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Pariser Klimaabkommen

12.12.2020

Temperatur und CO2: Der Klimawandel erklärt in fünf Grafiken

Das schmelzende Polareis ist einer von vielen Faktoren, an denen sich der Klimawandel erkennen lässt.
Bild: Ulf Mauder, dpa

Plus Wie lässt sich der Klimawandel eigentlich messen? Wir erklären es anhand von fünf Bereichen: Temperatur, CO2-Gehalt, Meeresspiegel, Gletscher und Tierarten.

Gerade noch rechtzeitig hat es die Europäische Union geschafft, sich auf neue Klimaziele zu einigen. Rechtzeitig wozu? Zum fünften Geburtstag des Pariser Klimaabkommens. Das wurde am 12. Dezember 2015 auf der Klimakonferenz in Paris verabschiedet. Inzwischen haben knapp 190 Länder das Abkommen unterzeichnet.

Das wichtigste Ziel: Die Erderwärmung soll auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden. Die Länder streben sogar einen Stopp bei 1,5 Grad an. Auch die weltweiten CO2-Emissionen sollen reduziert werden. Oder anders formuliert: Das Pariser Klimaabkommen ist die erste, weltweite, rechtsverbindliche Vereinbarung den Klimawandel zu bekämpfen. Aber was heißt das eigentlich, Klimawandel? Wie lässt er sich messen und wo stehen wir gerade? Wir versuche das in fünf Punkten zu erklären.

1. Wie stark ist die weltweite Temperatur schon gestiegen?

Durchschnittlich soll es auf der Welt nicht wärmer werden als zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. So steht es im Pariser Klimaabkommen. Aber was heißt das genau und wo stehen wir gerade? Die Frage, wie viel wärmer es weltweit schon ist, lässt sich nicht ganz so leicht beantworten.

Die genaue Antwort hängt davon ab, welche Berechnungsmethode verwendet und welche Referenzperiode gewählt wird. Der Weltklimarat IPCC gibt etwa an, dass es weltweit schon 1,1 Grad wärmer ist als in der vorindustriellen Zeit. Im Jahr 2017 sei die Temperatur um ein Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau gestiegen, heißt es im IPCC-Bericht aus dem Jahr 2018. Pro Jahrzehnt erhöhe sich die Temperatur um weitere 0,2 Grad.

Laut einer Berechnung des Goddard Institute for Space Studies, das zur US-Weltraumbehörde Nasa gehört, war es 2019 um 0,98 Grad wärmer als in der Referenzperiode. Diese ist der Mittelwert der Jahrestemperaturen von 1951 bis 1980. Bei diesem Wert handelt es sich allerdings um beobachtete und nicht um errechnete Werte.

Unabhängig von der Berechnungsgrundlage zeigen alle Temperaturgrafiken aber eines: Es wird immer wärmer auf der Welt. Das Umweltbundesamt schreibt: „Etwa zwei Drittel der Erwärmung fallen auf den Zeitraum seit Mitte der 1970er Jahre.“ Alle Jahre des 21. Jahrhunderts gehörten zu den wärmsten seit Beginn der Temperaturmessung überhaupt. Das gilt nicht nur für die Durchschnittstemperatur auf der ganzen Welt. Das gilt auch für Deutschland.

Vor allem in den vergangen Jahren hat die Hitze hierzulande zugenommen. Das Jahr 2019 war etwa das zweitwärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen. Dazu kommt: Die Zahl der heißten Tage, also der Tage, an denen die Temperatur über 30 Grad liegt, steigt. 2019 waren es 17.

2. Wie beeinflusst der CO2-Gehalt in der Atmosphäre den Klimawandel?

Einer der Hauptgründe dafür, dass es auf der Erde immer wärmer wird, ist der Anstieg von Kohlendioxid und anderen Gasen wie Methan und Lachgas in der Atmosphäre. All diese Gase werden als Treibhausgase bezeichnet, weil sie eben dazu führen, dass sich die Erde wie ein Treibhaus in der Sonne immer weiter aufwärmt. Die Gase nehmen Wärme auf, die die Erde abstrahlt und verhindern so, dass diese Wärme ins Weltall abgegeben wird. Langfristig wird es deshalb immer wärmer auf der Erde - wie in einem Treibhaus eben.

