkel‘schen Dreieck noch die Seenotrettung. Sie ist längst Teil der Kalkulation der Schleuser geworden. Gaben sie früher den Booten noch ausreichend Benzin mit, damit sie Italien erreichen konnten, so beschränken sich die Schlepper längst darauf, nur noch so viele Kanister mitzugeben, dass die Schlauchboote die libyschen Hoheitsgewässer verlassen können. Den Notruf löst dann der Schleuser selbst mit einem Satellitentelefon vom Strand aus oder ein Verwandter oder Bekannter von ihm. Wollten die Schleuser die Migranten früher unerkannt nach Europa bringen, so sollen sie heute möglichst bald aufgegriffen werden. Die „Überfahrt“ ist kürzer geworden: Sie dauert, wenn sie denn gelingt, in der Regel nur noch von der Küste bis zum Rettungsschiff."

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/das-sichere-geschaeftsmodell-der-schlepper-13564253.html

Das heißt im Klartext:

Die "Seenotrettung" mit anschließender Verbringung der Migranten nach Europa ist keine Abhilfe, sondern Ursache für immer mehr Nußschalen, die sich auf den Weg zu ihrer "Rettung" machen, nun schon von Ägypten aus.

Und die Zahl derer, die durch das Netz schlüpfen und dabei ertrinken, wird deshalb steigen.

Das mag nicht in Ihr Weltbild passen, das können Sie als Schwachsinn bezeichen, folgt aber dem unerbittlichen, "menschenverachtenden" Gesetz von Angebot und Nachfrage!

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25.09.2016

Sehr gut erklärt (edit/ Nub. 7.2)

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25.09.2016

Folgeedit

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25.09.2016

Mit anderen Worten, laßt die Leute einfach ertrinken, das spricht sich schon rum und es kommt keiner mehr. So argumentieren und dann noch von "Menschenverachtendem Gesetz von Angebot und Nachfrage" schreiben. Wer ist hier menschenverachtend? Seenotrettung ist eine menschliche Pflicht, sogar "Feinde" läßt man nicht ertrinken.

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25.09.2016

Kann es sein, daß ihre ideologische Brille einen Teil des Textes ausblendet?

(Von einem "Rechten" kann ja nix vernünfiges kommen...)

Ich Zitiere meinen eigenen Text:

"Frontex sowie zahlreiche NGOs haben das hehre Ziel und die Verpflichtung, Menschen aus Seenot zu Retten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Dadurch allerdings, daß es die "Geretteten" nach Italien oder Griechenland verbringt, übernimmt sie jedoch die Arbeit der Schlepper und sorgt für eine erfolgreiche, sichere Reise, was diese mittlerweile eiskalt einkalkulieren."

Noch einfacher:

Retten ja, dann aber Passagiere zurück zur Herkunftsküste bringen.

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25.09.2016

Was allerdings, wie Sie sicher selbst wissen, unmöglich sein wird. Da gaukelt Sie sich etwas vor. Oder glauben Sie wirklich, daß Schiffe mit Flüchtlingen in einem Hafen von Ägypten willkommen sein werden? Die Leute flüchten doch nicht aus dem Land, weil es ihnen dort so gut geht. Ich verkenne durchaus nicht, daß sie in vielen Dingen recht haben, aber Ihre Schlußfolgerungen sind falsch (aus meiner Sicht). Nicht die Retter sind schuld am Elend im Mittelmeer, sie verhindern nur weitere Tote.. Sie werden niemanden, der um sein Leben fürchtet oder sich ein besseres Leben in einem fremden Land verspricht, von der Flucht in dieses Land abhalten, egal wie gefährlich das ist.

Warum werden Sie eigentlich immer gleich so persönlich? Vertragen Sie Kritik nicht? Man kann doch auch diskutieren, ohne jemanden "fehlende intellektuelle Rechweite" vorzuwerfen oder eine "ideologesche Brille" zu verpassen. Versuchen Sie es mal, so schlecht argmentieren Sie ja ansonsten garnicht.

