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Früherer EU-Kommissar

30.05.2020

Günther Oettinger warnt Brüssel vor überzogenen Auflagen für Lufthansa

Der frühere EU-Kommissar Günther Oettinger warnt die EU-Kommission davor, die Lufthansa durch überzogene Auflagen erheblich zu schwächen.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Archivbild)

Exklusiv Der frühere EU-Kommissar Günther Oettinger warnt die EU-Kommission davor, die Lufthansa durch überzogene Auflagen erheblich zu schwächen.

Im Streit um deutsche Staatshilfen für die Lufthansa warnt der frühere EU-Industriekommissar Günther Oettinger die EU-Kommission vor zu strengen Auflagen und wirft Brüssel vor, mit zweierlei Maß zu messen. "Wir werden im Jahr 2030 nur noch rund zehn Fluggesellschaften haben, die das globale Geschehen dominieren: zwei aus der USA, zwei aus China, zwei aus dem übrigen Asien, zwei aus dem arabischen Raum, eine aus der Türkei und zwei aus Europa. Wenn man da dabei sein will, dann ist die Lufthansa mit ihren Töchtern eine der wenigen Airlines, die in dieser Weltliga mitspielen kann. Und dann sollte die EU-Kommission nicht durch überzogene Auflagen wie die Wegnahme von Slots oder dem Startverbot für mehrere Flugzeuge eine europäische Gesellschaft erheblich schwächen", sagte Oettinger unserer Redaktion.

Oettinger: "Da wird mit zweierlei Maß gemessen"

Der CDU-Politiker erinnerte daran, dass Brüssel frühere Staatshilfen für die italienische Airline Alitalia oder die französische Fluggesellschaft Air France abgesegnet hatte. "Da wird mit zweierlei Maß gemessen", kritisierte Oettinger in dem Interview. "Wenn man das, was der italienische Staat damals in seine Fluglinie investiert hat, sieht, dann sind die neun Milliarden für die Lufthansa eine sehr faire Hilfe", sagte er und betonte die Bedeutung der in Schieflage geratenen deutschen Fluggesellschaft für die gesamte EU: "Ein Unternehmen wie die Lufthansa hat zwar seinen Sitz in Deutschland. Aber mit allen Töchtern zusammen handelt es sich doch längst um einen europäischen Konzern. Deshalb muss die Stabilisierung der Lufthansa im europäischen Interesse sein."

Das komplette Interview mit Günther Oettinger lesen Sie hier.

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