Diese Gase kommen auch natürlicherweise in der Atmosphäre vor. Aber: Ihre Konzentration hat seit Beginn der Industrialisierung zugenommen - wie die unten stehende Grafik zeigt. Nach Berechnungen des IPCC ist es extrem wahrscheinlich - die Wahrscheinlichkeit liegt bei 95 bis 100 Prozent -, dass der menschliche Einfluss auf die Atmosphäre der Hauptgrund für die Erderwärmung ist.

In Deutschland - und auch in der EU - ist es in den vergangenen Jahren zwar gelungen, weniger Treibhausgase auszustoßen. Das Klimaziel für 2020 hat Deutschland dennoch verfehlt. Bis zu diesem Jahr sollte der CO2-Ausstoß eigentlich um 40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Das hat nicht geklappt. Immerhin: Im Jahr 2018 hat Deutschland im Vergleich zu 1990 etwa 31,4 Prozent CO2 eingespart. Aber der Ausstoß ist immer noch hoch: 2019 waren es 805 Millionen Tonnen.

Die weltweiten Hauptverursacher von Treibhausgasen in der EU sind fossile Energieträger - etwa Kohle und Öl. Danach folgen Landwirtschaft und Industrie. Für Deutschland sieht die Reihenfolge etwas anders aus. Hier folgen nach der Energiewirtschaft die Industrie, Gebäude (etwa durch Heizungen), der Verkehr und auf Platz fünf die Landwirtschaft - alle Sektoren haben ihren CO2-Ausstoß in der Vergangenheit reduziert.

3. Wie stark schmelzen Polareis und Gletscher wegen des Klimawandels?

Eine direkt spürbare Folge der Erderwärmung ist, dass die Eisdecke an den Polen aber auch die Gletscher in den Gebirgen - wie etwa den Alpen - schmelzen. Wie groß der Schwund dieser Eismassen ist, dazu gibt es sehr genaue Berechnungen. So geht etwa das IPCC davon aus, dass das Eisschild auf Grönland zwischen 2006 und 2015 pro Jahr 278 Gigatonnen an Masse verloren hat. Eine Gigatonne sind eine Milliarde Tonnen - oder eine Billion Kilogramm. Nur zu Vergleich: Der Blauwal - das größte und schwerste Tier der Erde - kann bis zu 200 Tonnen schwer werden. Die HMM Algeciras - das größte Containerschiff weltweit - kann 232.606 Tonnen transportieren.

In der Antarktis sind im gleichen Zeitraum jährlich etwa 155 Gigatonnen Eis geschmolzen. Welche Auswirkungen das hat, wird nicht nur deutlich, wenn man wie oben im Schiebebild Satellitenbilder über einander legt. Die Europäische Raumfahrt Agentur (ESA) hat auch anhand des Jacobshavn Gletschers in Grönland dokumentiert, wie das Eis abtaut. Die farbigen Linien auf dem Bild geben an, wie groß der Gletscher in den jeweiligen Jahren war.

Der Jacobshavn Gletschers ist einer der am schnellsten fliessenden Gletscher der Erde mit bis zu 40 Metern und mehr am Tag im Sommer.
Bild: Contains modified Copernicus Sentinel data, Processed by ESA

Und was für die Gletscher an den Polen gilt, gilt auch für die Gletscher in Gebirgsregionen. Christoph Mayer erforscht an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Gletscher in den Alpen. Er sagt: "Die Gletscher der Alpen verlieren seit dem Ende der kleinen Eiszeit beinahe kontinuierlich an Masse. Seit der Jahrtausendwende hat sich dieser Massenverlust allerdings deutlich beschleunigt." Und auch das lässt sich in Zahlen ausdrücken: Zwischen 2000 und 2014 haben die Gletscher in den Alpen ein Eisvolumen von etwa 22 Kubikkilometern verloren - das entspricht ungefähr 17 Prozent des gesamten Eisvolumens alpiner Gletscher zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Das haben Forscher der Universität Erlangen Nürnberg herausgefunden.

Das Problematische: "Auf der Basis der bisherigen Berechnungen werden die Alpengletscher bis 2050 einen wesentlichen Teil ihrer Masse verlieren und bis 2100 beinahe ganz verschwunden sein", sagt Mayer. Und er führt fort: "Die Gletscher sind bereits heute so weit von ihrem Gleichgewicht entfernt, dass auch eine sofortige Stabilisierung des Klimas zu keiner gravierenden Änderung dieser Entwicklung führen würde."

4. Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf den Meeresspiegel?

Das Abschmelzen der Gletscher und des Polareises hat direkte Folgen für den Meeresspiegel. Denn der steigt immer weiter an. Zwischen 1901 und 1990 ist der Meeresspiegel jedes Jahr um etwa 1,4 Millimeter höher als im Vorjahr, heißt es in einem Bericht des Deutschen Klima-Konsortiums. Zwischen 2006 und 2015 waren es allerdings schon 3,6 Millimeter pro Jahr. Der Meeresspiegel steigt damit 2,5 Mal schneller als noch im vergangenen Jahrhundert. 3,6 Millimeter hören sich vielleicht nicht besonders viel an - sie sind aber eben ein weltweites Mittelmaß. Regional kann die Größe stark abweichen. Und eben doch schnell zum Problem werden.

Alleine das Schmelzwasser aus Grönland verursacht pro Jahr einen Anstieg des Meeresspiegels um etwa 0,77 Millimeter. Das Abschmelzen des antarktischen Eisschildes macht im Jahr noch einmal 0,43 Millimeter aus, sagen die Wissenschaftler des IPCC. Dazu kommt aber noch etwas anderes: Weil auch die Meere - und nicht nur die Luft - immer wärmer werden, dehnen sie sich aus. Das heißt: Alleine durch die ansteigende Temperatur steigt der Meeresspiegel.

5. Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt?

Eine Sache gibt, es die jeder selbst beobachten kann: Den Wandel der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Wie sich der Klimawandel genau auswirkt, lässt sich leicht an zwei Beispielen erklären. Denn während es manche Arten gibt, die von wärmeren Temperaturen profitieren, leiden andere darunter.

Vor allem Fichten leiden unter Trockenheit und warmen Temperaturen.
Bild: Oliver Berg, dpa

Weil es in Deutschland etwa immer heißer und trockener wird, tut sich die Fichte - ein typischer Waldbaum - immer schwerer. Ihre flachen Wurzeln bekommen zu wenig Wasser. Die Folge: Borkenkäfer haben es leichter, die Bäume sterben massenweise ab oder trocknen aus.

Der Bienenfresser breitet sich wegen der wärmeren Temperaturen zunehmend in Deutschland aus.
Bild: Boris Roessler, dpa

Dazu fühlen sich immer mehr Tierarten hierzulande heimisch, die früher höchstens hin- und wieder mal zu Gast waren. Der Bienenfresser zum Beispiel. Der schillernde Vogel galt in Deutschland lange Zeit als ausgestorben. Seit Anfang der 1990er Jahre ist er aber wieder heimisch in Deutschland. Der Grund: Er liebt das warme Klima. Und je wärmer es wird, desto weiter kann der Vogel sein Brutgebiet nach Norden ausdehnen.

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14.12.2020

>>Von Peter B. vor 46 Min.
Ich warte noch auf die Meldung die AFD ist Weltweit Schuld am Klimawechsel.<<

Kann ich Ihre ausschließlich parteipolitischen Äußerungen so verstehen, dass Sie mit den Sachaussagen in dem Artikel von Frau Heller-Beschnitt im großen und ganzen einverstanden sind?

Raimund Kamm

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14.12.2020

Die CDU hat nach dem 2. Weltkrieg die Bundesrepublik regiert. Über 70 Jahre sind vergangen. Die Schadstoffbelastung hat diese Nachkriegsregierung zugelassen. Das Wirtschaftswunder hat Folgen hinterlassen.

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15.12.2020

Die Union war in den letzten 70 Jahren nicht immer an der Regierung. Zudem war das Thema Klimawandel vor 70 Jahren noch kein Thema. Auch nicht vor 40 Jahren. Ebenfalls haben nicht nur Regierungen nach dem Krieg Schadstoffbelastungen zugelassen. Sondern auch schon zuvor.
Es wurde nicht bewußt das Klima belastet. Das Wissen war nur damals noch nicht vorhanden. Vom Bewußtsein ganz zu schweigen. Deshalb ist die Oma tatsächlich auch eine Umweltsau. ;-)
Nicht die jetztige FFF-Generation hat Plastiktüten, Kraftfahrzeuge, Flugreisen, .... erfunden und eingeführt. War aber auch keine Absicht der "Oma"-Generation einen Klimawandel mitzuverursachen, sondern das Wissen und die Kenntnis war eben noch nicht vorhanden.
Die Union hat aber mehrheitlich die Problematik des Klimawandels erkannt und ein Bewußtsein entwickelt. Die AfD eben nicht.
Durch das Ignorieren von Problemen und deren Ursachen lässen sich diese nicht lösen.