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25.09.2016

Ich glaube nicht, daß das unmöglich ist. Man muß eben die entspr. Staaten davon überzeugen, daß es in ihrem Interesse ist, wenn sie kooperieren. Und ggf die Voraussetzungen dafür schaffen. Bei Gaddafi hat man das erstaunlicherweise hinbekommen. DAS ist eben die hohe Kunst der Diplomatie, die etwas mehr abverlangt als lediglich lächeln und nett sein.

Sind denn die Migranten in Italien wilkommen? Aber die setzen die Leute halt mit einer Fahrkarte und Taschengeld in einen Zug Richtung Norden...

Die Retter retten die einen und locken damit die nächste, noch größere Anzahl auf die selbstmörderische Reise, da beißt die Maus keinen Faden ab:

"Eine der Ursachen für die hohe Zahl von Ausreisen per Boot von Libyen sei auch die intensivere Überwachung und Seenotrettung durch die EU", so Frontex-Direktor Klaus Roesler.

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/frontex-eu-foerdert-mit-seenotrettung-schlepper-geschaeft-300000-migranten-aus-libyen-erwartet-a1337711.html

Sie werden niemanden,... der sich ein besseres Leben in einem fremden Land verspricht, von der Flucht in dieses Land abhalten, egal wie gefährlich das ist.

Und hier sind wir bei dem von mir erwähnten Gesetz von Angebot und Nachfrage:

Es gibt als Migrationsmotivatorer "Push" und "Pullfaktoren":

https://de.wikipedia.org/wiki/Push-Pull-Modell_der_Migration

Aufwand und Risiko einer Wanderungsbewegung spielen hierbei sicherlich eine Rolle.

Ob wir letzteres verändern wollen, ist jedoch eine ethische Frage, die zu beantworten sicherlich unterschiedlichen persönlichen Wertmaßstäben unterliegt. Bei allen humanitären Aspekten wird mir jedoch hierzulande allzuoft die Frage ignoriert, was uns denn die eigene Gesellschaft, und wie wir diese unseren Nachkommen hinterlassen wollen, wert ist, zumal wir mit der Aufnahme von einigen Millionen Migranten an der Gesamtsituation der Herkunftsregionen gar nichts, in unserem Land allerdings sehr viel ändern werden. Diese Antwort muß jedoch jeder für sich selbst treffen.

"Versuchen Sie es mal, so schlecht argmentieren Sie ja ansonsten gar nicht"

Danke für die Blumen. Ich versichere Ihnen, genau das versuche ich (siehe meinen ersten Post), sehe mich aber selbst ständig persönlicher und unsachlicher Kritik ausgesetzt. Lesen Sie mal die 1. Antwort von Herrn M., und auch Sie haben mir ja "Menschenverachtung" vorgeworfen, und daß ich die Leute ersaufen lassen wolle. Habe ich das geschrieben?

Aber ich betrachte Ihren Einwand als Friedensangebot, das ich gerne annehme. ;-)

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25.09.2016

"Sind denn die Migranten in Italien wilkommen? Aber die setzen die Leute halt mit einer Fahrkarte und Taschengeld in einen Zug Richtung Norden..."

Haben Sie gar nicht mitbekommen, dass die Österreicher schon längst verhindern, dass Migranten von Italien durchgeschleust werden?

Ihr Argument ist veraltet und trifft schon lange nicht mehr zu. Bis auf ganz wenig Ausnahmen bleiben die Bootsflüchtlinge in Italien und werden dort auch versorgt.

"Die Retter retten die einen und locken damit die nächste, noch größere Anzahl auf die selbstmörderische Reise, da beißt die Maus keinen Faden ab"

Nach ihrem Argument beißt die Maus doch einen Faden ab, denn die vielen tausend Ertrunkenen sprechen logischerweise entschieden gegen ihr Argument.

"Bei allen humanitären Aspekten wird mir jedoch hierzulande allzuoft die Frage ignoriert, was uns denn die eigene Gesellschaft, und wie wir diese unseren Nachkommen hinterlassen wollen, wert ist, zumal wir mit der Aufnahme von einigen Millionen Migranten an der Gesamtsituation der Herkunftsregionen gar nichts, in unserem Land allerdings sehr viel ändern werden."

