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Neue Regierung
26.11.2021

Diese Ministerien übernehmen SPD, Grüne und FDP in der kommenden Regierung

Christian Lindner, Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Robert Habeck: Allen vier werden in der künftigen Regierung wohl Schlüsselposten übernehmen.
Foto: Kay Nietfeld, dpa

Eines steht fest: Olaf Scholz wird Kanzler. Aber welche Ministerien übernehmen die Ampel-Parteien? Und wer wird Minister beziehungsweise Ministerin? Was bisher bekannt ist.

Noch zwei Wochen. Dann soll nicht nur Olaf Scholz als Kanzler vereidigt werden, sondern auch ein neues Kabinett aus Ministerinnen und Ministern das Land regieren. Die Themen für die kommenden vier Jahre haben die Ampel-Koalitionäre in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben und dem am Mittwoch dem Land präsentiert. Inzwischen ist auch bekannt geworden, welche Ministerien die Parteien übernehmen wohl werden. Die SPD bekommt sieben Ministerposten, die Grünen fünf, die FDP vier. Unklar ist dabei noch, welche Personen am Ende tatsächlich auf der Regierungsbank sitzen. Die Grünen haben ihre Personalien nun vorgestellt. SPD und FDP ziehen wohl erst kommende Woche nach. Doch es wird spekuliert.

Minister der Ampel-Koalition: Welche Ministerien übernehmen die Parteien?

Kanzler (SPD): Eines ist klar: Kanzler wird Olaf Scholz. Er soll nach Möglichkeit schon am 6. Dezember vereidigt werden – spätestens aber am 8. Dezember.

Kanzleramtsminister (SPD): Auch hier scheint eine Personalie gesichert zu sein. Olaf Scholz wird wohl seinen langjährigen Vertrauten Wolfgang Schmidt als Kanzleramtsminister vorschlagen. Er war auch schon an der bisherigen Regierung beteiligt. Als Staatssekretär im Finanzministerium arbeitete in den vergangenen Jahren für seinen alten und vermutlich auch neuen Chef Olaf Scholz.

Finanzminister (FDP): Um kein Ministerium wurde wohl so erbittert gerungen wie um das Finanzministerium. Vor allem die Parteichefs der kleineren Parteien bewarben sich darum: Christian Lindner und Robert Habeck. In den vergangenen Wochen verdichteten sich die Hinweise, dass die FDP das Ressort übernehmen wird. Der nächste Finanzminister heißt damit aller Wahrscheinlichkeit nach Christian Lindner.

Wird wohl Finanzminister: Christian Lindner.
Foto: Kay Nietfeld, dpa

Wirtschaft und Klimaschutz (Grüne): Das neue Superministerium für Wirtschaft und Klima soll als Ausgleich an die Grünen fallen. Für die Partei ein Schlüsselressort, um die eigenen Ziele durchzusetzen: Kohlekraftwerke abschaffen, erneuerbare Energien ausbauen, Emissionen senken. Robert Habeck wird das Ressort in Zukunft leiten. Zusätzlich übernimmt Habeck den Posten des Vizekanzlers.

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Außenministerium (Grüne): Mit ihren Ambitionen auf das Finanzministerium hat die FDP wohl noch ein weiteres Ressort geopfert: das Außenministerium. Bisher hatten die Liberalen bei jeder Regierungsbeteiligung den Außenminister gestellt – zuletzt mit Guido Westerwelle von 2009 bis 2013. Für die kommenden Jahre wird eine Grüne Deutschland in der Welt vertreten. Annalena Baerbock übernimmt den Posten.

Annalena Baerbock vertritt Deutschland wohl künftig in der Welt.
Foto: Bernd Settnik, dpa

Arbeit und Soziales (SPD): Gehört zu den Schlüsselressorts der SPD. Hier können die Sozialdemokraten ihre Themen umsetzen: Sichere Renten, gerechte Bezahlung. Bisher leitete Hubertus Heil dieses Ministerium. Es gilt als wahrscheinlich, dass er den Job auch für die kommenden vier Jahre übernimmt.

Justiz (FDP): Zählt traditionell zu den FDP-Ministerien. Und wird nach Informationen der Deutschen Presseagentur wohl auch dieses Mal an die Liberalen gehen. Als Favorit gilt Marco Buschmann, der bisherige parlamentarische Geschäftsführer.

Umwelt (Grüne): Das Umweltministerium lag in den vergangenen vier Jahren in der Hand der SPD. Nun soll die frühere Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke das Ressort für die Grünen übernehmen.

Verkehr (FDP): Das Ministerium wird künftig von der FDP geleitet werden. Als Minister wird Generalsekretär Volker Wissing gehandelt.

Verteidigung (SPD): Ähnlich wie das Verkehrressort ging das Verteidigungsministerium in den vergangenen 16 Jahren zuverlässig an die Union. In der neuen Regierungskonstellation soll wohl die SPD das Ministerium übernehmen. Wer das Amt führen soll, ist unklar.

Bildung (FDP): Das Bildungsressort ist das vierte Ressort, dass wohl die FDP führen wird. Die Partei sprach sich im Wahlkampf vor allem für eine schnellere Digitalisierung der Schulen sowie eine engere Zusammenarbeit von Bund und Ländern aus. Ministerin soll Bettina Stark-Watzinger werden.

Agrar/Ernährung (Grünen): Über dieses Ressort wurde parteiintern bis zuletzt kontrovers gestritten. Nun hat sich der frühere Parteichef Cem Özdemir gegen Mitbewerber Anton Hofreiter durchgesetzt. Als Landwirtschftsminister wird Özdemir große Verantwortung in Sachen Klimaschutz in Deutschland tragen.

Video: SAT.1

Familie (Grüne): Die SPD muss das Ministerium an die Grünen abtreten. Ministerin soll Anne Spiegel werden. Sie ist momentan noch Umweltministerin in Rheinland-Pfalz.

Bauen und Wohnen (SPD): Wurde als Ministerium neu geschaffen. Den zuständigen Minister stellt wohl die SPD. Ihr Ziel: 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr schaffen. Ministerin soll wohl Svenja Schulze werden.

Innenministerium (SPD): Fällt wohl ebenfalls an die SPD. Spekuliert wird über verschiedene Namen. Einer davon: Christina Lambrecht, die bisherige Justizministerin.

Gesundheitsministerium (SPD): Kein Minister war in den vergangenen zwei Jahren wohl so präsent wie Jens Spahn. Dem Gesundheitsminister fällt in der aktuellen Pandemie eine zentrale Rolle zu. Wer das Ministerium übernimmt, ist noch unklar. In den sozialen Medien ein gleichermaßen populärer wie verhasster Kandidat: Karl Lauterbach. Seine Fans werben jedenfalls schon unter dem Hashtag #WirwollenKarl für den SPD-Politiker aus Nordrhein-Westfalen.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit (SPD): Hatte bisher der Krumbacher Gerd Müller inne, der mit dem Regierungswechsel aus dem Amt ausscheidet. Jetzt fällt das Ressort wohl an die SPD. Ministerin könnte Bärbel Kofler werden. Sie ist seit 2016 Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe.

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