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13.12.2020

>> Von Nicola L. 07:49 Uhr
Jetzt soll auch noch die Monokultur "Fichtenwald" als erhaltenswert gelten. <<

Nein!
Wälder aus weit überwiegend Fichten sind bei uns nicht erhaltenswert.

Doch leider können Sie auch den Buchen, Kiefern, Lärchen usw. ansehen, dass ihnen die Dürre und der Temperaturanstieg zu schaffen machen.

Raimund Kamm

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13.12.2020

>>Von Nicola L. 06:55 Uhr
Ja ich kenne einen Klimaforscher: https://www.merkur.de/politik/klima-klimaschutz-von-storch-forscher-hart-aber-fair-ard-zr-13279031.html<<


Vor vielleicht zwei Jahrzehnten habe ich in der Ev. Akademie Tutzing Prof. von Storch zum Klimathema zugehört. Ich habe damals nicht verstanden, was er sagen wollte. Das konnte auch an mir gelegen haben – … .

In Wikipedia wird über ihn geschrieben:
>>Von Storch … betonte die Notwendigkeit globaler Anstrengungen zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels. Als wirksamste Methode erachtet er dabei die Entwicklung klimaneutraler und wirtschaftlich günstiger Technik. Den möglichen Beitrag des Einzelnen hält von Storch hingegen für begrenzt. Über symbolische Akte hinaus sei die „beste Anstrengung, die eine deutsche Familie zum Schutz des Klimas machen kann, […] ihre Kinder zu überreden, Ingenieure zu werden.“[14] <<
Hier verkennt er die Zeitknappheit: Wenn wir das 1,5 ° C Aufheizungsziel einhalten wollen, haben wir weltweit nur noch ein kleines CO2-Restbudget. Denn klimaphysikalisch gibt es einen nahezu linearen Zusammenhang zwischen CO2-Gehalt in der Atmosphäre und der Erdtemperatur. Also: Je beispielsweise einer Milliarde Tonne CO2 steigt die Erdtemperatur um einen Bruchteil eines Grads Celsius. Daraus lässt sich ableiten, wie viel CO2 wir global noch freisetzen dürfen, wenn wir die Katastrophenfolgen einer Erdaufheizung vermeiden oder zumindest begrenzen wollen.
Im Jahr 2018 wurde in einem Sondergutachten des IPCC dieses Restbudget auf 420 Milliarden Tonnen berechnet. Im Jahr 2019 haben wir weltweit rd. 37 Mrd. t CO2 emittiert. Wir dürfen also keine Zeit mehr verlieren, sondern müssen sofort anfangen, die CO2-Emissionen zu senken. Die der anderen Treibhausgase natürlich auch.
Da bleibt, um auf H. von Storch zurückzukommen, keine Zeit mehr, um erst Kinder zu überreden ein Ingenieurstudium zu beginnen …
Im Übrigen stehen uns die entscheidenden Techniken bereits zur Verfügung: Photovoltaik, Windkraft, Solarthermie, Elektrolyse, HGÜ, E-Motor, Batterie, Wärmepumpe, … Diese Techniken haben zum Teil noch viel Entwicklungspotenzial und werden erfreulicherweise Jahr für Jahr besser.

Raimund Kamm

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13.12.2020

"Weil es in Deutschland etwa immer heißer und trockener wird, tut sich die Fichte - ein typischer Waldbaum - immer schwerer."

Jetzt soll auch noch die Monokultur "Fichtenwald" als erhaltenswert gelten. Selbst in einem Rapsfeld finden sie mehr Arten, als in diesen Plantagen. Das ist kein Wald:

"In Deutschland kommen natürliche Fichtenwälder vorwiegende in den Alpen und Alpenvorland vor, sowie in den hohen Mittelgebirgen Harz, Thüringer Wald, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Oberpfälzer- und Bayrischer Wald, Schwarzwald. Naturferne Fichtenforste in tieferen Regionen zählen nicht dazu."

https://www.deutschlands-natur.de/lebensraeume/waelder/montane-bis-alpine-bodensaure-fichtenwaelder-vaccinio-piceetea/

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13.12.2020

An Von Alfred W. 21:11 Uhr

Es wird nicht ganz klar, was Sie sagen wollen.

