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Schwabmünchen: Bürgerbegehren gegen neues Bad in Schwabmünchen: Wogen gehen hoch

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Bürgerbegehren gegen neues Bad in Schwabmünchen: Wogen gehen hoch

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    So soll das neue Schwabmünchner Hallenbad innen aussehen.
    So soll das neue Schwabmünchner Hallenbad innen aussehen.

    Gegenfurtner und seine Mitstreiter sammeln seit dieser Woche Unterschriften für das Bürgerbegehren. Der Schwabmünchner hält es angesichts der unklaren künftigen Steuereinnahmen für nicht verantwortbar, in der Stadt ein "Lehrschwimmbad" zu bauen. Es ist derzeit mit 15,7 Millionen Euro veranschlagt. Es könnte aber noch teurer werden, meint Gegenfurtner. Es gebe auch andere Möglichkeiten, das Schwimmen zu erlernen.

    In allen Einträgen bei Facebook sprechen sich Leser für ein neues Lehrschwimmbad aus. Renate Frey hält ein Bad für notwendig, weil immer weniger Menschen nicht schwimmen können. Auch Stefanie Müller führt an, dass immer weniger Schüler gut schwimmen könnten. Ein Bad neben der Schule mache Sinn. Sie macht auch auf die Praxis in der Schule aufmerksam und schreibt: "Wenn man 90 Minuten Sportunterricht hat und 45 Minuten allein dafür draufgehen, dass man zum Schwimmbad fährt, bleibt vom Schwimmunterricht nicht mehr viel übrig."

    TSV muss in Nachbarkommunen ausweichen

    Marion Sallinger fragt: "Und was es wohl über all die Jahre gekostet hat, die Schüler nach Bobingen und Untermeitingen für 30 Minuten Schulschwimmen zu karren?" Die Aktiven des TSV Schwabmünchen müssten in anderen Kommunen regelrecht um Hallenzeiten "betteln". Tatsächlich finden die meisten Angebote des TSV - vom Anfängertraining bis hin zur Aquagymnastik für Erwachsene - im Hallenbad in Untermeitingen statt. Die Stadt brauche ein Hallenbad - nicht nur wegen des TSV Schwabmünchen, sondern wegen den Schülern, meint Bettina Winter in ihrem Beitrag.

    Für eine andere Leserin sei ein neues Bad längst Zeit. Zum Vergleich: Buchloe habe ein Schwimmbad und sogar ein Eisstadion. Johannes Mayr fragt: "Kann es sich eine Stadt wie Schwabmünchen beziehungsweise der Landkreis leisten, dass immer weniger Kinder schwimmen können, weil es in den Schulen keine Möglichkeiten zum Schwimmunterricht gibt?" Es gibt auch direkte Kritik an Bürgerbegehren-Initiator.

    Angst vor den Folgeschäden

    Thomas Hieber schlägt auf Facebook vor, dass Josef Gegenfurtner die Kosten der Folgen trage. Er bezeichnet das Bürgerbegehren als "unnötig". Der Initiator sieht das freilich anders. Er sagt: "Wir können uns in Corona-Zeiten kein Bad für an die 20 Millionen Euro leisten - bei nicht vorhersehbaren möglichen Steuereinbrüchen. Darum geht es mir in erster Linie. Ich habe wirklich Angst vor den finanziellen Folgeschäden eines „Lehrschwimmbad“-Baus. Gegenfurtner schlägt eine öffentliche Infoveranstaltung zum Thema Lehrschwimmbad vor.

    So könnte das Hallenbad in Schwabmünchen einmal aussehen.  
    So könnte das Hallenbad in Schwabmünchen einmal aussehen.   Foto: Studio, GA Gollwitzer

    Gegenfurtner schlägt Informationsveranstaltung vor

    Bei einer Präsentation könnte detailliert dargelegt werden, welche Schulen sich wie vertraglich bereit erklärt haben, das Bad zu nutzen. Auch die Finanzierung und die Folgekosten könnten ein Thema sein. Offen sei auch die Frage, wer es nutzen könne und was voraussichtlich der Eintritt sei. Gegenfurtner geht noch weiter und fragt: Wann sind die ersten Instandsetzungsarbeiten? Ein Beispiel für ein preislich günstigeres Hallenbad hat er nicht. Es würden derzeit ja auch sehr viele Bäder schließen.

    Wie das Bürgerbegehren abläuft

    Damit das Bürgerbegehren erfolgreich ist, müssen rund 1200 Unterschriften zusammenkommen. Die Fragestellung lautet: "Sind Sie dafür, dass die Planung und weitere Auftragsvergaben für das geplante 'Lehrschwimmbad' in Schwabmünchen sofort gestoppt werden und die Stadtverwaltung beauftragt wird, eine detaillierte Prioritätenliste vorzulegen, aus der hervorgeht, wie das geplante Bad genau finanziert wird - auch unter Einbeziehung der Folgekosten - und aufgezeigt wird, dass aufgrund der Kosten für den Schwimmbadbau keine notwendigen Investitionen in Kindergärten und Schulen verhindert werden?"

    Nach dem Bürgerbegehren kann es zu einem Bürgerentscheid kommen. Letzterer könnte die Wirkung eines Ratsbeschlusses haben.

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