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In eigener Sache

17.03.2020

Wie wir digital über das Coronavirus berichten

Die Corona-Krise bestimmt aktuell das Leben jedes Einzelnen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Wir berichten jeden Tag über die Auswirkungen der Corona-Krise. Einige Texte stellen wir nur unseren Abonnenten zur Verfügung. Die Gründe dafür erklärt unser stellvertretender Chefredakteur.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Solidarität ist das Gebot der Stunde. Auch wir berichten dieser Tage viel über auf dem Balkon singende Italiener, beim Einkauf helfende Studenten, gratis via Livestream musizierende Künstler. 

Zusammenstehen, Gemeinschaftsinteressen über Individualinteressen stellen - das tun auch wir. Der überwiegende Teil unserer Berichterstattung zur Coronakrise steht den Besuchern unserer Internetseite und unserer News App frei zur Verfügung - auch wenn die Beiträge mitunter exklusiv und mit viel Aufwand für die digitalen Kanäle produziert sind. Von Kolleginnen und Kollegen, die unter deutlich erschwerten Bedingungen recherchieren, schreiben, aufnehmen und filmen. Quasi rund um die Uhr, im Schichtbetrieb, von 6 bis 0 Uhr, an Montagen wie an Samstagen und Sonntagen. Im Mobile Office auf Mini-Bildschirmen, zwischen gelangweilten Kindern und besorgten Großeltern. 

Wir spüren die große Verantwortung, die auch wir haben. Wir möchten das berechtigte Informationsbedürfnis der Menschen bedienen. Auch wir sind Kinder von Eltern und Eltern von Kindern, denen wir überlebenswichtige Informationen per WhatsApp oder Telefon weitergeben möchten. Deshalb ist klar: Wir lassen alle Inhalte frei, die für die Allgemeinheit wichtige Informationen bereithalten. In unserem  News-Blog sammeln wir alle neuen Entwicklungen. Flankiert wird der Blog zum Beispiel in dem Moment, in dem dieser Artikel entsteht, von folgenden freien Texten:

Besonders in sozialen Netzwerken werden wir dafür kritisiert, dass wir einige Texte auch exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung stellen. Wir können diesen Impuls nachvollziehen, können unsere Vorgehensweise aber auch erklären: Wir überlegen sehr genau, welche Hintergrund- und Lesegeschichten zwar für viele Menschen interessant, aber deren Lektüre eben nicht überlebenswichtig ist. Solche Beiträge stellen wir hinter unsere Bezahlschranke. Wenn wir die Ergebnisse unserer Arbeit pauschal freischalten würden, dann gäbe es in Zukunft möglicherweise gar keine Journalisten mehr, die Ihnen faktenbasiert Aufklärung bieten. Zum Beispiel mit solchen (ebenfalls frei lesbaren) Beiträgen:

Zum Vergleich: Diese Corona-Artikel lesen unsere Abonnenten in dieser Sekunde exklusiv: 

Viele Flüge sind wegen des Coronavirus abgesagt worden.
Bild: Christoph Soeder, dpa

Wer wie der Verfasser dieser Zeilen in den vergangenen Tagen diverse WhatsApp-Kettenbriefe mit allerhand Fake News zu Corona erhalten hat, weiß um die Wichtigkeit von professionellem Journalismus. Den gibt es, wie gesagt, nicht nur bei uns. Den gibt es zum Beispiel auch in der ARD, im ZDF, auf spiegel.de oder im NDR-Podcast mit dem Virologen Christian Drosten.

Und wer wie wir Arbeitnehmer ist, weiß um die Wichtigkeit von finanzieller Stabilität des Arbeitgebers. Während wir normalerweise mit einiger Distanz über Herausforderungen von Unternehmen in Zeiten von Krisen berichten, bringt die Coronakrise auch konkrete Gefahren für unser Geschäft mit sich. Die Kolleginnen und Kollegen in Donauwörth wie in Augsburg, in Nördlingen wie in Schwabmünchen, in Berlin wie in München, in den USA wie in Italien geben alles, um Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit allen wichtigen Informationen zu versorgen. Wir möchten das auch noch lange nach der Coronakrise tun können. Weil wir uns unserer Verantwortung bewusst sind. 

Wir sagen Ihnen zu: Wenn Informationen für Sie oder Ihre Lieben von hoher Bedeutung sind, finden Sie ausreichend Beiträge auf unserer Internetseite oder in unserer News App, die Sie frei lesen können. Wenn ein Plus am Artikel hängt, können Sie sicher sein, dass der Inhalt ganz sicher spannend, aber ganz sicher auch nicht entscheidend für die Sicherheit der Menschen ist.

Wie verändert sich die Arbeit von Journalisten in Zeiten des Coronavirus? In einer neuen Folge unseres Podcasts geben wir einen Einblick.

Alle wichtigen Nachrichten finden Sie auch immer in unserem Live-Blog: Corona-Krise: Bund und Länder beschließen Notfallplan für deutsche Krankenhäuser

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23.03.2020

Der Argumentation von Herrn Dillinger folgend müssten zumindest für die Abonnenten der Printausgabe (wie früher auch) alle Inhalte der elektronischen Ausgabe freigeschaltet werden - denn die zahlen ja auch dementsprechend.
So aber scheint es doch eher dem Generieren einer zusätzlichen Einnahmequelle zu dienen...

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23.03.2020

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Freundliche Grüße!

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21.03.2020

Da mittlerweile "gefühlt 90 %" ihrer Artikel sog. +Artikel sind, informiere ich mich anderweitig. Da die meisten Artikel sowieso fürs Printmedium vorliegen sehe ich nicht ein, hier extra zu bezahlen. Aber es gibt ja noch genügend andere Zeitungen.

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