Deswegen ein paar grundsätzliche Aussagen:

Natürlich ist China kein Land des Klimaschutzes – und natürlich auch nicht der Menschenrechte! Insofern ist China Russland ähnlich, wohin die AFD Politiker und andere rechtspopulistische und auch rechtsextremistische Politiker gerne pilgern.

Zurück zu China. Das Land ist energiewirtschaftlich in einer besonderen Wachstumsphase. Aus bitterer Armut kommend hat es seit Jahrzehnten durchschnittlich ein Wirtschaftswachstum von 6 – 10 Prozent. Entsprechend stark wächst der Energieverbrauch. China baut weltweit die meisten AKW und die meisten Kohlekraftwerke und mit großem Abstand die meisten Solar- und Windkraftwerke.

Das Treibhausgas CO2 bleibt Jahrhunderte in der Atmosphäre. Insofern ist die insgesamt in der Atmosphäre deponierte CO2-Summe interessant. Und da hat China erst nach der Jahrhundertwende Deutschland überholt.

Und dennoch setzt Deutschland immer noch etwas mehr CO2 je Einwohner frei als China.

Raimund Kamm

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12.12.2020

Die politische Mitte ist der Entscheidungsträger, der Rechte und Linke Rand trifft keine politische Entscheidung in den Parlamenten.

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12.12.2020

@ Alfred W.
>>Für alles negative wie Klimaerwärmung, Hungersnöte, Krankheiten etc. ist natürlich die AFD schuld.<<

Gerne flüchten sich AFDler in die Opferrolle.

Zur Sache: Die Erderhitzung ist eine viel zu große Sache als dass diese von der AFD bewirkt werden könnte.

Mitschuld ist jedoch die AFD daran, dass in Deutschland der Klimaschutz so halbherzig betrieben wird. Denn gerade in Ostdeutschland haben CDUler und sogar einige Linke immer wieder Angst, dass ihnen bei klaren Ansagen die Wähler/innen zur AFD abwandern.

Raimund Kamm

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12.12.2020

Kilmaschutz und Kohlekraftwerke in China kein Widerspruch scheinbar.
Quelle: https://de.statista.com/infografik/23752/leistung-der-weltweit-neu-in-betrieb-genommenen-kohlekraftwerke/
Geht alles!

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13.12.2020

"Mitschuld ist jedoch die AFD daran, dass in Deutschland der Klimaschutz so halbherzig betrieben wird...dass ihnen bei klaren Ansagen die Wähler/innen zur AFD abwandern "

Nach Ihrer Meinung hilft nur noch das Diktat? Wahlen abschaffen? Gleichschaltung der Wissenschaft? Bestrafung andersdenkender? Wie weit wollen Sie eigentlich noch gehen?

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12.12.2020

Von Nicola L. 18:23 Uhr Eike:

>>Warum sind das keine Wissenschaftler? <<

1. Wissenschaftler sind nach meinem Verständnis Personen, die wissenschaftlich forschen und dabei die Qualitätsansprüche von Wissenschaft erfüllen. Ein wissenschaftliches Studium zu absolvieren, und dadurch Ingenieur, Arzt oder Diplomökonom zu werden, macht einen noch nicht zum Wissenschaftler.

2. Ein Wissenschaftler, der zum Beispiel Professor für Wirtschaftswissenschaften ist, ist damit noch nicht KLIMAWISSENSCHAFTLER. Kennen Sie bei dem Institut in Jena einen einzigen Klimawissenschaftler?

Raimund Kamm

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13.12.2020

Ach ja Wissenschaft ist das, wo das meiste Geld hinfließt? Wer die Antithese vertritt und nicht politisch gewollt ist, wird diffamiert? War es nicht ein unscheinbarer Patentanwalt, der die Relativitätstheorie entdeckt hat? Ist es nicht eher so, dass große Institute und universitäre Fakultäten eher nicht zu den großen Entdeckern gehören?