Wenn ich sie richtig verstehe, dann darf an unseren Händen ruhig Blut kleben, nur damit sich in unserem Land nichts verändert.

Es mögen ihre Werte sein, aber meine sind es gewiss nicht.

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25.09.2016

Bis auf ganz wenig Ausnahmen bleiben die Bootsflüchtlinge in Italien und werden dort auch versorgt.

Stimmt, und offensichtlich macht Italien das ganz locker und frohgemut. Lesen Sie mal den hier veröffentliten "Bericht Italien"

http://www.krone.at/oesterreich/asylkrise-in-italien-alarmiert-oesterreich-dramatische-lage-story-524485

denn die vielen tausend Ertrunkenen sprechen logischerweise entschieden gegen ihr Argument.

Eben nicht, denn das Risiko, zu ertrinken liegt bei ca. 1:100, und das nehmen die Migranten als auch die Schlepper in Kauf. Die Tatsache, daß die Überfahrten zunehmen und sich bis auf Ägypten ausdehnen, beweisen dies.

Den Rest werde ich unten kommentieren.

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26.09.2016

Seenotrettung ist eine menschliche Pflicht, sogar "Feinde" läßt man nicht ertrinken.

.

Aber dann umgehend zurück nach Afrika ... !

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26.09.2016

ja und umgehend sollte auch das Ausbeuten dieser Länder unsererseits ein Ende haben . . .

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26.09.2016

Schreiben sie dies den "Lobby-Abgeordneten" im Bundestag und Brüssel.

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Auch der "Planet Erde" ist den Naturgesetzen (Gott) unterstellt, und die Natur zerstört Leben, und schöpft daraus wieder neues Leben ...

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25.09.2016

Folgeedit sie verharmlosen Tatsachen und Fakten. Bei Menschen sprechen sie von Angebot und Nachfrage wie bei Tieren und Sachen.

Letztlich handelt es sich um Menschen in Not, deshalb dürfen sie auch weiterhin mit enormen Widerstand zu ihren rassistischen Ideologien rechnen.

In dem Fall helfen auch ihre seitenlangen, realitätsfremden Erklärungen nichts.

Sie machen leider nicht mal den Versuch um zu begreifen, dass die Flüchtlinge zur Zeit nicht zurückgebracht werden können. Immer und immer wieder Dinge behaupten, welche nach europäischen Gesetzen nicht durchführbar sind, ist wohl oder übel unterste Schublade.

Erklären sie endlich mal, wie sie ihre Ideologie durchführen wollen. Die Flüchtlinge kurz vor der Küste ins Meer schmeißen oder vom Flugzeug rausschmeißen oder wie stellen sie sich das vor?

Recherchieren sie einfach selbst etwas und dann wissen sie auch warum es zur Zeit keine weitere Alternative gibt.

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25.09.2016

Zitat: ........welche nach europäischen Gesetzen nicht durchführbar sind, ist wohl oder übel unterste Schublade.

Wenn es um Steuern oder den Solidaritätszuschlag geht, ändert die Regierung Merkel (und auch Juncker) Gesetze quasi über Nacht! Nur beim Thema Flüchtlinge scheint das nicht zu gehen!

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25.09.2016

Rassisitische Ideologie?

Sie können mit dem Fuß aufstampfen und mir weiterhin trotzige Beschimpfungen entgegenschleudern. Gegen meine belegte Aussage, daß der Transfer der von den Schleppern bewußt in Seenot gebrachten Migranten nach Europa die mörderische Route übers Mittelmehr erst befeuert, haben Sie kein einziges Gegenargument gebracht.

Und ja, die Migration, und auch das Schlepperwesen folgt den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Aber eine meiner Antworten vollständig zu lesen ("Push-/Pullfaktoren") und darüber nachzudenken ist ihnen, warum auch immer, wohl nicht möglich.

Was daran rassistisch oder eine Ideologie sein soll, erschließt sich mir nicht.

Realitätsfremden Erklärungen?

immer wieder Dinge behaupten, welche nach europäischen Gesetzen nicht durchführbar sind, ist wohl oder übel unterste Schublade.

