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Langenneufnach

16.06.2019

Ein Open-Air Festival mit vielen Oasen der Ruhe

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2 Bilder
Vor allem junge Familien zog das Festival an. Sie hoben den Wohlfühleffekt hervor.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Das Funky Forest Festival in Langenneufnach punktet nicht nur mit Musik. Die Besucher schätzen vor allem die idyllische Lage, Stil und das familiäre Ambiente.

Es gibt nur wenige Open Airs, bei denen die Musik nicht oberste Priorität hat. Das Funky Forest Festival macht da eine Ausnahme: Hier stehen vor allem der idyllische Veranstaltungsort in einer Talsenke in Langenneufnach, das stilvolle Konzept und das familiäre Ambiente im Mittelpunkt. Erst dann folgt für viele Besucher das bunte Musikangebot.

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Da fühle man sich einfach wohl, meinte dann auch Hannes Neumann aus Diedorf und ließ seinen Blick über die vielen Oasen der Ruhe, die Kids Corner und die Kreativbuden schweifen. Ihm gefielen die gute Stimmung und die Naturidylle, die sich „quasi vor der Haustür“ befinde. Ähnlich äußerte sich Moni Bärtle, die mit ihren beiden Kindern aus Memmingen zum Festival gekommen war. „Der Wohlfühleffekt begleitet uns auf Schritt und Tritt“, schwärmte sie. Alles strahle Stil aus. Auch Andreas Schmid aus Fischach war angetan. „Eine tolle Location mit viel Qualität“, urteilte er. „Ideal für Eltern und Kinder.“ Beeindruckt war er vor allem von der Sauberkeit. „Das ist schon beeindruckend.“

Die Liebe zum Detail ist zu spüren

Vergleichbar urteilten Rosa und Felix Angermann. „Wir sind schon auf vielen großen Musikfestivals gewesen wie Rock am Ring, Hurricane, Deichbrand oder Lollapalooza in Berlin“, berichteten sie. Auf der anderen Seite haben es ihnen auch die kleinen Veranstaltungen angetan. „Das Funky Forest Festival gehört zweifelsohne dazu“, gestand der 38-jährige Felix. Da sei die Liebe zum Detail zu spüren.

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Seine Frau verglich es mit dem Immergut Festival in Mecklenburg-Vorpommern und dem Ikarus in Memmingerberg: „Entspannte Atmosphäre und familienkompatibel.“ Und wie aufs Stichwort rannten acht Knirpse, eine Luftmatratze im Schlepptau, kreischend an ihnen vorbei zum nahe liegenden Bärenbach.

Eine Laube lockte für kurze Zweisamkeit

Während sich die letzten Sonnenstrahlen über die mit Leinensegel, Luftballons und bunten Stofffetzen überdachen Chill-Ecken legten, machten es sich viele Festivalbesucher bei einer kühlen Erfrischung, einem Cocktail, mit flüssiger Schokolade überzogenen Bananen oder leckeren Crêpes gemütlich. Wer sich dagegen für ein paar Augenblicke zurückziehen wollte– auch dafür war gesorgt. Eine liebevoll gezimmerte und dekorierte Laube lockte für kurze Zweisamkeit.

Zum Bummeln lud das Festival ebenfalls ein. Rikki Riegel wartete beispielsweise mit ihrem Stand Ice&Bananas auf. Sie war auf dem Festival zum ersten Mal vertreten. Ihr Eindruck? „Ich bin total perplex“, sagte sie. Noch auf keinem anderen Fest habe sie so viele glückliche Gesichter gesehen.

Der perfekte Festival- und Partylook

Valerie Bekker und Monika Häußler fielen bereits durch ihr Outfit auf. Mit ihrem an Hippiezeiten erinnernden Kleidungsstil verkörperten sie eindrucksvoll das bunte Angebot ihres Standes mit Klamotten. Fachgerecht erklärten die aus München und dem Ostallgäu stammenden Verkäuferinnen, was man für den perfekten Festival- und Partylook im Kleiderschrank haben sollte.

Ein anderer Stand überraschte damit, dass er keine Kasse hatte. Secondhand-Artikel wie Servietten- und Zopfringe, Eierwärmer, Bilderrahmen und Marmeladengläser bezahlte man einfach über eine Spendenbox.

Der Schwabmünchner Verein „Niemals aufgeben“ lockte mit der Kampagne Pepper Challenge, die ähnlich der Ice Bucket Challenge zu Spenden aufrief. Der Hintergrund: Der gemeinnützige Verein will damit Forschungsvorhaben zur Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) unterstützen.

Schön sei es, mal offline zu sein

Gleich neben dem Festivalgelände erlebte der Besucher Campingflair. Gaskocher brutzelten, von irgendwoher trieben Gitarrenklänge. Kinder wuselten durch Zelte, Sonnenliegen, Tische und abgestellte Fahrzeuge. Das habe schon ein bisschen mit Freiheit zu tun, sagte Pascal Malz. Er genieße mit seiner Frau und den beiden Kindern das Festival. Schön sei es, mal offline zu sein, bemerkte er.

Bei so viel Ambiente und Naturerlebnis fehlte natürlich auch die Musik nicht. Und hier hatten die Kulturfreunde Westliche Wälder unter ihrem Vorsitzenden Christian Böck, die das Festival zum vierten Male auf die Beine stellten, erneut ein glückliches Händchen. Gleich zum Auftakt sammelte die junge Musikerin Ala Cya mit ihrer faszinierenden Stimme und einem experimentellen Keyboard-Sound viel Applaus. Das Quartett Dein Ernst brachte mit schrillen Outfits, frechen und hintergründigen Texten das Publikum zum Tanzen. Aber auch andere Bands wie Jimmy & The Goofballs, Dr. Karananga und Mundwerk-Crew offenbarten eindrucksvoll ihr Musikpotenzial.

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