"Universitäten sind schöne Misthaufen, auf denen gelegentlich einmal eine edle Pflanze gedeiht."
Albert Einstein

Ja ich kenne einen Klimaforscher:

https://www.merkur.de/politik/klima-klimaschutz-von-storch-forscher-hart-aber-fair-ard-zr-13279031.html

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14.12.2020

Albert Einstein war kein irgendwer. Kein Nobody. Kein absoluter Außenseiter. Auch kein schlechter Schüler wie oft behauptet. Ganz im Gegenteil. Wie bekannt sein dürfte, bedeutets damals eine 6 in der Schweiz sehr gut.

Was für Beweise haben die Vertreter der Antihtesen?

Der Klimawandel ist echt. Und er wird hauptsächlich vom Menschen verursacht. Das Pruoduzieren der Treibhausegase CO2 und Methan und gelichzeitiger Zerstörung von Regenwälder sind alamierend. 3 % pro Jahr hört sich nicht viel an. Aber Jedes Jahr 3 % zusätzlich (aus fossilen Brennstoffen) summiert sich ...
Gleichzeitig schreitet ein großen Artensterben voran. Und mit diesem auch die Wahrscheinlichkeit, dass Corona nur ein kleiner Vorgeschmack war.

Ja, wir hatten in der Erdgeschichte schon deutlich höhere CO2-Gehalte. Da erreichten deshalb auch Libellen eine Spannweite von 1 Meter. Was sie aktuell u.a. wegen des CO2-Gehalts gott sei dank nicht mehr erreichen. Gab es da den Menschen schon?
Wir hatten vor ca. 14.600 innerhalb weniger Jahrhunderte einen Meeresspiegelanstieg von rund 16 Meter. Gab es da die menschliche Zivilisation schon?
Zudem hat das Eis in der Antarktis und Grünland das Potential einen Anstieg von bis zu 64 m zu verursachen.

Auch wird durch den Klimawandel die Welt nicht unbedingt ergrünen. Allein in Marokko sind zahlreiche Oasen verschwunden. Die Wüsten und Steppen wachsen. Gleichzeitig ist noch mit einem Anstieg des Meeresspeigels zu erwarten. Von den ganzen Auswirkungen wie stärkere Sürme und Orkane ganz zu schweigen. Hurricans im Mittelmeer sind dann wahrscheinlich. Die Anzahl der Wirbelstürme wird sogar durch eine Klimaerwärmung sogar sinken. Ihre Zerstörungskraft aber gleichzeitig stark steigen.

Was passiert wohl, wenn sich rund 1 bis 2 Mrd Menschen aumachen, weil ihre Lebensgrundlage / Lebesnraum wegfällt?

Die Natur wird mit jeden Klimawandel und Artensterben fertig. Der Mensch bzw. seine Zivilisation eher weniger.

Die AfD ignoriert die ganze Problematik. Sei es Klimawandel oder Corona. Übrigens wie EIKE auch. ;-)

https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Institut_f%C3%BCr_Klima_%26_Energie#Gr%C3%BCndung_und_F%C3%BChrung

Die EIKE ist nur nach eigener Aussage "einer wachsenden Zahl". Zudem ist die personelle Besetzung ziemlich AfD-lastig und damit dürfte die politische Grundhaltung zahlreicher Mitglieder nicht unbedingt einer wissenschaftlichen Objektivität fördern. Das quasi leugnen des Coronavirus macht diese Verbidnung auch nicht glaubwürdiger.

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14.12.2020

Ich warte noch auf die Meldung die AFD ist Weltweit Schuld am Klimawechsel.

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12.12.2020

Danke Frau Heller für diese vielen zusammengetragenen Fakten!

Und prompt melden sich Leugner und Verharmloser der menschenverursachten Erderhitzung. Dazu wenige Aussagen:

1. Die Briefkasteneinrichtung Eike in Jena wird von Öl- und Kohlefirmen aus den USA gesponsert. Sie arbeitet eng mit der AFD zusammen, hat aber keine anerkannten Klimawissenschaftler. Sie ist so glaubwürdig wie Marlboro in Gesundheitsfragen.

2. In der Tat ist das Klima, auch das Weltklima, sowohl veränderlich als auch komplex.
Doch was in den letzten zwei Jahrhunderten geschieht, ist einzigartig in der Menschheitsgeschichte. Noch nie war, so lange homo sapiens auf der Erde lebt, der CO2-Gehalt in der Atmosphäre so hoch wie jetzt. Noch nie war die Durchschnittstemperatur so hoch wie jetzt. Noch nie ist auch in unserer Menschheitsgeschichte die Erdtemperatrur so schnell gewachsen wie seit rund zweihundert Jahren.