Dann erklären Sie doch mal, warum das nicht gehen soll?

Die sogenannten Flüchtlinge befinden sich, wenn sie aufgenommen werden, in internationalen Gewässern. Sämtliche Internationalen Seenotabkommen beinhalten lediglich 2 Pflichten: Personen in Seenot zu retten, und sie an einen "sicheren Ort" zu bringen. Die IMO definiert diesen "Hier darf das Leben der geretteten Person nicht länger bedroht sein. Auch müssen die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse befriedigt sein. Dazu zählen vor allem Nahrung, Unterkunft und medizinische Versorgung."

Also durchaus auslegbar.

Daß dieser Ort unbedingt in Europa sein muß, dieses Ei hat sich die EU selbst gelegt (Verordnung Nr. 656/2014 Seeaußengrenzenverordnung). Warum sollte man ein Gesetz, das mehr schadet als nutzt, nicht ändern können?

Wie das Durchzuführen ist? Mit den Mittelmeer-Anreinerstaaten Rücknahmeabkommen schließen, sie unter Druck setzen oder handfeste Anreize schaffen, und die Menschen dahin zurückbringen, wo sie herkommen.

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25.09.2016

Und eins noch zum Thema "realitätsfremd" und "dann darf an unseren Händen ruhig Blut kleben, nur damit sich in unserem Land nichts verändert":

Ist ihnen eigentlich die Hauptursache des Mitgrationsdrucks aus Afrika bewußt: Die enorme Bevölkerungsexplosion dort?

„Durch die hohen Geburtenraten beschneidet sich ein Land seine eigenen Entwicklungsmöglichkeiten“, sagte Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, der F.A.Z.. „Sie kommen mit dem Investieren nicht hinterher."

Afrika wächst pro Jahr um über 20 Mio Menschen. Selbst wenn sie diese alle in Europa aufnehmen, haben Sie dort kein einziges Problem gelöst!

Wenn wir aber den Migrantenstrom einfach weiterlaufen lassen, wenn wir in Deutschland erst mal ein Prekariat von 10 Mio Menschen oder mehr aus Entwicklungsländern haben, denen wir nicht mehr Wohnung, Taschengeld und Auskommen bieten können, geschweige denn Arbeitsplätze und eine erstrebenswerte Zukunft, wenn es gleichzeitig den Einheimischen eng wird, dann könnte Ihr Ausspruch von wegen "an den Händen Blut kleben" eine ganz andere Dimension bekommen....

Es mögen ihre Werte sein, aber meine sind es gewiss nicht.

Das ist Ihr gutes Recht, sie können es sich auch weiter in Ihrer moralischen Ecke bequem machen. Verantwortung für ein Land, deren Einwohner und deren Nachkommen zu übernehmen könnte aber ein bisschen mehr Weitblick erfordern, und gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.

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25.09.2016

Ich brauche gar nicht mit dem Fuß stampfen, denn sie zerlegen sich selbst mit ihren ellenlangen, widersprüchlichen Angaben und unseriöse Berichte ohne jegliche Quellenangabe.

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26.09.2016

(persönlicher Angriff/edit)

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26.09.2016

denn sie zerlegen sich selbst mit ihren ellenlangen, widersprüchlichen Angaben und unseriöse Berichte ohne jegliche Quellenangabe.

Ja, ich sehe schon: Ihre Meinung steht fest, mit Argumenten braucht man Ihnen nicht zu kommen.

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25.09.2016

Im Übrigen ist das Thema:

"Vor der Küste Ägyptens spielen sich immer mehr Flüchtlingsdramen ab"

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26.09.2016

Stefan R.: Sie sind hier die Stimme der Vernunft.Sachliche Argumentation,ohne Aggressivität,Realismus und Weitblick.Rassismus oder menschenverachtende Einstellungen kann ich nicht erkennen.

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26.09.2016

"Rassismus oder menschenverachtende Einstellungen kann ich nicht erkennen."

Wie denn auch, weil es sein könnte dass sie auf dem rechten Auge blind sind.

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