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Landkreis Augsburg

02.12.2020

Ungereimtheiten beim Corona-Inzidenzwert im Landkreis Augsburg?

Beim Inzidenzwert wird jetzt im Landkreis Augsburg anders gerechnet.
Bild: Tom Weller, dpa (Symbolbild)

Plus Im Landkreis Augsburg steigen die Corona-Neuinfektionen. Gleichzeitig ist an einem Tag der Inzidenzwert gesunken. Wie passt das zusammen?

Brigitte John aus Königsbrunn verfolgt die täglich in der Zeitung veröffentlichten Corona-Zahlen genau. Bei der aktuellen Entwicklung fiel ihr etwas auf.

Am 30. November wurden im Landkreis Augsburg 3793 bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Der vom Landratsamt angegebene Inzidenzwert betrug 193. Der nächste Inzidenzwert, für den Zeitraum vom 25. November bis 1. Dezember, war niedriger. Er lag bei 186. Bestätigte Fälle wurden allerdings 3957 gemeldet, also deutlich mehr. Das Landratsamt hat dafür eine Erklärung.

Landratsamt Augsburg ändert Meldezeitpunkt für Corona-Zahlen

Im Zeitraum der vergangenen sieben Tage sei der tägliche Meldezeitpunkt umgestellt worden. Wörtlich heißt es auf Nachfrage: "Wir vermelden seit Freitag, 27. November, nicht mehr einen Zwischenstand des laufenden Tages, sondern den 23.59-Uhr-Wert des Vortages. Dadurch lässt sich auf Basis der bisher für die einzelnen Tage angegebenen Zahlen nicht der korrekte Sieben-Tage-Inzidenzwert für die vergangenen sieben Kalendertage nachrechnen."

Das Gesundheitsamt werde jeden Tag und zu allen Tageszeiten über neue Fälle informiert – für die Angabe der täglichen Neuinfektionen wurde bisher ein Zwischenstand vermeldet, der mit der nächsten Meldung wieder veraltet war. Um den Sieben-Tage-Inzidenz zu berechnen, müssen jetzt aber alle Fälle bedacht werden, die innerhalb eines vollständigen siebentägigen Zeitraums registriert wurden.

Problem mit Corona-Zahlen bleibt noch einige Tage

Das rechnerische Problem wird übrigens noch einige Tage bestehen: Erst wenn der Umstellungstag, also der 27. November, mehr als sieben Tage zurückliegt und damit nicht mehr in den aktuellen Inzidenzwert einfließt, kann komplett mit den aktuellsten Zahlen gerechnet werden. Danach lässt sich von den Neuinfektionen der einzelnen Tage wieder über den gängigen Rechenweg auf die Sieben-Tage-Inzidenz schließen. Die Wert ist eine wichtige Grundlage für die Einschätzung der Entwicklung der Corona-Pandemie. Er bildet die Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen im Landkreis ab.

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