3. Wenn unsere Erde zwei Grad oder gar mehr wärmer wird als vor zweihundert Jahren, werden Hitzewellen und Dürren große Regionen, in denen heute zig Millionen Menschen leben, unbewohnbar machen. Menschen halten keine wochenlange Hitze von 40 ° C und mehr aus. Veränderte Niederschläge werden in manchen Ländern unserer Erde die landwirtschaftliche Produktion drastisch sinken lassen. Zwei oder gar drei Grad C mehr lassen die Meere steigen. Über hundert Millionenstädte, große Teile Bangladeschs und große Teile in Vietnam aber auch in den Niederlanden und Norddeutschland werden dann überflutet werden.

Wer unsere Kinder und Enkel liebt, macht konsequenten Klimaschutz!

Raimund Kamm

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12.12.2020

"Und prompt melden sich Lügner"

Es scheint sich um eine Art Religion zu handeln. Anders kann ich den Begriff "Leugnung" in Zusammenhang mit Wissenschaft nicht einordnen.

Wissenschaft ist eben keine Religion und von Irrtümern gepflastert. Auch eine Mehrheit, wie zu Galileos Zeiten, ist kein Garant für Wahrheit. Wissenschaft lebt von These und Antithese. Nur diese wird politisch als Leugnung diffamiert.

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12.12.2020

"Wissenschaft lebt von These und Antithese."

Nur das die Heinis von EIKE gar keine Wissenschaftler sind...

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12.12.2020

Eike:

"EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.) ist ein Zusammenschluss einer wachsenden Zahl von Natur, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Publizisten und Politikern, die die Behauptung eines „menschengemachten Klimawandels“ als naturwissenschaftlich nicht begründbar und daher als Schwindel gegenüber der Bevölkerung ansehen. "

Warum sind das keine Wissenschaftler?

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12.12.2020

Für alles negative wie Klimaerwärmung, Hungersnöte, Krankheiten etc. ist natürlich die AFD schuld. Selbst wenn in China ein Sack Reis umfällt. Ideologisch R/R/G verblendet ist das.

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12.12.2020

zum Thema CO2 empfehle ich mal dies:

https://www.eike-klima-energie.eu/2020/12/11/co2-koalition-anomalien-der-globalen-mittleren-temperatur-wie-man-sie-berechnet-und-warum-sie-irrefuehrend-sind/

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12.12.2020

Einen von Klimawandelleugnern geschmierten Lobbyistenverein bezeichne ich jetzt nicht unbedingt als seriöse, ernstzunehmende Quelle.

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12.12.2020

>> Der Bienenfresser zum Beispiel. Der schillernde Vogel galt in Deutschland lange Zeit als ausgestorben. Seit Anfang der 1990er Jahre ist er aber wieder heimisch in Deutschland. Der Grund: Er liebt das warme Klima. <<

Willkommen zurück!

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12.12.2020

Klima war und ist nie etwas statisches gewesen. Der Glaube an eine Begrenzung der Durchschnittstemperatur auf 2 Grad ist unrealistisch. Das Klima ist ein komplexes Geschehen, welches sich nicht durch eine Formel berechnen lässt. In der Erdgeschichte sind 400ppm eher historisch niedrige Werte. Es gab schon 2000ppm und mehr. Der gebundene Kohlenstoff in der Erde entstammt letztlich auch nur von abgestorbenen Pflanzen und Tieren.

Was völlig außer Acht gelassen wird, sind die positiven Effekte von CO2.
"Die vorindustrielle Konzentration von 280 ppm,[9] aber auch die gegenwärtig deutlich erhöhte Konzentration von etwas über 400 ppm[10] liegt für C3-Pflanzen unterhalb des für ein ideales Wachstum optimalen Wertes. In Gewächshäusern wird der Kohlenstoffdioxidgehalt der Luft deshalb künstlich auf Werte von 600 ppm und mehr angehoben."
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosph%C3%A4re

Eine Ergrünung des Planeten würde sich wieder positiv auf die Temperatur auswirken. Ebenso die erhöhte Luftfeuchtigkeit und Niederschläge in Wüstenregionen.

https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/dem-seltsamen-ergruenen-der-welt-auf-der-spur/

Es wird mal wieder alles schwarz weiß gemalt und damit Glaubwürdigkeit verspielt.

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